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Bergisches Plateau: Die Beschilderung kommt …

Lange haben wir in der Fahrradstadt Wuppertal über die endgültige Beschilderung im Bereich des Bergischen Plateaus gerätselt. Wird der schmale Asphaltstreifen zwischen dem „Trassenende“ am Wichlinghauser Bahnhof und der Straße Am Diek etwa benutzungspflichtig?  Und: Wie schnell darf auf der Luhnsstraße bzw. der Dr.-Kurt-Herberts-Straße gefahren werden? Seit Wochenbeginn gibt es langsam Gewissheit: Der Asphaltstreifen neben den Straßen bleiben den Fussgängern vorbehalten, Radfahrende sind dort nur geduldet und müssen sich dem Fussverkehr unterordnen. Das gilt auch für den Übergang zwischen Luhnsstraße und Dr.-Kurt-Herberts-Straße.
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Dafür können Radfahrende die Luhnsstraße und Dr.-Kurt-Herberts-Straße gefahrenfrei mitbenutzen. Beide Straßen werden in einen verkehrsberuhigter Bereich umgewandelt. Damit einhergehend ist auch klar, dass eine Benutzungspflicht für den Asphaltstreifen verkehrsrechtlich nicht in Frage kommen kann. Schöner Nebeneffekt: Das wilde Parken auf der Südseite der Luhnsstraße gehört erstmal der Vergangenheit an, da in verkehrsberuhigten Bereichen das Parken außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig ist.

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Meiner Meinung nach, ist die jetzt gefundene Lösung mit das Beste, was sich aus der bestehenden Situation machen ließ. Der Fehler war sicherlich die Planung und der Bau der vorhandenen Infrastruktur vor drei Jahren, die den Anforderungen der Nutzer (vor allem: der Masse der Nutzer) nicht gerecht wird. Der gesamte Bereich zwischen dem Wichlinghauser Bahnhof und der Trassenfortführung kurz vor der Wittener Straße ist und bleibt, im Vergleich der übrigen Nordbahntrasse, ein mittelmäßiger Kompromiss. Die Widmung als „Spielstraße“ entlastet allerdings, insbesondere zu Stoßzeiten, den Asphaltstreifen, wobei auch heute schon viele Radfahrende die Fahrbahn benutzen. Als (freigegebener) Fussweg reicht der Asphaltstreifen aber völlig aus, allerdings würde ich mir gerade für den Übergang zwischen Luhnsstraße und Dr.-Kurt-Herberts-Straße mittelfristig eine Verbreiterung wünschen.

3 Kommentare

  1. Norbert Norbert

    Der Fehler war sicherlich die Planung und der Bau der vorhandenen Infrastruktur

    Ganz sicher. Die jetzige Lösung ist aus Fußverkehrssicht miserabel, auch wenn sie behelmten, westentragenden Pedelec-Rambos entgegen kommen mag. Der schmale Gehweg in einem verkehrsberuhigten Bereich hätte nie für den Radverkehr frei gegeben werden dürfen.

    Schöner Nebeneffekt: Das wilde Parken auf der Südseite der Luhnsstraße gehört erstmal der Vergangenheit an, da in verkehrsberuhigten Bereichen das Parken außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig ist.

    Setzt das jemand durch?

    • christoph christoph

      Das „sicherlich“ und der Hinweis auf das Parkverbot in der Spielstraße war meine Art von Humor – Natürlich wird dort weiterhin geparkt und höchstwahrscheinlich – es stehen zur Zeit noch nicht mal alle Schilder – wird das in Zukunft nicht überwacht. 😉

      Bei Fussgänger-Themen hab ich echt nicht so den Hut auf. Die Freigabe ist für den Fussverkehr wahrscheinlich nicht die beste Lösung. Auf dem Stück vom Kaisers bis zum Trassenzugang kurz vor der Wittener Straße kann man regelmässig sehen, wie Radfahrer sich den Fussgängern unterordnen … nämlich gar nicht.

  2. Christoph Christoph

    Schön auch die „Bremszone“ mittels quer verlegter Pflasterstreifen (Bild 1). Das ist doch genau das, was in ein paar Jahren absackt und sämtliche Nutzer nur nervt.
    Warum braucht man in einem Wohngebiet überhaupt eine Gehwegfreigabe für Radfahrer und warum dann auch noch in beide Richtungen. Als Fußgänger möchte ich da dann auch ungerne entlang gehen.

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