Kurzer Radweg, große Wirkung

Bereits im September habe ich dieses Foto von diesem, rund 50 Meter langem Radweg geschossen, inzwischen sind alle Arbeiten abgeschlossen. Aus diesem Grund hat die Stadt Wuppertal heute über die Fertigstellung informiert:

Die Bauarbeiten an der Wittensteinstraße im Bereich Fingscheid sind abgeschlossen. Der Radweg entgegen der Einbahnstraße kann ab sofort vom Radverkehr genutzt werden.

Aufgrund der Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde und der Kuppenlage ist es notwendig gewesen, den neuen Radweg von der Fahrbahn baulich zu trennen.

Für die Radfahrer und Radfahrerinnen bedeutet der Radweg eine sichere und schnellere Verbindung zwischen dem umliegenden Wohnquartier und des Gymnasiums am Kothen sowie der Talachse in Richtung Elberfeld über die Eisenbahnbrücke Fingscheid. Denn bis zuletzt mussten Radfahrer wegen der alten Verkehrsführung immer wieder Umwege und Steigungen in Kauf nehmen.

Ghostbike geklaut!

Ich bin noch immerfassungslos! Heute vormittag hat sich die Wuppertaler Polizei bei uns (Fahrradstadt Wuppertal) gemeldet. Das Ghostbike, dass wir letzte Woche in Gedenken an den getöteten Radfahrer aufgestellt haben, ist geklaut worden. Das Rad wurde gestern Abend noch am Alten Markt gesehen, danach verlor sich die Spur. Im anschließend veröffentlichten Facebook-Post haben wir inzwischen viele Hinweise auf einen Verbleib in Wuppertal-Vohwinkel bekommen. Wir sind erschüttert und traurig und verurteilen diese Tat. Wir machen uns nach wie vor keine großen Hoffnungen das Rad zurückzubekommen, bitten aber bei Sichtungen an einen kurzen Hinweis an die Polizei.

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Zweites Ghostbike in Wuppertal aufgestellt

Nach dem tödlichen Unfall am 1. Oktober 2020 haben am 30.10.2020 die Vereine Fahrradstadt Wuppertal e.V. und der ADFC Wuppertal / Solingen, zusammen mit dem Bündnis Mobiles Wuppertal, ein sogenanntes Ghostbike aufgestellt. Vorausgegangen war eine Demonstration unter dem Motto „Stoppt das Töten von Radfahrern“.

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Der Demozug führte von der Elberfelder Kluse bis zur Unfallstelle auf der Berliner Straße in Wuppertal-Oberbarmen. Viele Teilnehmer waren hell oder weiß gekleidet, um ihre Anteilnahme auszudrücken. Dies ist bei Ghostbike-Aufstellungen ein übliches Ritual. Die weiß lackierten Fahrräder, die weltweit an Stellen aufgestellt werden, an denen Radfahrende getötet wurden, sind Mahnmale und Erinnerungsort zugleich. Sie weisen auf infrastrukturelle Defizite und menschliche Tragödien hin und geben Anlass zum Innehalten, Gedenken und Reflexion. Letztes Jahr wurde das erste Wuppertaler Ghostbike auf der Straße Wahlert aufgestellt.

„Wir sind traurig und wütend, dass wir in diesem Jahr ein zweites Ghostbike auf Wuppertals Straßen aufstellen mussten“, erklärt eine sichtlich bewegte Kirsten Haberer, vom Verein Fahrradstadt Wuppertal, „es ist kaum nachzuvollziehen welches unermessliches Leid die Familien und Angehörige empfinden müssen.“, so die Vorsitzende weiter.

Durch die Corona-Pandemie wurde die Demonstration nicht wie üblich über die Medien, sondern nur spärlich und kurzfristig über „social Media“ bekannt gegeben, um nicht zu viele Teilnehmer zur Kluse zu mobilisieren. Von daher sind die Organisationen mit der Teilnehmerzahl sehr zufrieden.

„Die Geschehnisse vom 1. Oktober 2020 zeigen, dass gerade auf Hauptrouten und vielbefahrenen Straßen dringend gute und sichere Radinfrastruktur geschaffen werden muss“ ergänzt Christoph Grothe, ebenfalls vom Verein Fahrradstadt Wuppertal und fügt hinzu „Radfahrenden muss auf diesen Strecken ein Schutzraum geschaffen werden, so wie wir es seit Jahren mit einer Umweltspur auf der B7, oder zuletzt mit sogenannten Pop-Up-Radwegen fordern“.

 

NBT: Tunnel Schee über Allerheiligen gesperrt

Wichtiger Hinweis für Nutzer der Nordbahntrasse in Richtung Schee: Vom 30. Oktober bis zum 2. November ist der Tunnel Schee geschlossen. Der Radverkehr wird über die unbequeme Umleitung Holtkamp – Frielinghausen – Kuxloher Weg geführt. Die Sperrung ist Teil des Artenschutzkompromisses, der eine ganzjährige Öffnung des Tunnels ermöglicht. Die nächste Vollsperrung steht über Silvester in’s Haus. Dann wird der Tunnel voraussichtlich vom 30. Dezember bis zum 4. Januar geschlossen bleiben.

Demonstration und Aufstellung eines Ghost-Bikes am 30.10.2020

Am morgigen Freitag, dem 30. Oktober 2020 findet eine Demo und eine anschließende Ghostbike-Aufstellung statt. Hier der Aufruf meines Vereins Fahrradstadt Wuppertal e.V. im Wortlaut:
Am 1. Oktober 2020 wurde auf der Berliner Straße ein Radfahrer von einem LKW-Fahrer getötet. Zur Erinnerung und Mahnung stellen die Vereine Fahrradstadt Wuppertal e.V. und ADFC Wuppertal/Solingen, sowie das Bündnis Mobiles Wuppertal am 30. Oktober 2020, im Anschluss an eine Demo unter dem Motto „Stoppt das Töten von Radfahrern“, ein Geisterrad auf.
Die weiß lackierten Geisterräder sind Mahnmale und Erinnerungsort zugleich. Es können Blumen und Kerzen abgelegt werden.
Es wäre schön, wenn sich möglichst viele Wuppertaler*innen der Demo anschließen würden. Dazu rufen wir auf in weißer oder heller Kleidung zu erscheinen!
Da es sich hier um eine angemeldete Veranstaltung handelt, weisen wir darauf hin, dass alle Fahrräder verkehrssicher sein müssen sowie gemäß den Regeln der StVO gefahren wird. Ausnahmen werden von der Polizei geregelt.
Ablauf der Veranstaltung:
17:00 Uhr Sammeln am Treffpunkt Vorplatz Schwebebahnhaltestelle Kluse
17:15 Uhr Abfahrt Demozug
18:00 Uhr Ankunft Unfallstelle Berliner Straße
18:15 Uhr Ende der Veranstaltung
Hygienehinweise:
Personen mit Erkältungssymptomen können nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Besondere Desinfektionsmaßnahmen sind nicht notwendig, da die Teilnehmer nur ihre eigenen Fahrräder berühren. Die Veranstaltung findet ausschließlich im Freien statt. Das Tragen eines Mund-Nasenschutz und die Einhaltung der Abstandsregeln sind Voraussetzungen für die Teilnahme. Der Anweisung der Ordner ist Folge zu leisten. Teilnehmende werden zu Veranstaltungsbeginn über Lautsprecherdurchsagen auf die aktuellen Hygiene-Schutz-Hinweise informiert.

Keine Critical Mass im November

Die Critical Mass Fahrten im November und Dezember sollen dieses Jahr entfallen. Stattdessen soll allein gefahren werden. Hier der Text der Critical-Mass-Facebook-Seite im Wortlaut:

Lasst uns ein Teil der Lösung sein und nicht des Problems – keine CM im November!

Unser höchstes Gut ist die Sicherheit und Gesundheit aller Mitfahrenden, unserer Freund*innen, der Menschen, die mit uns für ein lebenswerteres und menschenfreundlicheres Wuppertal einstehen.Die momentanen Corona-Entwicklungen sind erschreckend und leider erst der Anfang der zweiten Welle, in der Ansammlungen von Menschen vermieden und physischer Kontakt auf ein Minimum reduziert werden muss.

Aus diesem Grund wird es im November keine Critical Mass im Tal geben.Alternativ schlagen wir allerdings vor: Fahrt am ersten Wochenende so eine Runde mit dem Rad, entdeckt euren Stadtteil oder Ecken Wuppertals neu! Macht ein Photo davon und postet es in das Keine Critical Mass im November! Weiterhin und immer könnt ihr auch Plakate und Poster basteln, CM-Plakate designen oder Fahrrad-Kunst/Streetart in die Stadt bringen und z.B. in die Gruppe Critical Mass Wuppertal posten. Oder habt ihr eigene Ideen und Vorschläge?Bleibt gesund! Wir schauen von Monat zu Monat, ob es vertretbar ist zu fahren und hoffen, dass die Lage es bald wieder hergibt 💚🚲✊

Jetzt mitmachen bei ADFC-Fahrradklima-Test 2020!

Ab sofort läuft die Umfrage zum großen ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Der Fahrradclub ADFC ruft gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wieder hunderttausende Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen.

Klaus Lang vom ADFC Wuppertal sagt: „Fahrradfreundlichkeit ist ein echter Standortfaktor und ein Synonym für Lebensqualität geworden. Die Zahl der Radfahrenden in unserer Stadt hat sich in den letzten Monaten massiv gesteigert. Nicht zuletzt deshalb haben sich ja in Wuppertal mittlerweile fast alle Parteien und auch die beiden OB – Kandidaten für einen massiven Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur ausgesprochen. Auch in den letzten Jahren hat sich ja bereits einiges zum Besseren verändert. Jetzt geht es um die Frage: Kommen die Verbesserungen auch bei den Bürgerinnen und Bürgern an? Was läuft schon gut – was nicht? Wir bitten alle WuppertalerInnen sich ein paar Minuten für die Befragung zu nehmen. Es lohnt sich!“

Diesem Aufruf des ADFC schließe ich mich gerne an. Hier geht es zur Befragung. Die Umfrage läuft bis zum 30. November 2020.

Photo: ADFC | April Agentur

Stadtradeln Wuppertal gestartet

In der letzten Woche ist das Wuppertaler Stadtradeln gestartet. Auf Grund der COVID-19-Pandemie hat die Stadt Wuppertal beschlossen, dass es dieses Jahr keine offiziellen Veranstaltungen wie Radtouren oder Auftakt- und Abschlussveranstaltungen geben wird. Trotzdem rufe ich zur Teilnahme am Stadtradeln auf, da wir durch das Stadtradeln einen Nachweis haben, dass in Wuppertal (viel) Fahrrad gefahren wird. Jeder gefahrene und eingetragene Kilometer ist ein weiteres Argument für uns, die Radverkehrsvertretungen in Wuppertal, für mehr Radinfrastruktur im Tal. Das Team der IG Fahrradstadt Wuppertal freut sich über weitere Mitstreiter. Hier geht es zur Anmeldung. Wer nun die typisch Wuppertaler Stadtradeln-Atmosphäre, die Wuppertal von vielen anderen Städten unterscheidet, vermisst, dem seien meine Videos aus dem letzten Jahr empfohlen.