Der Dorrenbergtunnel im Herbst 2008

Noch im September soll die Auftragsvergabe für ein weiteres Stück Nordbahntrasse vollzogen werden. Zwischen dem Mirker Bahnhof und dem Dorrenbergtunnel soll, nach Informationen der Stadt Wuppertal, ein weiteres Stück Trasse entstehen. Auch die Lehrrohrverlegung zwischen dem Tunnel Rott und der Brücke Westkotter Straße soll inzwischen weitgehend abgeschlossen sein.

 

Gestern war ich dann doch überrascht: Es tut sich was auf der Nordbahntrasse. Ab der Brücke Konsumstraße war die Trasse durchgängig bis zum Ottenbrucher Bahnhof befahrbar. Grund genug das Handy aus der Tasche zu holen und ein paar Aufnahmen zu machen, wer weiss schon wie lange dieser Zustand noch so anhalten wird.

In den Medien gab es in den letzen Tagen auch ganz gute Signale bezüglich der Bauarbeiten an der Trasse. Der Tunnel Engelnberg soll kurzfristig mit einer provisorischen Beleuchtung ausgestattet werden und es könnte sein, dass ab September die Durchfahrt unter der Brücke Konsumstraße zumindest am Wochenende wieder möglich ist. Nach dem Schreddern des Gleisschotters zwischen den Bahnhöfen Ottenbruch und Mirke ist eine glattgewalzte Oberfläche entstanden, die sich jetzt schon mit dem Fahrrad ganz gut befahren lässt, und vielleicht gibt es dieses Jahr schon einen fertigen Weg zwischen dem Ottenbrucher Bahnhof und Zugang Briller Straße sowie zwischen Dorrenberg und Mirke. Der Dorrenberg-Tunnel allerdings wird frühestens im nächsten Jahr befahrbar sein.

Das der gezeigte Zustand nicht anhalten wird ist, wie auch die Tatsache dass es sich um eine Baustelle, die nicht für die Öffentlichkeit freigegeben ist handelt, sicher einleuchtend. Trotzdem weise ich nochmals drauf hin.

Weitere Links zum Thema:
Engels-Magazin: Über sieben Brücken …
ADFC-Wuppertal: Die Strecke im Bau
WZ-Wuppertal: Es geht voran! | Interview mit Carsten Gehardt

Durch die Eröffnung des Panoramaradweg Niederbergbahn ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für Rundstrecken von Wuppertal oder vom S9-Haltepunkt Wülfrath-Aprath. Diese rund 26 Kilometer lange Tour nutzt – beginnend vom S-Bahn-Haltepunkt den Panoramaradweg als Aufstieg nach Velbert und folgt dem Radweg über die zahlreichen Viadukte zwischen Velbert und Heiligenhaus. Kurz vor der Unterbrechung der Strecke an der Abtskücher Straße wird der Radweg verlassen. Weiter geht es durch eine Siedlung, gefolgt von einer rasanten Abfahrt nach Flandersbach. Von dort aus geht es über die Flandersbacher Straße und über den Außenast des Panoramaradwegs weiter nach Wülfrath-Aprath

Die Karte zur Runde kann hier bei Google Maps einsehen.

Nun ist er also eröffnet, der „PanoramaRadweg niederbergbahn„, und scheinbar hat man alles richtig gemacht. Schon um die Mittagszeit war der Radweg sehr gut gefüllt, und die zahlreichen Veranstaltungen am Wegesrand ließen Volksfeststimmung aufkommen, und zeigte die Verbundenheit der an der Trasse liegenen Kommunen, die nicht nur den Radweg, sondern auch sich selbst feierten.

Kurz vor dem Zeittunnel in Wülfrath

Bereits am ersten Tag zeigte sich, dass der Panorama-Radweg eine Erfolgsgeschichte ist: Menschen im Rollstuhl oder mit Rolatoren, junge Familien, Kinder, Tourenfahrer, Segwaypiloten, Liegeräder … alles was sich ohne Motor fortbewegte (nehmen wir hier mal die Pedalecs und Segways aus) war willkommen und auch vertreten. Der Weg zeigt uns aber auch, dass der Bergische Trassenverbund wächst: Die Korkenziehertrasse ist bekanntlich bereits fertig. Die letzte Etape des Wasserquintett-Radweg ist in Bau, der Balkanexpress nach Leverkusen ist in Planung und auch auf der Nordbahntrasse geht es – wenn auch sehr langsam – voran. Heute war ein guter Tag für die Fahrradinfrastruktur in unserer Region, doch was springt für den Wuppertaler heraus?

Von Wuppertal aus sind so ganz neue Touren möglich. Am Ende des Panoramaradwegs kann man mit der Bahn von Essen-Kettwig über Düsseldorf nach Wuppertal zurückfahren. Noch schneller geht es, wenn man den Ruhrradweg bis Essen-Kupferdreh weiterfährt. Dort kann man mit der S9 nach Wuppertal reisen.

Bildergalerie der Eröffnung
Lokalzeitbeitrag zur Eröffnung (WDR)
Offizielle Webseite des „PanoramaRadweg niederbergbahn

Morgen ist es soweit: Der „PanoramaRadweg niederbergbahn“ wird eingeweiht. Nach ersten Überlegungen im Jahre 2008 wurde 2009 mit den Planungen und den ersten Bauarbeiten begonnen. Für rd. 12 Mio. Euro enstand nicht nur ein vorbildlicher Radweg von Wülfrath bis an die Ruhr, sondern auch ein touristisches Highlight, dass mit Sicherheit viele Touristen in die Region bringt. Zur Einstimmung hier nochmals einige sehenswerte Links rund um die Niederbergbahn:

Infoseite vom ADFC Wuppertal
Infoseite des Kreis Mettmann
Eintrag bei Bahntrassenradlen.de

Die offizielle Webseite wird in den nächsten Tagen freigeschaltet.

Die Nordbahntrasse war mal wieder Thema in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen am 06.07.2011. Im Rahmen eines mündlichen Berichtes des Beauftragten für den nicht-motorisierten Verkehr Rainer Widmann wurden einige (neuen) Informationen zur Planung und zum Baufortschritt publik. Hier einige Punkte aus der öffentlichen Niederschrift:

  •  Das Verlegen der Leerrohre zwischen Dorp und Mirke, sowie die Mauerwerkssanierungen im Bereich Dorrenberg sind inzwischen abgeschlossen.
  •  Zwischen Mirke und Ottenbruch haben die Schredder- und Verdichtungsarbeiten begonnen.
  • Zwischen Tunnel Rott bis Westkotter Straße wird die Strecke freigeschnitten um die Leerrohrverlegung und die Vermessungsarbeiten zu ermöglichen.
  • Die Materiallieferungen für den Wegebau wurden EU-weit ausgeschrieben.
  • Die Planung für die Eröffnung des Tunnel Dorrenberg ist nun auf Frühsommer 2012 terminiert.
  • Ein kostengünstiger Zugang am Bahnhof Ottenbruch wird noch geprüft.
  • Die Ausschreibung für einen Projektsteuerers ist nun EU-weit ausgeschrieben, mit einer Einstellung ist somit erst ab November 2011 zu rechnen.
  • An einer Lösung für den Zugang Schleswiger Straße wird zwischen Stadt, Vertretern des Behindertenbeirates und der WuppertalBewegung gearbeitet. Dabei wird eine „technische Lösung“ in’s Auge gefasst.

Die Niederschrift ist öffentlich und kann unter folgendem Link eingesehen werden:
Niederschrift der Sitzung (PDF, externer Link)

Der ADFC Wuppertal hat seine Informationsseite über die Niederbergbahn einer umfassenden Frischzellenkur unterzogen. Nachdem die Seite seit Monaten über den kontinuierlichen Bauverlauf der Trasse berichtet hatte, gibt es nun für diese Art von Berichterstattung keine Daseinsberechtigung. Neben einer Darstellung des Streckenverlaufs informiert der ADFC auf seiner Sonderseite über Anbindungen an andere bergische Trassen oder nahegelegene Bahnhöfe. Die Verbindungen sind auch über einen Link bei Google Maps abrufbar. Ferner zeigt die Seite auch Sehenswertes rund um die jüngste der bergischen Trassen. Auf einer zweiten Seite kann man den Bauverlauf der Trasse noch einmal revue passieren lassen.

Zugegeben: Er macht – innerhalb des Wuppertaler Radnetzes – nicht viel Sinn, und in den Kommentaren der Wuppertaler Rundschau wird er als „Schwachsinn“ und „Unfug“ bezeichnet, aber ich finde ihn gut. Die Rede ist vom neuen Radstreifen vor dem Barmer Heizkraftwerk. Da der Barmer Bahnhof mein bevorzugter Fahrrad-Austeige-Bahnhof ist, nutze ich den Streifen regelmässig und gerne. Als ich letzte Woche das erste Mal an der Stelle vorbeigefahren bin, passierte mir etwas, das einem  Wuppertaler Radfahrer nicht oft passiert, ich war positiv überrascht.