Nachdem in den letzten beiden Tagen die Nordbahntrasse im Bereich Heubruch gesperrt war, ist die Nordbahntrasse nun wieder wie gewohnt befahrbar. Grund für die Sperrung war der Abriss der alten Fussgängerbrücke zwischen der August-Mittelsten-Scheid-Straße und der Goldammer Straße. Die marode Fussgängerbrücke war schon seit geraumer Zeit gesperrt. Eine Sanierung kam aus Kostengründen nicht in Betracht. Die Funktion der Brücke übernehmen nun die Trassenzugänge an der Viktorstraße und der Goldammer Straße. Die WuppertalBewegung überlegt Teile der Brücke wiederzuverwenden. In meinem Nordbahntrassen-Eröffnungsvideo sieht man die Brücke noch in Funktion. Damals stand ein Photograph auf der Brücke und photographierte – trotz widriger Umstände – den einfahrenden Nordbahntrassen-Express.

Kurze Rückmeldung zum B7-Fahrverbot: Ulrich Schmidt hatte gegen das Verbot für Radfahrer auf der B7 zwischen Ohligsmühle und Sophienstraße geklagt. Am 17. Januar wurde die Klage vor dem  Düsseldorfer Verwaltungsgericht verhandelt, ein Urteil wurde nicht gesprochen, sondern sollte den Parteien zugestellt werden. Gestern hatte Ulrich Schmidt das Urteil im Briefkasten. Die Klage gegen das B7-Fahrverbot wurde abgelehnt. Laut Gericht sei die Umleitung über die Aue zumutbar.

Auf der Nordbahntrasse kommt in Zukunft ein Lastenrad zur Trassenpflege zum Einsatz. Am vergangenem Freitag wurde das elektrisch unterstützte Lastenrad der Trassenmeisterei übergeben. Möglich wurde die Anschaffung durch die Wuppertaler Abfallwirtschaftsgesellschaft, die die Kosten für Cleanchen übernommen hatten.

Auch Lutz Eßrich von der Wuppertalbewegung ist begeistert. Das Rad „soll den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern und den Ablauf komfortabler machen, zugleich ein Ausdruck des Dankes und unserer laufenden Wertschätzung für ihr tägliches Engagement sein.“

Der Anschaffung vorausgegangen war eine ausführliche Testwoche mit Fienchen, sowie die intensive Beratung durch die Fahrradstadt Wuppertal.  Im Dezember hatten wir Fienchen für eine Woche an die Trassenmeisterei ausgeliehen … und von den Vorzügen eines Lastenrads überzeugt!

Gestern fand die mündliche Verhandlung gegen das Fahrbahnverbot auf der B7 vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht statt. Gegen das Fahrbahnverbot hatte Radfahrer und IG Fahrradstadt Mitglied Ulrich Schmidt geklagt. Die mündliche Verhandlung gestern endete ergebnislos. Das Urteil wird dem Kläger und der Beklagten voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen zugestellt. Ich war, gemeinsam mit einigen weiteren Besuchern, vor Ort und habe nach der Verhandlung mit Ulrich Schmidt gesprochen.

Worum geht es genau? 
Auf der B7, in Fahrrichtung Westen ist zwischen Ohligsmühle und Sophienstraße, ist seit Mitte 2015 die Durchfahrt für Radfahrer verboten. Die Stadt Wuppertal begründet dieses Verbot mit einer örtlichen Gefahrenlage, die damals an dieser Stelle bestand. Dagegen hat Ulrich Schmidt geklagt. Außerdem richtete sich eine zweite Klage gegen die verwehrte Öffnung der Busspur.

Medienspiegel:
Radfahrer zieht gegen die Stadt vor Gericht (WZ Wuppertal)
B7 besser als Aue (WZ Wuppertal)
Radfahraktivisten gespannt auf Urteil (WZ Wuppertal)
B7 verboten! Radfahrer zieht vor Gericht (WDR Wuppertal)

Mit dieser guten Nachricht starten wir in die neue Woche: Der Winterdienst auf der Nordbahntrasse läuft gut. Von Bracken bis Vohwinkel ist die Trasse geräumt. Hier sind die Links am Montag:

  • Radweg oder Straße? Diese Frage polarisiert die (Alltags)Fahrrad-Community. Mit „Ich habe die Schnauze voll vom Vehicular Cycling“ läutet Malte von Radverkehrspolitik die nächste Runde im Schlagabtausch um das Lieblings-/Hass-Thema ein.
  • Bei D-Radio Wissen gibt es einen interessanten Beitrag zum Thema Radfahren im Winter.
  • Morgen wird vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf die Klage von Ulrich Schmidt gegen die Stadt Wuppertal verhandelt. Die Klage richtet sich gegen das Fahrbahnverbot für Radfahrer auf der B7, zwischen Ohligsmühle und Robert-Daum-Platz. Die Verhandlung beginnt um 10:45 Uhr in Saal 351 und ist öffentlich.

  • Am Freitag fand die erste Critical Mass Wuppertal im noch jungen Jahr statt. Mit 69 Radfahrenden war diese Neujahrstour deutlich besser besucht als erwartet. Bei -4°C war mir nicht wirklich nach filmen, von daher gibt es dieses Mal kein Video.
  • Brent Toderian schreibt auf metronews.ca über die falschen Vorstellungen im Bereich Stadtplanung und wie sie durch Mathematik widerlegt werden können.
  • In seinem ersten großen Blogbeitrag widmet sich Simon von Pedalkultur den Fussgängern in Wuppertal.

Neues Jahr, neues Glück … und zumindest für mich nochmals der Vorsatz die Kategorie Links am Montag etwas regelmässiger zu pflegen. Für 2017 wünsche ich allen Lesern ein tolles neues Jahr und immer genug Luft im Reifen. Das Jahr fing direkt mit dem ersten Schneefall in diesem Winter an. Seit zwei Jahren gibt es bereits auf der Nordbahntrasse einen Winterdienst, der heute früh wirklich gute Arbeit geleistet hat.

  • Seit gestern gelten für Radfahrer an Ampeln neue Verkehrsregeln. Malte aus Hamburg hat die neuen Regelungen auf der Seite Fahrradampel.de zusammengetragen und aufgearbeitet.
  • Zwischen Ohligsmühle und Robert-Daum-Platz darf man mit dem Rad nicht mehr über die B7 fahren. Nun wird dagegen geklagt.  
  • Das WDR Fernsehen hat eine Dokumentation über Illegale Autorennen produziert: Sehenswert!

 

Mit diesen kurzen Rückblick verabschiede ich mich von 2016. Ein tolles erstes Fienchen-Jahr liegt hinter uns und ein weiteres spannendes Jahr wirft seine Schatten voraus. Das gesamte Fienchen-Team (inklusive mir) bedankt sich bei allen, die uns in diesem Jahr unterstützt haben und wünschen einen guten Rutsch und ein großartiges 2017.