Morgen ist es soweit: Der „PanoramaRadweg niederbergbahn“ wird eingeweiht. Nach ersten Überlegungen im Jahre 2008 wurde 2009 mit den Planungen und den ersten Bauarbeiten begonnen. Für rd. 12 Mio. Euro enstand nicht nur ein vorbildlicher Radweg von Wülfrath bis an die Ruhr, sondern auch ein touristisches Highlight, dass mit Sicherheit viele Touristen in die Region bringt. Zur Einstimmung hier nochmals einige sehenswerte Links rund um die Niederbergbahn:

Infoseite vom ADFC Wuppertal
Infoseite des Kreis Mettmann
Eintrag bei Bahntrassenradlen.de

Die offizielle Webseite wird in den nächsten Tagen freigeschaltet.

Die Nordbahntrasse war mal wieder Thema in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen am 06.07.2011. Im Rahmen eines mündlichen Berichtes des Beauftragten für den nicht-motorisierten Verkehr Rainer Widmann wurden einige (neuen) Informationen zur Planung und zum Baufortschritt publik. Hier einige Punkte aus der öffentlichen Niederschrift:

  •  Das Verlegen der Leerrohre zwischen Dorp und Mirke, sowie die Mauerwerkssanierungen im Bereich Dorrenberg sind inzwischen abgeschlossen.
  •  Zwischen Mirke und Ottenbruch haben die Schredder- und Verdichtungsarbeiten begonnen.
  • Zwischen Tunnel Rott bis Westkotter Straße wird die Strecke freigeschnitten um die Leerrohrverlegung und die Vermessungsarbeiten zu ermöglichen.
  • Die Materiallieferungen für den Wegebau wurden EU-weit ausgeschrieben.
  • Die Planung für die Eröffnung des Tunnel Dorrenberg ist nun auf Frühsommer 2012 terminiert.
  • Ein kostengünstiger Zugang am Bahnhof Ottenbruch wird noch geprüft.
  • Die Ausschreibung für einen Projektsteuerers ist nun EU-weit ausgeschrieben, mit einer Einstellung ist somit erst ab November 2011 zu rechnen.
  • An einer Lösung für den Zugang Schleswiger Straße wird zwischen Stadt, Vertretern des Behindertenbeirates und der WuppertalBewegung gearbeitet. Dabei wird eine „technische Lösung“ in’s Auge gefasst.

Die Niederschrift ist öffentlich und kann unter folgendem Link eingesehen werden:
Niederschrift der Sitzung (PDF, externer Link)

Der ADFC Wuppertal hat seine Informationsseite über die Niederbergbahn einer umfassenden Frischzellenkur unterzogen. Nachdem die Seite seit Monaten über den kontinuierlichen Bauverlauf der Trasse berichtet hatte, gibt es nun für diese Art von Berichterstattung keine Daseinsberechtigung. Neben einer Darstellung des Streckenverlaufs informiert der ADFC auf seiner Sonderseite über Anbindungen an andere bergische Trassen oder nahegelegene Bahnhöfe. Die Verbindungen sind auch über einen Link bei Google Maps abrufbar. Ferner zeigt die Seite auch Sehenswertes rund um die jüngste der bergischen Trassen. Auf einer zweiten Seite kann man den Bauverlauf der Trasse noch einmal revue passieren lassen.

Zugegeben: Er macht – innerhalb des Wuppertaler Radnetzes – nicht viel Sinn, und in den Kommentaren der Wuppertaler Rundschau wird er als „Schwachsinn“ und „Unfug“ bezeichnet, aber ich finde ihn gut. Die Rede ist vom neuen Radstreifen vor dem Barmer Heizkraftwerk. Da der Barmer Bahnhof mein bevorzugter Fahrrad-Austeige-Bahnhof ist, nutze ich den Streifen regelmässig und gerne. Als ich letzte Woche das erste Mal an der Stelle vorbeigefahren bin, passierte mir etwas, das einem  Wuppertaler Radfahrer nicht oft passiert, ich war positiv überrascht.


Auch wenn die Strecke noch in Bau ist: Man ist nie alleine auf der Niederbergbahn, obwohl sie bis zum 16. Juli noch eine Baustelle ist. Nach Informationen des ADFC-Wuppertal hat man in Velbert inzwischen damit begonnen den illegalen Trassenbenutzern Bußgelder von bis zu 30 Euro aufzubrummen. Wenn dieses am Wochenende, Abends oder auf fertigen Bereichen geschehen seien soll, fände ich es übertrieben. Wenn aber nun übereifrige Trassenfans während der Arbeitszeit versuchen über eine frische Asphaltdecke zu fahren, kann ich das Verhalten der Behörden allerdings gut verstehen. So oder so: Dieser Zustand wird bald sein Ende finden und die Freude über diesen Radweg und seine schnelle und gelungene Umsetzung deutlich überwiegen. Weiter, wenn auch nicht so schnell, geht es auf der Nordbahntrasse. Die Ausschreibung für das Wegebaumaterial ist nun endlich erfolgt: Bis zum 16. August 2011 müssen die Teilnehmeranträge bei der Stadt Wuppertal eingegangen sein. Auftragsbeginn in dann im September 2011, das Ende ist auf den Oktober 2013 terminiert. Der Auftrag umfasst das Material für die Förderbereiche I und III mit je 2,8 und 4,1 Kilometern und reicht vom Tunnel Dorp bis zur Nächstebrecker Str.

Ausschreibung (externer Link)

Es kann so schön sein … hier z.B. der geöffnete Engelnbergtunnel.

Inzwischen gibt es einige Fortschritte bei den bergischen Bahntrassen: So scheint zur Eröffnung des Panoramaradweg Niederbergbahn am 6. Juli die komplette Strecke von Wülfrath über Velbert und Heiligenhaus nach Essen fertiggestellt und somit nutzbar zu sein. Außerdem sollen die Verbindungen zur (irgendwann mal fertiggestellten) Nordbahntrasse und zur Korkenziehertrasse ausgeschildert und hergerichtet sein. Laut ADFC-Wuppertal soll auch ein kurzes Stück der ‚alten Korkenziehertrasse‘ als Radweg hergerichtet werden. Auch die Arbeiten am Wasserquintett-Radweg schreiten voran. Aus Wuppertaler Sicht fast unvorstellbar: Die Artenschutzproblematik wurde hier vorbildlich gelöst: Im Marienheider Tunnel wird eine Zwischendecke eingezogen, der Höhsieper Tunnel wird mit einer Trennwand ausgestattet. Angesichts dieser Nachrichten sind die aktuellen Ereignisse rund um die Nordbahntrasse unverständlich: So wurde bei der EU-Kommision eine Beschwerde eingereicht und dadurch erreicht, dass das Land Nordrhein-Westfalen für den Tunnel Schee eine Wintersperre verhängt. Eigentlich braucht man doch für die Sperrung erstmal einen Weg, und auch die Arbeiten die mit einem großen Baustellenschild angekündigt werden, kommen nur langsam voran. Wie schön es allerdings seinen kann auf der Nordbahntrasse durch einen Tunnel zu fahren konnte man am Sonntag und Montag erleben. An diesen Tagen war nämlich der Tunnel Engelnberg geöffnet.

 

 


Rheintour auf einer größeren Karte anzeigen
Gestern Abend habe ich nochmals das schöne Wetter genutzt und eine kleine Runde am Rhein gedreht. Von Düsseldorf ging es über Meerbusch nach Uerdingen über die Rheinbrücke nach Duisburg-Sarn und zurück über Kaiserswerth nach Düsseldorf. In Düsseldorf angekommen war noch etwas Zeit die laue Nacht im Rheinpark zu genießen.