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Seit geraumer Zeit ist die Straße „Zur Schafbrücke“ im Wuppertaler Osten zwischen der Bleicherstraße und dem Oberdörnen für den Radverkehr freigegeben. Gestern ist mir aufgefallen, dass auch der Teil zwischen der Bleicherstraße und dem Unterdörnen freigeben ist. Damit verkürzt sich der (legale) Weg auf dem Talachsen-Radweg um 200 Meter … immerhin. Ich würde weiterhin eine Freigabe des Oberdörnen in Richtung Steinweg, oder alternativ den Hohenstein in Richtung Steinweg befürworten und habe dieses auch im August 2013 beantragt. Antwort der Stadt damals: Beide Straßen können, auf Grund von „erhöhten Unfallzahlen“, nicht freigegeben werden. Um welche Straßen es geht, habe ich dieser Karte zusammengefasst:  weiterlesen

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Am Freitag, den 19. August wird endlich die Wuppertaler Nordbahntrasse eröffnet. Bis auf die Brücke in Bracken, wird die gesamte Strecke zwischen dem Bahnhof Schee und dem Gewerbegebiet Vohrang benutzbar sein. Um dieses ausgiebig zu feiern, sind zahlreiche Aktivitäten auf der neu eröffneten Nordbahntrasse geplant:

Trassen-Express
Für alle diejenigen, die mit dem Rad zur Trasseneröffung fahren wollen, hat die IG Fahrradstadt Wuppertal einen Trassen-Express ins Leben gerufen. Die Idee: Mit möglichst vielen Menschen gemeinsam zur Trasseneröffnung fahren. Um 12:45 startet der Express am Bahnhof Vohwinkel, um 13:08 Uhr erreicht er den Bahnhof Ottenbruch. Es folgen Bahnhof Mirke (13:18 Uhr), Bahnhof Loh (13:29 Uhr) und der Bahnhof Heubruch (13:38 Uhr). Die Ankunft in Wichlinghausen ist für 13:45 geplant. Die Geschwindigkeit soll bei ca. 12 km/h liegen. Auch eine Laufgruppe hat sich angemeldet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen sich an den verschiedenen Bahnhöfen anzuschließen. Alle Stationen und Zeiten gibt es auch auf der Seite der IG Fahrradstadt Wuppertal. (Facebook-Event)

Bahnhof Wichlinghausen
12:00 Uhr – Ökumenischer Gottesdienst auf dem Bahnsteig des Wichlinghauser Bahnhofs
13:00 Uhr – Baumpflanzaktion mit Moscheegemeinden auf dem Gelände der Wichernkapelle.
14:00 Uhr – Offizielle Einweihung der Nordbahntrasse
Im Anschluss veranstaltet die WuppertalBewegung eine gemeinsame Fahrradtour entlang der Trasse. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der WuppertalBewegung und der Stadt Wuppertal. (Facebook-Event)

Eröffnungsparty am Mirker Bahnhof 
Nach der offiziellen Eröffnung geht es ab 15:30 Uhr  in der Utopiastadt im Mirker Bahnhof weiter. Das Team des Hutmachers schenkt auf dem Bahnsteig kostenlos Tee aus, außerdem können weitere Getränke dort gekauft werden. Auf dem Bahnsteig ist ein Lagerfeuer geplant. Ab 18:00 Uhr soll die durchgängig befahrbare Trasse in der Hebebühne (unterhalb des Mirker Bahnhofs) gefeiert werden. Neben Musik werden dort auch meine Videos auf einer Leinwand gezeigt. (Facebook-Event)

Weitere Aktivitäten
Eine Gruppe aus Dortmund reist mit dem Zug zum Trassen-Express an. Treffpunkt am Dortmunder HBF ist um 10:45 Uhr. Die Rückfahrt nach Dortmund (durch den Scheetunnel) ab Wichlinghausen ist für 14:30 Uhr geplant. Weitere Informationen gibt’s bei Facebook.

Was vergessen? – Weitere Termine einfach an termine(at)talradler.de melden.

 

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Es gibt über 400 Einbahnstraßen in Wuppertal, in über 120 davon müssen Autofahrer mit entgegenkommenden Radfahrern rechnen. In Barmen und Beyenburg wurden nun weitere Straßen freigegeben. 

In Barmen dürfen nun auch die Einbahnstraßen BeckmannshofKleine FlurstraßeEmil-Rittershaus-Straße und auch Teile der Rudolf-Herzog-Straße von Radfahrern in die Gegenrichtung befahren werden. Die Entscheidung hierfür wurde bereits im September in der Bezirksvertretung Barmen gefällt und die passende Beschilderung wurde vor wenigen Tagen angebracht. Die neuen Freigaben machen u.A. das Wuppertaler Rathaus aus Richtung Wichlinghausen / Oberbarmen besser erreichbar.

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In Beyenburg wurde nun, durch eine Bürgeranregung, die Straße Am Kriegermal für den Radverkehr freigegeben. Eine tolle Sache, vor allem wenn man zur Fahrt nach Beyenburg nicht über die L527, sondern ab Kemna über den „romantischen Radwanderweg“ (ja, der heißt wirklich so) fahren möchte. Dieser Weg führt direkt an die Kreuzung Kurvenstraße/Am Kriegermal. Bisher musste man entweder wieder runter auf Wupperniveau und verschenkte damit gefahren Höhenmeter, oder man musste durch die Straße Am Kriegermal schieben. Die Schilder sind bereits montiert, eine Markierung in einem engeren Straßenbereich wird in den nächsten Tagen aufgetragen. Somit ist es ab sofort möglich ganz legal durch diese Straße zu fahren, auch wenn sich die Kraftfahrer in diesem Bereich sich scheinbar noch an die Regelung gewöhnen müssen. Bei einer Befahrung gestern wurde ich von einigen Kraftfahren verbal bedroht und absichtlich abgedrängt. Eine Erfahrung, die ich leider, wenn auch in abnehmenden Maße, immer wieder in freigegeben Einbahnstraßen machen muss.


Auf vielfachen Wunsch, hier ein ausführliches Video zum Baufortschritt im Wuppertaler Osten. In diesem Video besuche ich das neue Teilstück zwischen der Brücke Kohlenstraße und der Linderhauser Straße. Außerdem werfen wir einen Blick auf das Teilstück rund um den ehemaligen Bahnhof Heubruch. 

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Auch hier, am ehemaligen Bahnhof Heubruch, gehen bald die Arbeiten los.

Die Stadt Wuppertal hat gestern eine Nordbahntrassen-Bau-Bilanz für das Jahr 2013 veröffentlicht, in der auch die nächsten Bauschritte aufgeführt sind. Folgendes ist konkret geplant:

  • In Vohwinkel beginnt in Kürze der Wegebau durch das VohRang-Gewerbegebiet. Der 1,2 Kilometer lange Weg verbindet das aktuelle Trassenende am P+R-Platz in Vohwinkel mit dem Ludgerweg. Von hier aus gibt es Anschluss an eine ehemalige Straßenbahntrasse in Richtung Korkenziehertrasse / Düsseldorf.
  • Etwas mehr als einen halben Kilometer Trasse soll in Kürze am ehemaligen Bahnhof Heubruch zwischen dem Goldammerweg und dem Viadukt Westkotter Straße entstehen.
  • Noch diese Woche sollen die Arbeiten an dem Teilstück Linderhauser Straße / Brücke Kohlenstraße abgeschlossen werden. Die Arbeiten an dem Einschnitt Bramdelle, der das neue Teilstück mit dem Rest der Trasse verbindet, soll in zwei bis vier Monaten fertig sein.
  • Eine gute Nachricht kommt auch von den zahlreichen Viadukten auf der Trasse. Inzwischen sollen alle Arbeiten an den Bauwerken ausgeschrieben worden sein.

Den vollständigen Bericht gibt es auf den Webseiten der Stadt Wuppertal.

ambroegelZwischen der Straße Am Brögel und der Wartburgstraße hat nun der Bau einer „Bewegungsfläche“ begonnen. Für knapp 1,7 Millionen Euro entstehen dort, in unmittelbarer Nähe zum Junior-Uni-Neubau, Grün- und Spielflächen. Aus Radfahrersicht erfreulich: Ein ein 3,00 m breiter Fuß- und Radweg verbindet in Zukunft die Wartburgstraße mit der Straße Am Brögel. Bereits in diesem Jahr konnte man beobachten, wie gut der – eigentlich nicht angelegte Weg – von den Wuppertaler RadfahrerInnen angenommen wird: Kein Wunder! Schließt dieser Desire Path eine offenkundige Lücke im Wuppertaler Radwegenetz. Bisher wird der Radverkehr von Elberfeld nach Barmen über den Hohenstein geführt, was nicht nur einen deutlichen Umweg sondern auch eine unnötige Steigung darstellt. Über den Trampelpfad – der unmittelbar nach Ende der Erdarbeiten auf der Fläche entstanden ist – konnte man nun die Brücke Wasserstraße gut erreichen, ohne gegen die Einbahnstraße fahren zu müssen. Schön, dass hier jetzt ein offizieller Weg entsteht. Fehlt jetzt nur noch eine brauchbare Verkehrsführung in Richtung Barmer Innenstadt.

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In der vergangenen Woche habe ich zwei weitere Einbahnstraßen zur Öffnung für den Radverkehr vorgeschlagen. Die eine ist der Oberdörnen zwischen Zur Schafbrücke und dem Steinweg, die andere der Hohenstein, der einige Meter oberhalb des Oberdörnen verläuft. Mit den Formularen der Wuppertaler Critical Mass ist das ganz einfach: Einfach die Adresse, die betreffende Straße und das Datum eintragen und abschicken. Warum ausgerechnet diese Straße? Ich nutze regelmässig den Talradweg – wobei ich lieber über das Steinwegviadukt fahren würde, aber das dauert ja leider noch – und gerade in Fahrtrichtung von Elberfeld nach Barmen, gibt es einige Problemstellen. Eine ist diese Kreuzung. Ich fahre eigentlich immer über die Brücke an der Wasserstraße und durch den Oberdörnen. Leider werden die letzten 140 Meter als Einbahnstraße in die Gegenrichtung geführt. Eine Durchfahrt für den Radverkehr ist hier leider nicht möglich. Als Alternative schlägt der Radroutenplaner einen Weg über das Radroutennetz NRW vor, die knapp einen halben Kilometer länger ist. Auch der Weg über die Rödiger Straße ist mehr als doppelt so lang und weißt einige unnötige Höhenmeter auf. Durch die Freigabe dieser Straße könnte die Fahrtdauer zwischen den Zentren von Elberfeld nach Barmen also deutlich reduziert werden. Problematisch könnte allerdings in der Hauptverkehrszeit das einfädeln in den Steinweg sein, allerdings bietet die Straßeneinmündung genug Aufstellfläche für Radfahrer. Die Freigabe des Hohenstein ermöglicht – durch die Ampel Rödiger Straße / Steinweg – eine gefahrlose Querung des Steinwegs in Richtung Carnaper Straße und würde die Fahrtzeit auch deutlich verkürzen. Ich habe die verschiedenen Straßen auch auf dieser Google-Map eingezeichnet.

Wird es in Zukunft auf der Loher Straße zwischen der Buchenstraße und der Straße „Am Brögel“ ein Tempolimit von 30 km/h geben? Die Bezirksvertretung in Barmen hat kürzlich einem Antrag zugestimmt, der dieses möglich macht. Begründet wird die Entscheidung mit dem aktuellen Personenquerverkehr im Bereich der Schwebebahnhaltestelle Loher Straße. Weiterhin werden, mit Fertigstellung der Junior-Uni, noch mehr meist jüngere Wuppertaler diesen Abschnitt nutzen. In jüngster Vergangenheit gab es immer wieder brenzliche Situationen zwischen jungen Fussgängern und Autofahrern in diesem Bereich. Die Bezirksvertretung hofft das mit diesem Schritt, diese Situationen der Vergangenheit angehören. Auch aus Radfahrersicht ist dieser Schritt zu begrüssen. In der Vergangenheit kam es in diesem Bereich immer wieder zu unnötigen und teilweise gefährlichen Überholmanövern, die durch die Anordnung von Tempo 30 in diesem Bereich drastisch reduziert werden können. Als nächstes muss der Verkehrsausschuss dem Antrag zustimmen.

Zugegeben: Er macht – innerhalb des Wuppertaler Radnetzes – nicht viel Sinn, und in den Kommentaren der Wuppertaler Rundschau wird er als „Schwachsinn“ und „Unfug“ bezeichnet, aber ich finde ihn gut. Die Rede ist vom neuen Radstreifen vor dem Barmer Heizkraftwerk. Da der Barmer Bahnhof mein bevorzugter Fahrrad-Austeige-Bahnhof ist, nutze ich den Streifen regelmässig und gerne. Als ich letzte Woche das erste Mal an der Stelle vorbeigefahren bin, passierte mir etwas, das einem  Wuppertaler Radfahrer nicht oft passiert, ich war positiv überrascht.


Vielleicht war ich doch etwas zu motiviert … und auch zu dick angezogen. Mein Plan: Im Sommer regelmässig mit dem Fahrrad zur Uni zu fahren. Heute morgen entschied ich mich dann – ohne Zeitdruck – einen geeigneten Weg zu suchen, und entschied mich für die lange Variante über den Rott, die Nordbahntrasse, durch Unterbarmen, in’s Luisenviertel und dann ab dem Robert-Daum-Platz hoch zur Uni. Die Früchte dieser Tour, die zeitlich eigentlich in Ordnung war – mit dem ÖPNV brauche ich inklusive Fussweg und Warten auch 40 Minuten – waren ein ziemlich durchgeschwitztes Hemd. Also kein guter Plan … ein neuer muss her!

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