Das ist er also, der Wuppertaler Talachsenradweg. Kurz vor der Gathe ist dieser Weg eigentlich schon immer ein Highlight, da er so unglaublich verengt ist, dieses soll also die Hauptfahrradroute durchs Tal sein?! Seit einigen Wochen, und geschuldet durch einen inzwischen seit zwei Wochen abgeschlossene Baumassnahme, ist der „Radweg“ für ca. 70 Meter unterbrochen, ohne erkennbaren Grund. Scheinbar hat hier einfach jemand die Schilder vergessen … und das direkt vor dem Polizeirevier.

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Seit letzter Woche ist nun die geplante Sperrung der Nordbahntrasse im Bereich Konsumstraße umgesetzt. Die Sperrung eingerichtet worden, um die Brücke Konsumstraße, die über die Trasse führt, sanieren zu können. Und auch dieses Mal ging wieder eine Menge schief. Wie der ADFC Wuppertal berichtet, war zu Beginn der Sperrung noch nicht einmal ein Übergang zwischen der Trasse und der Rudolfstraße eingerichtet. Dieses ist zwar nun behoben, aber eine angemessene Beschilderung sowie eine ausgeschilderte Umfahrungsmöglichkeit fehlen weiterhin. Täglich stehen viele Trassennutzer kopfschüttelnd vor den Zäunen: Eine absurde Situation. Schön wäre es gewesen, wenn zeitgleich zur Sperrung an der Konsumstraße zumindest der Tunnel Engelnberg für die Wuppertaler Bevölkerung zur Benutzung freigegeben worden wäre. Dieses wäre zumindest ein schönes Signal gewesen, da die Sanierung der Brücke bis zu 13 Monate dauern soll. So hat man (wieder) eine Chance verpasst.
Mal sehen was die nächsten Wochen und Monate bringen, hoffentlich überdenken die Verantwortlichen einmal ihre Vorgehensweise in Sachen Außenkommunkation. Es reicht einfach nicht ein PDF und vier Durchhalteparolen auf die Webseite der Stadt zu stellen.

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Während der Streit um die Wuppertaler Nordbahntrasse immer absurdere Züge annimmt, wächst der Panoramaradweg von Oberdüssel über Wülfrath, Velbert, Heiligenhaus nach Essen mit jeder Woche ein wenig weiter. Aktuell ist die Trasse von ihrem Beginn an der Stadtgrenze zu Wuppertal am Oberdüssler Weg (Hinter der Überführung über die Trasse der S9) mit einer kurzen Unterbrechung am Zeittunnel in Wülfrath bis zum Ostumer Weg in Velbert durchgängig asphaltiert. Daran anschließend sind zwar weitere Teilstücke bereits hergerichtet, aber einige Brücken brauchen zur Zeit noch etwas Aufmerksamkeit, und auch zwischen Velbert und Heiligenhaus ist noch einiges zu tun. Wenn allerdings die Bauarbeiten in diesem Tempo weitergehen, steht einer gemütlichen Radtour von Oberdüssel nach Essen nichts mehr im Wege.

Ein unspektakuläres Foto, aber eine spektakuläre Entwicklung. Nordwestlich von Wuppertal wächst der Panoramaradweg auf der „Niederbergtrasse“ in Rekordgeschwindigkeit. Am Wochenende zog mich die Neugierde auf das Teilstück zwischen Wülfrath und Velbert. Zu meiner Überraschung fand ich das Teilstück zwischen dem Zeittunnel und dem Industriegebiet Dieselstraße nicht nur bereits asphaltiert, sondern auch schon in Benutzung vor. Viele Radfahrer waren ebenfalls gekommen um sich ein Bild über aktuellen Ausbaustand zu verschaffen. Und auch im innerstädtischen Bereich macht der Bau große Fortschritte, leider gilt dieses nur für Velbert. Die Verbindung nach Heiligenhaus vermittelt den Eindruck, als sei hier noch einiges an Arbeit zu leisten.

Die Geschwindigkeit des Ausbaus macht Lust auf mehr. Wenn der Bereich bis Koxhof fertig gestellt ist, kann man nach der rasanten Abfahrt von den Elberfelder Höhen direkt nach überqueren der S9-Bahntrasse den Panoramaradweg nutzen. Die Fahrt auf der L74 entfällt damit und die Hoffnung entsteht, dass mehr und mehr Leute auf’s Rad steigen, da sie diese viel befahrene Landstraße nicht mehr nutzen müssen. Der ADFC ist optimistisch, dass besagtes Teilstück noch diesen Monat fertig wird. Schön wäre es ja.

Es ist eines meiner absoluten Lieblingsverkehrsschilder: „Radfahrer absteigen“ – Zuletzt gesehen heute zwischen Ronsdorf und Lichtscheid. Dieses Schild wirft zahlreiche Fragen auf: Reicht ein kurzes Absteigen? Muss ich mein Fahrrad schieben? Bin ich, wenn ich abgestiegen bin, noch Radfahrer oder Fussgänger? Und vor allem: Durch dieses Schild (Verkehrszeichen 240) wird dem Radfahrer eine Benutzungspflicht auferlegt. Er muss durch dieses Schild den Radweg nutzen. Durch den Zusatz „Radfahrer absteigen“ wird dieses Zeichen allerdings ad absurdum geführt. Muss man nun den Radweg nutzen oder kann man auf die Fahrbahn ausweichen, da es ja scheinbar nicht gewollt wird, dass Radfahrer diesen Weg benutzen. Nach der obligatorischen Google-Suche war ich leider genauso schlau wie zuvor, was die Eindeutigkeit dieses Zeichens angeht: Bernd Sluka hat sich bereits ausführlich mit der Thematik beschäftigt und seine Ergebnisse auf seiner Webseite veröffentlicht. Ich selber bin an diesem Schild langsam weitergefahren. Ein Ausweichen auf die vielbefahrene L 419 kam für mich nicht in Frage.

 

Auf dem Weg von der Uni in’s Tal kam ich heute an dieser ungewöhnlichen Straßensperrung vorbei. Der Bürgersteig ist hier mit dem Verkehrszeichen 240 als gemeinsamer Fuß- und Radweg ausgezeichnet. Grundsätzlich eine gute Idee an dieser Stelle, da dieser Weg auch die Durchfahrt einer Einbahnstraße auf dem Bürgersteig ermöglicht. Das nun aber ausgerechnet ein Fahrrad die Durchfahrt dieses Wegs behindert hat mich doch zum schmunzeln gebracht.

Schlimmer geht immer, so scheint inzwischen das Credo bei Diskussionen rund um die Nordbahntrasse zu sein. Auf der einen Seite die Umweltschützer, die nach Fledermaus und Kammmolch nun den Feuersalamander für sich entdeckt haben. Auf der anderen Seite die WuppertalBewegung und die Stadt die sich den ’schwarzen Peter‘ gegenseitig zuschieben. Konkret geht es um Erkundungsarbeiten die in der letzten Woche vor dem Portal des Scheetunnels durchgeführt worden sind, um nach einem Entwässerungssystem zu suchen. Die Naturschützer kritisieren nun, dass diese Schürfungsarbeiten mit einem kleinen Bagger durchführt worden sind. Um ihrem Standpunkt Nachdruck zu verleihen erwirkten sie einen Baustopp rund um den Tunnel Schee bei der Düsseldorfer Bezirksregierung.

Dabei hatten sich, laut WuppertalBewegung und ADFC Wuppertal, alle Beteiligten – unter ihnen auch eine Mitarbeiterin der Unteren Landschaftsbehörde in Wuppertal – für die Arbeiten auch unter Verwendung eines Baggers verständigt. Unverständlich ist nun, dass die Stadt darauf beharrt das es „immer klar gewesen (sei), dass nur händisch, also keinesfalls mit einem Bagger, gearbeitet werden dürfe.“ so Baudezernent Frank Meyer in der Westdeutschen Zeitung.

In der Kommentarsektion der Wuppertaler Lokalzeitung schäumen die Kommentatoren vor Wut, angefeuert wurde das ganze dann noch durch Vorwürfe seitens der Wuppertalbewegung, die Umweltschützer hätten nicht nur den Schutz der Umwelt im Sinn. Zweifelhaft, zumindest von der Formulierung, ist auch der Beitrag des Grünen-Abgeordnetnen Lorenz Bahr der vorschlägt „jede weitere Diskussion über das Projekt hinter verschlossenen Türen zu führen.“

Persönliche Beleidigungen und Unterstellungen sollten in der Tat nicht wie die Sau durch’s Tal gejagt werden, andererseits sollten aber Entscheidungsprozesse rund um die Trasse öffentlich gemacht werden. Wenn Protokolle, Absichtserklärungen, Terminplanungen und Lagepläne zentral an einer Stelle veröffentlich würden und die Öffentlichkeit ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen bekommen würde, wäre dem Projekt schon sehr gedient. Denn nur bei guter Informationslage ist man nicht auf Vermutungen und Unterstellungen angewiesen. Fragen wie ‚Wann wird der Engelnbergtunnel geöffnet?‘, ‚Wann wird die Trasse in Richtung Ottenbruch weitergebaut?‘, ‚Wann geht es in Richtung Barmen weiter?‘ oder ‚Wird die bestehende Trasse wirklich für den Umbau der Brücke Konsumstraße gesperrt?‘ sind die wahrscheinlich nicht nur mir unter den Nägeln brennen.

So wie es jetzt läuft kann es auf Dauer nicht weiter gehen, sonst ist das Projekt in der Tat in Gefahr, und das wäre Schade um das Projekt und ein weiteren Rückschlag für den Fahrradverkehr in Wuppertal.

Die Nordbahntrasse und die dazugehörigen Probleme waren nun auch Thema in einem Beitrag des WDR. In der Lokalzeit am Montag machten sich die Autoren des Beitrags einmal die Mühe über die Stadtgrenzen hinauszuschauen und die Umsetzung von Rad/Wanderwegen auf ehemaligen Bahntrassen in anderen Kommunen mit den Planungen der Stadt Wuppertal zu vergleichen, mit spannenden Resultaten, aber seht selbst …

WDR Mediathek – Lokalzeit Wuppertal

 

 


Seit geraumer Zeit wird im Rheinland und im Ruhrgebiet versucht ‚Critical Mass‘-Veranstaltungen durchzuführen. In Düsseldorf, Essen und Dortmund finden inzwischen regelmässig diese Fahrradtreffs statt, die auf die Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam machen sollen. Positiver Nebeneffekt: Man fährt gemütlich durch die Stadt und fühlt sich nicht als Getriebener des Autoverkehrs. Außerdem war es für mich als Wuppertaler auch mal ganz spannend durch Essen zu radeln und so mal die Stadt – zusammen mit Ortskundigen – zu entdecken. Allerdings sind lediglich 16 Radler der Einladung gefolgt … Schade, aber vielleicht wird’s das nächste Mal mehr. Und vor allem: Wann gibt es endlich eine Critical Mass in Wuppertal? Nötig wäre es auf jeden Fall mal.

Velocity Ruhr
Critical Mass Essen (Facebook)

Letzten Samstag gab es – neben den furchbaren, alles überschattenden Nachrichten aus Japan – auch einige Nachrichten von der Trassenfront. Der WuppertalBewegung wurde nach langem Warten ein „Grobbauzeitenplan“ durch das ausführende Planungsbüro übermittelt. Statt jetzt im Frühjahr den Bau der Trasse voranzutreiben, soll es auf der Trasse erst im (Spät)Sommer weitergehen.

Demnach soll der Bau im August 2011 beginnen (Ottenbruch bis Mirke), alle anderen innerstädtischen Stücke im nächsten oder übernächsten Jahr. (Quelle: WuppertalBewegung)

Neben der Tatsache, dass der weiter Trassenausbau noch vier Monate ruhen soll, finde ich es ebenfalls schade, dass es in Richtung Barmen dieses Jahr überhaupt nicht voran geht. Dabei wäre doch eine solche Verbindung für den zunehmenden innerstädtischen Radverkehr sehr wichtig. Neben den alltäglichen Ärgernissen denen man als Wuppertaler Radfahrer ausgeliefert ist, besteht weiterhin ds Problem keine wirklich praktikable Verbindung zwischen Elberfeld und Barmen zu haben. Das Fahren auf der B7 finde ich sehr unangenehm, ähnliches gilt für die Wittensteinstraße, wobei hier auch noch zwei unnötige Steigungen hinzukommen. Der Gipfel ist – wörtlich – die Empfehlung durch das Radwegenetz NRW: Der Weg führt von der Hünefeldstraße über die Loher Straße auf den Hohenstein: Auch nicht unbedingt das wahre für eine Verkehrsverbindung. Warum allerdings die Wartburgstraße nicht für den Radverkehr – mit einem Schutzstreifen vergleichbar mit dem auf der Lusienstraße – geöffnet wird ist mir schleierhaft. Durch diese Maßnahme könnte man den Verkehr zwischen Barmen und Elberfeld auf einen Schlag deutlich verbessern. Schöner allerdings wäre es über die Trasse von Mirke bis zur Weskotter Str. zu radeln. Die Planungen der Bezirksvertretung Oberbarmen bezüglich der Umgestaltung der Westkotter Strasse (Nachzulesen beim ADFC Wuppertal) lassen hoffen. Nach der Umsetzung der Pläne entsteht ein zentraler Trasseneinstiegspunkt mit Fahrradweg und Busanbindung. Wollen wir hoffen, dass es bald weiter geht