Welche Farbe darf’s denn sein?

Und wieder gibt es Ärger auf der Nordbahntrasse. Dieses Mal geht es allen Ernstes um die Frage in welcher Farbe die Lichtmasten, Bänke und Wegweiser gestrichen werden. Die Stadt favorisiert einen Lack in einem Rost-Ton (links), die WuppertalBewegung will die Lichtmasten in grün (2. von links) streichen. Ferner schickt die WuppertalBewegung noch zwei weitere Farben in’s Rennen. Am Wochenende will die WuppertalBewegung am Loher Bahnhof die Stimmung bei den Trassennutzern sondieren, denn laut WZ-Angaben gibt es bereits seit Monaten Konflikte zwischen Stadt und Bewegung. Die WuppertalBewegung erhofft sich von dieser Aktion ein klares Votum der Wuppertaler, ich selber bin von dieser Umfrage nicht wirklich überzeugt, da das Ergebnis mit Sicherheit keine repräsentative Aussage über die Farbe des Lackes zulässt, sondern wahrscheinlich für weiteres Konfliktpotential sorgen wird. Davon ab: Gibt es keine wichtigen Probleme?   Für außenstehende – wie mich – ist dieser Konflikt schwer nachzuvollziehen.

Wie wäre es denn mit einem Kompromiss in den alle vorgeschlagenen Farben vorkommen? Der Rost-Ton könnte für die Lichtmasten und sonstige technische Infrastruktur wie Kabelmasten oder Halterungen für die Videoüberwachung verwendet werden. Der Anthrazit-Ton könnte für Bänke und Eisenbahnelemente, der Silber-Ton für Mülleimer und Hundestationen verwendet werden. Der Grün-Ton könnte für die Wegweisung auf und abseits der Trasse verwendet werden. Wegweiser, Tunnel-Beschriftungen, Entfernungsanzeigen und Hinweise auf Sehenswürdigkeiten könnten mit dieser Farbe markiert werden. Außerhalb der Trasse könnten die Trassenzugänge und Zufahrtswege aus dem Tal zur Trasse in dieser Farbe markiert werden.

Update (13.04.2012): Der „Rostlack“ soll besonders resistent gegen Filzstifte sein und auch Aufkleber sollen auf ihm schlecht haften (siehe Lokalzeit-Beitrag). Die WuppertalBewegung teilt in ihrem Newsletter mit, dass sie die Lichtmasten in anthrazit streichen wolle.

Links zum Thema
Beitrag in der ‚WDR Lokalzeit“ (WDR Mediathek)
Aktuelle Informationen der WuppertalBewegung
Lack auf der Trasse: Wuppertaler haben das Wort (Westdeutsche Zeitung)
Welcher Lack gefällt Ihnen für die Nordbahntrasse? (Westdeutsche Zeitung)

Bewegung auf der Trasse

Nachdem auf dem Teilstück zwischen Ottenbrucher und Mirker Bahnhof das Pflasterband fertig gestellt wurde, wird nun der Asphalt aufgetragen. Bereits am ersten Tag der Arbeiten wurde eine 350 Meter lange Asphaltschicht aufgetragen. Nach den Asphaltierungsarbeiten steht die Sanierung des Dorrenberg-Tunnels auf dem Programm, die Arbeiten sollen hier drei bis vier Monate dauern.

Starke Nerven required: Radwege in Köln


In einem sehr lesenswerten Artikel auf „Mit dem Fahrrad in und um Köln“ über einen Kölner „Radweg“ schildert Martin Anderseck seine Erfahrungen mit der Kölner Verwaltung. Das Video vermittelt einen guten Eindruck vom Zustand des angesprochen Radweges, der – nebenbei bemerkt – auch benutzungspflichtig ist.

Neues am Hofkamp

In den letzten Tagen deutete es sich bereits an: Wie die Wuppertaler Stadtwerke mitteilen wird morgen, Freitag, den 2. März  die Straße Hofkamp wieder für beide Fahrtrichtungen freigegeben. Damit stehen auch die Radstreifen in beide Richtungen wieder zur Verfügung. Nach 18 Monaten ist dieser wichtige Teil des Wuppertaler Radverkehrsnetz nun also wieder befahrbar.

Die Balkantrasse

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Gestern bin ich spontan nach Remscheid gefahren, um mir die Fortschritte auf der Balkantrasse anzuschauen und war positiv überrascht: In – nicht nur für Wuppertaler Verhältnisse – Rekordzeit wurde ein Bahntrassenradweg gebaut, der sowohl touristische, als auch innerstädtische Bedeutung hat. Die Trasse verläuft von Remscheid-Lennep über Bergisch Born, Wermelskirchen, Burscheid bis nach Opladen. In Wermelskirchen ist die Trasse leider bereits zu einer Durchfahrtsstraße umgebaut worden, sodass in im innerstädtischen Bereich leider auf Nebenstraßen ausgewichen werden muss. Ansonsten ist die Trasse erhalten. Am 22. April soll der Panoramaradweg Balkantrasse zwischen Remscheid und Burscheid offiziell eröffnet werden, aber bereits heute sind viele Trassenabschnitte fertig und werden – obwohl das Betreten der Baustelle verboten ist – auch schon ausgiebig genutzt. Der Abschnitt von Burscheid bis Opladen wird erst später eröffnet. Von Wuppertal erreicht man den Trassenanfang am besten mit dem Münstener oder mit dem Rad durch das Marscheider Tal.

Infos zur Balkantrasse hier:
Bahntrassenradeln | ADFC-Wuppertal | Balkantrasse.de | Wikipedia

Hoch hinaus …

… wollte die Stadt Wuppertal mit dem ersten Bauabschnitt in eigener Verantwortung, und so geht das „Jahr der Nordbahntrasse“ mit einer unerfreulicher Meldung weiter. Laut der Westdeutschen Zeitung soll der 1,6 Kilometer lange Gehweg zwischen Ottenbruch und Mirke zu hoch gebaut worden sein. Statt den geplanten 27 Zentimetern ragt der gepflasterte Weg nun stolze 40 Zentimeter in die Höhe. Die Folge: Um ein gleiches Niveau zwischen Pflaster und Asphaltfläche zu realisieren, muss der Radweg nun erhöht werden. Der Grund für den erhöhten Fussweg sei, laut einer Sprecherin der Stadt, auf Vandalismus zurückzuführen. Eine seltsame Argumentation, die auch im Kommentarbereich des verlinkten WZ-Artikels für schmunzeln sorgt.

Gute Nachrichten kommen hingegen vom ADFC Wuppertal. Der „Runde Tisch Radverkehr“ tagte im Februar wieder, mit einer Menge guter Detailverbesserungen. Alle Infos dazu gibt es hier bei ADFC.

Neue Fahrradabstellplätze in Barmen.

Nachdem ich mich ja bereits über die abgebauten Fahrradbügel am Hauptbahnhof in Elberfeld ausgelassen habe, gibt es in Barmen eine gelungene Neuerung für Radfahrer. Am Barmer Bahnhof warten nun sechs überdachte Fahrradbügel auf die Wuppertaler Radfahrerinnen und Radfahrer. Mir selber ist die Neuerung erst heute aufgefallen, der ADFC berichtete bereits am 26. Januar über die Radabstellanlage.