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Kategorie: Nordbahntrasse

Die Trasse verbindet (II) – Mit dem Rad zum Möbelhaus

Letztes Jahr habe ich mit einem nicht ganz ernst gemeinten Video für Furore gesorgt. Es ging damals über den Weg von der Nordbahntrasse zum frisch eröffneten Möbelhaus im Wuppertaler Osten.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Natürlich kann man quer durch den Wald fahren, bzw. schieben, oder direkt die Wittener Straße nehmen. Beide Optionen finde ich allerdings wenig befriedigend. Deshalb habe ich mir erneut die Frage gestellt: Wie kommt man von der Nordbahntrasse am besten zur Wuppertaler IKEA-Filiale?

Für mich kommen ingesamt drei Routen in Frage:

  1. Die direkte Route – Der Nordbahntrasse bis zur kleinen Brücke zwischen dem Haltepunkt Nächstebreck und dem Tunnel Schee folgen. Dort von der Trasse auf die Straße Holtkamp wechseln und dieser den Berg hoch folgen. An der Kreuzung zur Straße Mollenkotten nach rechts abbiegen und dann weiter bis zum „Turbokreisel“ fahren. Dort rechts in die Schmiedestraße einbiegen und bis zum Möbelhaus hinunterfahren. Die Vorteile der Strecke liegen auf der Hand: Sie ist direkt und im Steigungsteil sehr verkehrsarm. Der Nachteil: Die Strecke ist ziemlich steil. Ich empfehle diese Route nur sportlichen oder elektrisch unterstützten Radfahrerinnen und Radfahrer.
  2. Die Golfplatz-Route – Die Golfplatzroute führt – wer hätte das gedacht – über den an die Nordbahntrasse angrenzenden Golfplatz. Von Wuppertal aus fährt man durch den Tunnel Schee und weiter bis zur ersten möglichen Ausfahrt auf der linken Seite. Von aus folgt man dem Radwegenetz NRW über den Golfplatz. An der Kreuzung zur Straße Mollenkotten nach links abbiegen und dann weiter bis zum „Turbokreisel“ fahren. Die Strecke weist, da sie länger ist, eine geringere Steigung auf. Der Anstieg kam mir persönlich etwas leichter vor, als über den Holtkamp. Der Untergrund besteht allerdings teilweise aus Rasenpflaster und lässt sich dementsprechend schlecht fahren.
  3. Die Talradler.de-Empfehlung – Diese Route ist die längste der drei vorgestellten Strecken, aber diejenige mit den besten Kompromissen aus stärkeren Steigungen, leichteren Steigungen und flachen Stücken. Von Wuppertal aus fährt man durch den Tunnel Schee, weiter bis zum ersten Trassenzugang auf der rechten Seite. Dann folgt man dem Kuxloher Weg bis zur Straße Silberberg. Der Silberberg mündet in die Quellenburgstraße, die wir nur für wenige Meter nutzen. Von dort aus biegt man in die Weststraße ab, der bis zum Mündung in die Schmiedestraße gefolgt wird. Auf der Schmiedestraße fährt man für wenige Meter ohne Radverkehrsanlage im Mischverkehr mit, danach stehen Schutzstreifen zur Verfügung. Bis zur Schmiedstaße ist die Strecke sehr verkehrsarm. Geradeaus geht es über den Turbokreisel, bzw. über die benutzungspflichtigen Radwege weiter in Richtung Möbelhaus. Unterm Strich für mich zwar nicht die schnellste, aber von der Steigung her angenehmste Route. Übrigens: Radfahrende, denen einen höhere Verkehrsbelastung egal ist, können sich den Schlenker über die Weststraße auch sparen.

Alle drei Routen sind in dieser Karte zu finden:

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NBT: Brücke Max-Planck-Straße freigegeben

Gute Nachrichten aus dem Ost-Teil der Stadt: Seit gestern ist der Brücken-Ersatzneubau an der Max-Planck-Straße freigegeben. Im August wurde die alte Brücke gesperrt und abgerissen, der Verkehr wurde über eine Ersatzbrücke umgeleitet. Nun steht zwischen dem Viadukt an der Wichlinghauser Straße und dem „Kreisverkehr“ am Carl Duisberg Gymnasium wieder die gesamte Trassenbreite von 6 Metern (2 Meter für den Fussverkehr und vier Meter für den Radverkehr) zur Verfügung.

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500 Besucher bei Schwarzbachtrassen-Begehung

Großer Andrang bei der Begehung der Schwarzbachtrasse. Die Bahntrasse, die früher den Bahnhof Wichlinghausen und den Güterbahnhof Langerfeld verbunden hatte, liegt seit der Einstellung des Zugverkehrs brach. Seit Jahren ist diese Verbindungsstrecke, die über ein hohes Viadukt und durch einen 290 Meter langen Tunnel führt, im Gespräch für eine erste Erweiterung der Nordbahntrasse. Mit dieser Verbindung würden schlagartig viele tausend Menschen Anschluss an die Wuppertaler Nordbahntrasse und damit Zugang zum emissionsfreien Alltags- und Freizeitverkehr erlangen. Ende letzten Jahres zeichnete sich bereits eine Lösung bezüglich des Ausbaues ab: Die WuppertalBewegung übernimmt die Regie bei der Umgestaltung der Trasse, die Kosten übernimmt zu 90% der Bund. Noch im März sollen die Planung und Kostenberechnung dem Fördergeber überreicht werden. Wenn der Förderbescheid vorliegt, rechnet die WuppertalBewegung mit einer Bauzeit von sechs Monaten.

Am vergangenen Samstag konnten die Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger schonmal einen ersten Blick auf die Stecke werfen. Bei leichtem bis mäßigen Regen folgten knapp 500 Trassenfans der Einladung. Vom Bahnhof Wichlinghausen aus, ging es bis nach Langerfeld und wieder zurück. Die bisher zugewucherte und zugemüllte Trasse war im Vorfeld bereits freigeräumt bzw. freigeschnitten worden. Tolle Bilder von der Begehung gibt es auf der Seite der Nordbahntrasse und auch die WZ berichtet von dem samstäglichen Ausflug.

Die knapp 2 Kilometer lange Strecke wird, nach dem erfolgten Umbau, nicht nur Wohnquartiere an die Nordbahntrasse anschließen, sondern auch den Langerfelder Markt und den S-Bahnhof Wuppertal-Langerfeld. Beide Ziele sind innerhalb einer Tempo-30-Zone zu erreichen. Den genauen Streckenverlauf habe ich in dieser Karte und die Anbindung nach Langerfeld dargestellt. Nach dem Ausbau sollte – meiner Meinung nach – die Verlängerung der Strecke über die Spitzenstaße hinweg, durch den Rauentaler Tunnel in Richtung Heckinghausen geprüft und umgesetzt werden.

 

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NBT: Frühjahrssperre im Tunnel Schee

Die Fledermäuse verlassen ihr Winterquartier. Deshalb ist, bereits seit dem 15. Februar, der Schee-Tunnel nachts, von 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr gesperrt. Bereits ab 21:00 Uhr wird das Licht im Tunnel gedimmt. Die Sperrung wird bis zum 15. April aufrecht erhalten.

Im Tunnel Dorp wird abends ebenfalls das Licht gedimmt, unter der Woche (von Sonntag bis Donnerstag) ist der Tunnel von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr unbeleuchtet. Am Wochenende und an Feiertagen ist das Licht zu dieser Zeit stark gedimmt. Auch hier gilt die Regelung bis zum 15. April.

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Nordbahntrasse: Fussgängerbrücke Heubruch abgerissen

Nachdem in den letzten beiden Tagen die Nordbahntrasse im Bereich Heubruch gesperrt war, ist die Nordbahntrasse nun wieder wie gewohnt befahrbar. Grund für die Sperrung war der Abriss der alten Fussgängerbrücke zwischen der August-Mittelsten-Scheid-Straße und der Goldammer Straße. Die marode Fussgängerbrücke war schon seit geraumer Zeit gesperrt. Eine Sanierung kam aus Kostengründen nicht in Betracht. Die Funktion der Brücke übernehmen nun die Trassenzugänge an der Viktorstraße und der Goldammer Straße. Die WuppertalBewegung überlegt Teile der Brücke wiederzuverwenden. In meinem Nordbahntrassen-Eröffnungsvideo sieht man die Brücke noch in Funktion. Damals stand ein Photograph auf der Brücke und photographierte – trotz widriger Umstände – den einfahrenden Nordbahntrassen-Express.

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Bartholomäus-Viadukt: Arbeiten haben begonnen

Nachdem die Arbeiten am Steinweg-Viadukt beendet wurden, wird nun die Fahrbahn auf dem Bartholomäus-Viadukt ausgebessert. Die Arbeiten finden im Rahmen der Gewährleistung statt. Da das Regenwasser nicht in die dafür extra vorgesehene Rinne ablief und sich auf der Fahrbahn immer wieder Pfützen bildeten, musste die ausführende Firma auch hier nochmal ran.

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Nordbahntrasse: Aspahltarbeiten auf dem Steinweg-Viadukt

Da staunte ich heute morgen nicht schlecht. Ohne große Ankündigungen wird zur Zeit die Asphaltschicht auf dem Steinweg-Viadukt erneuert. Die Bauarbeiten sollen, laut Stadt, bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Können aber, bei entsprechend guter Wetterlage, auch vorher beendet sein. Die Arbeiten wurden notwendig, da sich auf dem Viadukt, bei Regen, immer wieder Pfützen bildeten.

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Brücke Wüstenhofer Straße befahrbar

Eigentlich hätte der Ersatzbau der Brücke an der Wüstenhofer Straße bereits im April fertig seien sollen. Jetzt, zum Beginn der dunkleren Jahreszeit, ist die neue Brücke für die Trassennutzer befahrbar. Von der ursprünglich sehr breiten Brücke bleiben nach dem Neubau nur noch 6 Meter (4 Meter Radweg und 2 Meter Fussweg) Breite über. Aktuell müssen noch Restarbeiten am Neubau durchgeführt werden. Außerdem steht noch nördliche Teil der alten Brücke, über den während der Bauphase der Rad- und Fussverkehr umgeleitet wurde. Dieser wird nun abgerissen. Erst nach Abschluss der Arbeiten kann die, unter der Trasse herführende, Wüstenhofer Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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Aktuell nur für Fussgänger freigegeben: Die Wüstenhofer Straße.
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Bergisches Plateau: Die Beschilderung kommt …

Lange haben wir in der Fahrradstadt Wuppertal über die endgültige Beschilderung im Bereich des Bergischen Plateaus gerätselt. Wird der schmale Asphaltstreifen zwischen dem „Trassenende“ am Wichlinghauser Bahnhof und der Straße Am Diek etwa benutzungspflichtig?  Und: Wie schnell darf auf der Luhnsstraße bzw. der Dr.-Kurt-Herberts-Straße gefahren werden? Seit Wochenbeginn gibt es langsam Gewissheit: Der Asphaltstreifen neben den Straßen bleiben den Fussgängern vorbehalten, Radfahrende sind dort nur geduldet und müssen sich dem Fussverkehr unterordnen. Das gilt auch für den Übergang zwischen Luhnsstraße und Dr.-Kurt-Herberts-Straße.
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Dafür können Radfahrende die Luhnsstraße und Dr.-Kurt-Herberts-Straße gefahrenfrei mitbenutzen. Beide Straßen werden in einen verkehrsberuhigter Bereich umgewandelt. Damit einhergehend ist auch klar, dass eine Benutzungspflicht für den Asphaltstreifen verkehrsrechtlich nicht in Frage kommen kann. Schöner Nebeneffekt: Das wilde Parken auf der Südseite der Luhnsstraße gehört erstmal der Vergangenheit an, da in verkehrsberuhigten Bereichen das Parken außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig ist.

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Meiner Meinung nach, ist die jetzt gefundene Lösung mit das Beste, was sich aus der bestehenden Situation machen ließ. Der Fehler war sicherlich die Planung und der Bau der vorhandenen Infrastruktur vor drei Jahren, die den Anforderungen der Nutzer (vor allem: der Masse der Nutzer) nicht gerecht wird. Der gesamte Bereich zwischen dem Wichlinghauser Bahnhof und der Trassenfortführung kurz vor der Wittener Straße ist und bleibt, im Vergleich der übrigen Nordbahntrasse, ein mittelmäßiger Kompromiss. Die Widmung als „Spielstraße“ entlastet allerdings, insbesondere zu Stoßzeiten, den Asphaltstreifen, wobei auch heute schon viele Radfahrende die Fahrbahn benutzen. Als (freigegebener) Fussweg reicht der Asphaltstreifen aber völlig aus, allerdings würde ich mir gerade für den Übergang zwischen Luhnsstraße und Dr.-Kurt-Herberts-Straße mittelfristig eine Verbreiterung wünschen.

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