Zum Inhalt springen

Happy Birthday, Nordbahntrasse!

Am 19. Demzember 2014 wurde die Nordbahntrasse offiziell eröffnet. Grund genug um heute einmal zurückzuschauen um das wichtigste Wuppertaler Radverkehrsprojekt zu würdigen. Obwohl die 23 Trassenkilometer erst Ende 2014 freigegeben wurden, waren einzelne Teilstücke auch schon vorher befahrbar. Immer wieder habe ich kurze Videos produziert, die den Baufortschritt dokumentierten. Hier eine kleine Auswahl meiner selbstproduzierten Trassenvideos.

Tunneldurchfahrt Engelnberg

Tunneldurchfahrt Engelnbergtunnel

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Mein erstes Trassenvideo ist genau zehn Jahre alt. Damals wurde gerade die Asphaltschicht im Tunnel Engelnberg aufgetragen. Damals war der Tunnel noch nicht saniert. Die Folge: Der Tunnel war nicht beleuchtet, außerdem gab es – durch die massive Eiszapfenbildung an der Tunneldecke – eine Sperrzeit im Winter.

Trassenupdate – August 2011

Nordbahntrasse – Anfang August 2011

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Mit wie wenig man doch zufrieden sein kann: Der befahrbare Bereich begann damals an der Buchenstraße und führte bis zum Loh. Ab der Rudolfstraße war dann wieder ein Teilstück bis zum Viadukt Uellendahler Str., inklusive dem unbeleuchteten Tunnel Engelnberg, asphaltiert. Danach konnte man über den Schotter noch bis zum Bahnhof Ottenbruch fahren. Aus heutiger Sicht lächerlich, damals ein großer Schritt voran.

Trassenupdate – Mai 2013

Die Wuppertaler Nordbahntrasse im Mai 2013

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Im Sommer 2013 konnte man zum ersten Mal die Trasse zwischen dem Zugang und Buchenstraße und dem Bahnhof Ottenbruch durchgängig nutzen. Damals war die Trassenbeleuchtung gerade installiert und wartete mit einem Kuriosum auf: Um Mitternacht ging das Licht aus!

Trassenupdate – Dezember 2013

Nordbahntrasse Dezember 2013

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Im Wuppertaler Osten tut sich einiges. Ein Teilstück der Kohlenbahnschleife ist bereits befahrbar. Am Heubruch wird der Fussweg gebaut. Die großen Viadukte sind noch nicht saniert und somit nicht befahrbar. Ein paar Tage später ist auch die Schlucht Bramdelle asphaltiert.

Trassenupdate: April 2014

Nordbahntrasse Wichlinghausen

Dieses Video ansehen auf YouTube.

In Wichlinghausen entstehen die Fussgängerwege. Das Viadukt an der Wichlinghauser Straße steht über Ostern offen und zieht viele Schaulustige an. Im August wird das Viadukt asphaltiert.

 

Trassenupdate: Oktober 2014

Nordbahntrasse Heubruch

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Im Bereich Heubruch wird die Trasse asphaltiert. Erstmals kann man durch den Fatloh-Tunnel fahren. Am Viadukt Bartholomäusstraße ist Schluss. Der Rest der Trasse kann sich auch sehen lassen.

Trassenrückblick 2007

Unterwegs auf der Nordbahntrasse (Dezember 2007)

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Kurz bevor die Nordbahntrasse offiziell eröffnet wird, schaue ich im Blog in einer siebenteiligen Reihe nochmal zurück auf die Zeiten, bevor die Nordbahntrasse als Radweg ausgebaut wurde. Im Video sieht man z.B. die Streetart-Arbeiten Armee der verlorenen Seelen von Os Gêmeos & Nina im Rotter Tunnel, sowie Natural Reaction von Kami & Sasu im Tunnel Fatloh.

Trasseneröffnung – Dezember 2014

Eröffnung der Nordbahntrasse – NordbahnExpress

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Mit dem NordbahnExpress fahren über 100 Radfahrende, bei strömenden Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt von Vohwinkel nach Wichlinghausen um die Eröffnung der Nordbahntrasse zu feiern. Die gesamte Trasse ist nun durchgängig befahrbar. An den folgenden Weihnachtsfeiertagen erkunden die Wuppertaler die Trasse.

März 2015 – Rappelvoll!

Nordbahntrasse – Rappelvoll!

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Die Nordbahntrasse ist eine Erfolgsgeschichte: Zum ersten Mal merkt man das so richtig im März 2015. Über 1.000 Radfahrenden passieren pro Stunde den Mirker Bahnhof.

Die Nordbahntrasse in 120 Sekunden

Die Wuppertaler Nordbahntrasse in 120 Sekunden

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Ende 2015 produziere ich diese Video, dass die Nordbahntrasse in 120 Sekunden präsentiert.

13 Kommentare

  1. Roger Roger

    Hi
    die Nordbahntrasse ist affentittengeil und eine Attraktion, für die es sich lohnt, nach W-tal zu radeln, ich hab es einige Male getan.
    Höchsten Respekt und Bewunderung für alle die, die sich für sie eingesetzt und sie möglich gemacht haben.

    Dafür ist die Critical Mass in W-tal die blanke Hölle. Nach einigen leidvollen Teilnahmen habe ich sie mir sehr leicht wieder abgewöhnt. Ich fahre doch lieber zwischen 10000 Autos als zwischen den paar hundert Bikes bei der CM W-tal.

    Zwischen den 10000 Autos ist es nämlich deutlich leiser. Bei der CM fahren zuviele Leute mit sog. „Soundbikes“ die meinen, im Radius von Kilometern alle Welt mit ihrem „Musik“-Geschmack zwangsbeglücken zu müssen. Also volles Rohr die Lautstärke aufdrehen. Genau wie die Asis in ihren tiefergelegten, breitreifigen Poser-Karren, über die man sich so gerne lustig macht.

    Ich habe mich einige Male beschwert und um reduzierte Lautstärke gebeten, als es mir im Ohr wehtat und vor lauter „Sound“ keine Unterhaltung mit irgendjemandem mehr möglich war. Die Reaktionen waren allesamt sehr aggressiv und lauteten „Fahr doch woanders“, „Bleib doch zuhause“ usw. Nach letzterer Aufforderung habe ich die CM W-tal unmittelbar verlassen und bin ihr bis heute ferngeblieben. Ich kenne in meiner Gegend wunderbare Strecken, auf denen ich mit Ruhe radeln kann. Ohne CM, aber dafür ohne Lärmterror, ohne -pardon- arrogante Arschlöcher. Sry, das musste raus.

    Einer der vielen Vorzüge des Verkehrsmittels Fahrrad ist, dass es keinen Lärm verursacht. Lest mal nach, wieviele Menschen im Land unter Lärm leiden, welche Krankheiten dadurch verursacht werden, wieviele vorzeitige Todesfälle, welcher Verlust an Lebensqualität etc. Nein, Ihr müsst das nicht nachlesen denn jeder weiß das ohnehin.

    Wenn wie in Wups das Fahrrad gar nicht leiser ist als die Kfz, dann kann es einem auch egal sein, ob die Leute Rad fahren oder Auto.

    Gruß aus Kerpen von Roger

    • christoph christoph

      Hallo Roger,

      Andere Mitfahrer als Arschlöcher zu titulieren ist vielleicht auch nicht der richtige Weg. Der Vergleich mit den „10.000 Autos“ ist ebenfalls unpassend, das gilt im übrigen auch für die anderen Vergleiche am Ende deines Kommentars. Mein Tipp: Was in der Nähe der Soundbikes noch recht laut klingt, kann man schon wenige Meter dahinter nicht hören. Einfach etwas zurückfallen lassen oder etwas vorfahren und dann die Fahrt genießen. Ich glaube allerdings, dass die CM nicht das ist, was du suchst, wenn du im Satz darauf etwas von „schönen Strecken“ zum „in Ruhe“ fahren suchst.

      • Roger Roger

        Hallo Christoph
        der naheliegende „Tipp“, den Lärm-Bikes doch einfach aus dem Weg zu gehen, ist aus zwei Gründen nicht zielführend:

        Erstens ganz praktisch: Hat man sich von der einen Krachquelle entfernt, ist man gleich bei der nächsten gelandet. Man ist quasi ständig auf der Flucht vor der ungewollten Beschallung. Und jeder weiß, dass man innerhalb einer CM nicht so einfach den Platz wechseln kann. Man ist ja meist „eingekeilt“ zwischen all den anderen. Und vllt fährt man ja mit Freunden und Bekannten zusammen, die man bei der ganzen Flüchterei jedesmal verlassen müsste.

        Zweitens ganz grundsätzlich: Es gilt das Verursacherprinzip. Nicht der Geschädigte sondern der Schädigende ist dafür verantwortlich, dass durch seine Emissionen keine Schäden entstehen. Heißt: Die Mühe, sich entfernen zu müssen, obliegt dem Krachmacher. Es wäre Sache der Lärmbiker, sich z. B. an einem Ende der CM zu tummeln, an dem sie niemanden nerven.

        Andersherum wäre das so als wenn die Nichtraucher den Raum verlassen müssten, wenn sie durch Zigarettenrauch geschädigt werden. Aus gutem Grund (und nach langem Kampf!) sind es aber die Raucher (die Emittenten) die man vor die Tür schickt.

        Leuten, die eine CM ohne hämmernden Tekkno-Sound wollen, von der Teilnahme an der CM abzuraten, halte ich auch nicht für sehr sinnig. Zum einen gibt es andere CMs als die in Wups, bei denen das Problem weitaus weniger massiv auftritt. Ich fahre seit Jahren regelmäßig in Köln mit und da geht es einigermaßen.

        Zum anderen: Auch wenn die Motive jedes Einzelnen unterschiedlich sein mögen: Im Grunde ist die CM eine politische Sache, eine Aktion pro Radverkehr. Keine „Veranstaltung“, schon klar. Aber so etwas wie ein Zeichen: „Wir sind Verkehr“. Faktisch (nicht formal) eine Fahrraddemo. Davon Leute auszuschließen, weil sie die Beschallung nicht wollen, heißt Verbündete im gemeinsamen Anliegen auszuschließen. Hilft das?

        Für das, was die Lärmbiker wollen, gibt es andere Veranstaltungen, von denen ich mich nur zu gerne fernhalte: Sie lauten Loveparade, Rosenmontagszug, Cristopher Street Day. Da gehört der Lärm zum Programm, da ist das ok.

        Das A-Wort beziehe ich ausdrücklich nur auf die sehr wenigen, die meinen, ihre180 bpm mit 150 Db seien einfach so toll, ich solle mich gefälligst nicht so anstellen. Für diese Leute habe ich nicht nur kein anderes Wort, denen wünsche ich baldigen Tinnitus plus Schwerhörigkeit. Sie sind nicht meine Freunde und auch nicht meine Verbündeten.

        Alle anderen bitte ich um Entschuldigung für die heftige Wortwahl.

        LG Roger

        • christoph christoph

          Naja: Menschen, die anderen Menschen dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigungen wünschen, sind auch nicht meine Freunde oder Verbündete.

        • Roger Roger

          Aber Leute, die selbiges anderen mal eben so tatsächlich zufügen (nicht nur wünschen), nur um des eigenen Genusses willen, die sind also schon deine Freunde, ja?

          Für mich sind das nur stinknormale rücksichtlose Rüpel wie man sie im Straßenverkehr leider gelegentlich antrifft. Nur sonst eben meist unter der testosteronstrotzenden Autofahrerfraktion.

          Wenn sie den gleichen Radau bei sich zuhause veranstalten würden, gäbe es üblen Streß mit den Nachbarn. Und Team Blau vor der Haustür.

  2. Norbert Norbert

    Jemand bittet darum, dass die Musik leiser gemacht wird, weil sie als zu laut empfunden wurde. (Ich war auf ein paar CM in verschiedenen Städten und empfand diese Soundbikes auch eher als zu dominant.) Das finde ich kein verwerfliches Verhalten und normal wäre, der Bitte nachzukommen. Wenn es kein Entgegenkommen gibt, finde ich den Begriff „Arschloch“ jetzt nicht daneben gegriffen, wenn jemand darüber berichtet. Er war ja ganz eindeutig nicht auf die Teilnehmer als ganzes bezogen. Arschloch wird hier im Ruhrgebiet für jemand verwendet, der sich nicht angemessen verhält. Aber vielleicht ist das im Bergischen Land anders.

    Wenn man diese Debatte beiseite lässt, wirft der Post durchaus die berechtigte Frage auf, ob die Dauerbeschallung mit lauter Musik der Sache dienlich ist (einerseits bzgl. der Außenwahrnehmung, anderseits bzgl. der ausschließenden Wirkung). Wie man das beantwortet, mag jedem selber überlassen sein, aber die Frage sollte man stellen dürfen. Dabei – da hat Roger recht – spielt das Verursacherprinzip schon eine wichtige Rolle, bei der Frage, wer eher Rücksicht nehmen sollte.

    Und mal ganz ehrlich: ist es nicht etwas unrealistisch zu glauben, bei drei- oder vierstelliger Teilnehmerzahl gäbe es nicht ein paar Arschlöcher drunter? Nur weil jemand Fahrrad fährt, ist er noch kein besserer Mensch.

    Ob die Kritik hier aber auf den richtigen trifft? Christoph habe ich bisher nicht als aggressiven, engstirnigen Menschen kennen gelernt, wenn man sich gelegentlich über den Weg läuft. Und auch hier unterscheidet er sich ja auch in der Wortwahl deutlich von der Seite eines münsterraner Radfahrers.

    • christoph christoph

      Christoph habe ich bisher nicht als aggressiven, engstirnigen Menschen kennen gelernt, wenn man sich gelegentlich über den Weg läuft

      Danke für die Blumen! 😉 – Ich würde mich auch nicht als solches bezeichnen. Deshalb sind diese Diskussionen für mich auch so schwierig. Warum?

      1. Das Argument „überall sind Soundbikes“ ist empirisch nicht nachvollziehbar. Ich habe alleine dieses Jahr rund 50 Critical Mass-Durchfahrten (von Anfang bis Ende) in Wuppertal, Düsseldorf und Köln gefilmt (und gerade extra nochmal ausgewertet): Überall das gleiche – von mir oben schon skizzierte – Bild. Neben Bereichen mit Soundbike gibt es – meist an der Spitze und im hinteren Drittel – große Passagen ohne jegliche Beschallung. By the Way: Die Leute rund um die Soundbikes haben in meinen Videos keine schmerzverzerrten Gesichter, sondern jede Menge Spass. Auch die Rückmeldungen über die Wuppertaler CM bei der ein DJ auf einem Soundanhänger mitgefahren ist, hat sehr viel Feedback ausgelöst: Fast nur positives.

      2. Verursacherprinzip: Natürlich! Bringt aber nicht weiter, außer in Internet-Diskussionen, in denen man Recht haben will. Auf der CM habe ICH mich – und daher auch der Tipp – wenn ich mit Leuten reden wollte, einfach ein paar Meter zurück fallen lassen. Ich habe das aber auch nie als Einschränkung meiner Freiheit aufgefasst, sondern empfinde dieses als diesen „flüssigen“ Aspekt, den ich an der CM so mag.

      Das Vorfahren und Zurückfallen lassen funktioniert recht gut. Der Vergleich mit dem Rauchverbot hinkt: Wir sind weder in einem geschlossenen Raum, noch an einem statischen Ort. Die Vorstellung, dass eine Person in einer CM an einer bestimmten Postion mitfährt und sich alle anderen dieser Person unterordnen müssen (egal ob jetzt die Musikfraktion ist oder die Leute, die lieber eine Schweigefahrt haben wollen), halte ich für abwegig. Die CM wird auf jedem Meter der gefahren wird neu verhandelt. Leute finden zusammen, Gruppen trennen sich, Neue Gruppen bilden sich, Leute verlassen die Mass, andere kommen hinzu, die Route wird vorne ausdiskutiert usw. Das passiert alles vor Ort (Die Qualität der Entscheidungen möchte ich an dieser Stelle nicht bewerten)! Deshalb ist es auch müssig diese Dinge so zu diskutieren. Sinnvoller wäre es, die Menschen vor Ort anzusprechen. Am besten noch bevor man den Startpunkt verlässt. Das wäre ein konstruktiver Ansatz.

      Und mal ganz ehrlich: ist es nicht etwas unrealistisch zu glauben, bei drei- oder vierstelliger Teilnehmerzahl gäbe es nicht ein paar Arschlöcher drunter? Nur weil jemand Fahrrad fährt, ist er noch kein besserer Mensch.

      Genau! Da fahren sicherlich einige Arschlöcher mit, mit Soundbike oder ohne! Da fahren auch ganz viele Leute ohne diesen moralischen Ansatz mit, sonder einfach nur, weil sie nur Fahrrad fahren wollen. Das finde ich recht erfrischend.

  3. Norbert Norbert

    Das Argument „überall sind Soundbikes“ ist empirisch nicht nachvollziehbar. Ich habe alleine dieses Jahr rund 50 Critical Mass-Durchfahrten (von Anfang bis Ende) in Wuppertal, Düsseldorf und Köln gefilmt (und gerade extra nochmal ausgewertet): Überall das gleiche – von mir oben schon skizzierte – Bild. Neben Bereichen mit Soundbike gibt es – meist an der Spitze und im hinteren Drittel – große Passagen ohne jegliche Beschallung.

    Ich fand bei den paar CM in W, DO und BO, wo ich war, die Musik schon sehr dominant und es war immer ein sehr spezieller CM-Sound. Aber „überall“ ist ein so dehnbarer Begriff in dem Zusammenhang. Und wenn man das erst einmal als störend wahr genommen hat wie Roger, dann nimmt man das auch intensiver war. Weswegen ich es gar nicht für ausgeschlossen halte, dass die gleiche Situation hier so unterschiedlich wahrgenommen wird/wurde. Von daher finde ich es schwierig, wenn hier wechselseitig eine „echte“, „wahre“, … – oder wie auch immer das richtige Adjektiv ist – Wahrnehmung abgesprochen wird, wie in Punkt 2 auch wieder latent.

    By the Way: Die Leute rund um die Soundbikes haben in meinen Videos keine schmerzverzerrten Gesichter, sondern jede Menge Spass. Auch die Rückmeldungen über die Wuppertaler CM bei der ein DJ auf einem Soundanhänger mitgefahren ist, hat sehr viel Feedback ausgelöst: Fast nur positives.

    Die, die deswegen wie Roger wegbleiben, sieht man logischer Weise nicht. Über die Größenordnung diese Gruppe kann man jetzt spekulieren, es gibt aber keine brauchbaren Anhaltspunkte.

    Die Vorstellung, dass eine Person in einer CM an einer bestimmten Postion mitfährt und sich alle anderen dieser Person unterordnen müssen (egal ob jetzt die Musikfraktion ist oder die Leute, die lieber eine Schweigefahrt haben wollen), halte ich für abwegig.

    Da ich von der Kritik nicht betroffen bin, hatte ich den Ursprungspost anders gelesen und lesen ihn auch noch anders. Es ging Roger nie darum, dass es keine Musik mehr geben soll, sondern allein um die Frage, ob sie so laut sein muss, wie sie ist. Und die Frage, die er aufgeworfen hat, ist ganz untergegangen: Warum soll laute Musik besser sein, wenn sie von einem Lastenrad kommt anstatt aus einem tiefergelegten Auto. Ich würde da den gleichen Maßstab anlegen.

    Sinnvoller wäre es, die Menschen vor Ort anzusprechen. Am besten noch bevor man den Startpunkt verlässt. Das wäre ein konstruktiver Ansatz.

    hmm, siehe:

    Ich habe mich einige Male beschwert und um reduzierte Lautstärke gebeten

    Ich war nicht dabei und kenne den Tonfall nicht auf beiden Seiten, aber im Grundprinzip ist das doch der richtige Weg gewesen.

    • christoph christoph

      Aber „überall“ ist ein so dehnbarer Begriff in dem Zusammenhang. Und wenn man das erst einmal als störend wahr genommen hat wie Roger, dann nimmt man das auch intensiver war.

      Ungenommen, trotzdem gab es auf jeder CM im letzten Jahr größere Bereiche in denen keine Musik zu hören war. Das sollte man zumindest mal zur Kenntnis nehmen.

      Die, die deswegen wie Roger wegbleiben, sieht man logischer Weise nicht. Über die Größenordnung diese Gruppe kann man jetzt spekulieren, es gibt aber keine brauchbaren Anhaltspunkte.

      Würde ich nicht so sehen. Im Nachgang einer CM kann man, zumindest in den sozialen Medien, gut ablesen wie eine CM angekommen ist. Das ist zumindest ein Anhaltspunkt.

      Es ging Roger nie darum, dass es keine Musik mehr geben soll, sondern allein um die Frage, ob sie so laut sein muss, wie sie ist.

      Wo wir wiederum bei der Frage von Verhältnismäßigkeit. Wie laut ist laut, wie leise ist leise? Dazu passt auch recht gut …

      Warum soll laute Musik besser sein, wenn sie von einem Lastenrad kommt anstatt aus einem tiefergelegten Auto. Ich würde da den gleichen Maßstab anlegen.

      Wie „laut“ ist „laute Musik“ aus einem Auto, wie „laut“ von einem Lastenrad. Wie unterscheidet sich tatsächliche Lautstärke von empfundener? Bevor man verallgemeinert sollte man sich darüber klar sein.

      Ich war nicht dabei und kenne den Tonfall nicht auf beiden Seiten, aber im Grundprinzip ist das doch der richtige Weg gewesen.

      Sehe ich auch so. Hat aber in dem Fall nicht zum Erfolg geführt. Kenne allerdings auch Situationen, in denen so ein Dialog erfolgreich war. Woran es in dieser Situation gehapert hat, können wir beide fairerweise nur raten.

  4. Norbert Norbert

    Es ist schon über drei Jahre her, dass ich mal bei der CM Wuppertal war. Von daher kann ich das nicht beurteilen, welche Reichweite Musik nun da in Wuppertal hatte bei der CM, bei der Roger war. Wenn ich das mal mit den Sternfahrten im Ruhrgebiet vergleiche, dann halte ich es für durchaus denkbar, dass es auch musiklose Abschnitte gibt.

    Im Nachgang einer CM kann man, zumindest in den sozialen Medien, gut ablesen wie eine CM angekommen ist. Das ist zumindest ein Anhaltspunkt.

    Das gibt dir einen Anhaltspunkt darüber, wie es bei den Teilnehmer*innen ankam. Das ist ja nicht falsch und den Zahlen zu Folge, erreicht die CM in Wtal ja auch einige Leute. Ich ging aber von einer anderen Grundgesamtheit aus, nämlich aller Menschen, die halbwegs regelmäßig Radfahren. Und die schreiben ja nicht jeden Monat ins Netz, dass sie nicht hingegen, weil …

    Und diese Social-Media-Radszene dürfte bei weitem nicht repräsentativ sein. Ich beobachte das ja schon länger und soweit man Infos über die Akteure bekommt, deutet doch vieles auf eine deutliche Überrepräsentanz von Männern, Akademiker*innen, 20-40-jährigen, Menschen ohne Migrationshintergrund hin. Ein Beispiel. Vor dem zweiten Weltkrieg muss es reihenweise eigene Arbeiter-Radfahrer-Verbände (bewusst ohne *innen) gegeben haben. Heute gibt es weder arbeiterradler.de oder RadundhartzIv.de als Blogs.

    Und um deine Frage zu beantworten: Ich mag von gar keine zwangsbeschallt werden. Weder aus Autos, noch von Lastenrädern noch aus Weihnachtsmarktbuden. 🙂

    • christoph christoph

      Wenn ich das mal mit den Sternfahrten im Ruhrgebiet vergleiche, dann halte ich es für durchaus denkbar, dass es auch musiklose Abschnitte gibt.

      Immerhin 😉

      Das gibt dir einen Anhaltspunkt darüber, wie es bei den Teilnehmer*innen ankam.

      Vertue dich mal nicht. Da kommt auch an, wie das bei anderen Menschen angekommen ist. Teilweise auf der FB-Seite oder Gruppe der jeweiligen Mass, als auch in den Stadt- und Stadtteilgruppen.

      Vor dem zweiten Weltkrieg muss es reihenweise eigene Arbeiter-Radfahrer-Verbände (bewusst ohne *innen) gegeben haben. Heute gibt es weder arbeiterradler.de oder RadundhartzIv.de als Blogs.

      Das liegt aber weniger an der Musik auf der Critical Mass als an der Entsolidarisierung des Proletariats.

      Ich mag von gar keine zwangsbeschallt werden. Weder aus Autos, noch von Lastenrädern noch aus Weihnachtsmarktbuden.

      Dem bin ich mir bewusst. Wir haben ja auch schon in der Vergangenheit sehr angeregt über das Phänomen Critical Mass diskutiert. 😉

      • Norbert Norbert

        Das liegt aber weniger an der Musik auf der Critical Mass als an der Entsolidarisierung des Proletariats.

        Musik auf der CM führt dazu, dass Nicht-Akademiker sich nicht mehr für eine Verbesserung der Situation für Radfahrer einsetzen. Das wäre eine interessante These. 😉

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.