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Es gibt über 400 Einbahnstraßen in Wuppertal, in über 120 davon müssen Autofahrer mit entgegenkommenden Radfahrern rechnen. In Barmen und Beyenburg wurden nun weitere Straßen freigegeben. 

In Barmen dürfen nun auch die Einbahnstraßen BeckmannshofKleine FlurstraßeEmil-Rittershaus-Straße und auch Teile der Rudolf-Herzog-Straße von Radfahrern in die Gegenrichtung befahren werden. Die Entscheidung hierfür wurde bereits im September in der Bezirksvertretung Barmen gefällt und die passende Beschilderung wurde vor wenigen Tagen angebracht. Die neuen Freigaben machen u.A. das Wuppertaler Rathaus aus Richtung Wichlinghausen / Oberbarmen besser erreichbar.

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In Beyenburg wurde nun, durch eine Bürgeranregung, die Straße Am Kriegermal für den Radverkehr freigegeben. Eine tolle Sache, vor allem wenn man zur Fahrt nach Beyenburg nicht über die L527, sondern ab Kemna über den „romantischen Radwanderweg“ (ja, der heißt wirklich so) fahren möchte. Dieser Weg führt direkt an die Kreuzung Kurvenstraße/Am Kriegermal. Bisher musste man entweder wieder runter auf Wupperniveau und verschenkte damit gefahren Höhenmeter, oder man musste durch die Straße Am Kriegermal schieben. Die Schilder sind bereits montiert, eine Markierung in einem engeren Straßenbereich wird in den nächsten Tagen aufgetragen. Somit ist es ab sofort möglich ganz legal durch diese Straße zu fahren, auch wenn sich die Kraftfahrer in diesem Bereich sich scheinbar noch an die Regelung gewöhnen müssen. Bei einer Befahrung gestern wurde ich von einigen Kraftfahren verbal bedroht und absichtlich abgedrängt. Eine Erfahrung, die ich leider, wenn auch in abnehmenden Maße, immer wieder in freigegeben Einbahnstraßen machen muss.

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Die Nordbahntrassen-Nutzer zwischen Barmen und Elberfeld müssen sich auf Einschränkungen gefasst machen. Ab dem 2. Juni wird der Engelnbergtunnel saniert. Durch die umfangreichen Arbeiten muss der Tunnel für die Dauer der Arbeiten komplett gesperrt werden. Für 14 Wochen steht der Tunnel, laut aktuellen Planungen, nicht zur Verfügung. Eine von der WuppertalBewegung empfohlene Umleitung ist bereits ausgeschildert. Durch die Einbahnstraßenfreigabe im Bereich Platz der Republik kann der Tunnel zwischen dem Zugang Schleswiger Straße und dem ehemaligen Haltepunkt Ostersbaum bei dieser Sperrung auch legal in beide Richtungen umfahren werden. Meine Umfahrungsempfehlung:
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einbahnVor nicht ganz einem Jahr hatte ich an dieser Stelle darüber berichtet, dass die Stadtverwaltung Wuppertal eine Liste von 44 Einbahnstraßen vorgelegt hat, die für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet werden sollten, zusätzlich zu den Vorschlägen die durch Bürgereingaben und andere Gremien unterbreitet wurden. Die Liste soll auch als Einstieg gesehen werden, alle Einbahnstraßen im Wuppertaler Stadtgebiet (über 400 Stück) einer Prüfung zu unterziehen. Grundlage des Vorstoßes ist, laut Stadtverwaltung, die Änderung der StVO vom 06.03.2013, in der „die Einsatzkriterien und Anforderungen für die Öffnung der Einbahnstraßen für den gegengerichteten Fahrradverkehr vereinfacht“ wurden. Ich selber habe den Vorschlag zu diesem Vorgehen auf einem Workshop des Wuppertal-Instituts eingebracht. Wo stehen wir nun nach einem Jahr? Eine Bilanz

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tunneldorp– Die Firma Leonhard deckt aktuell den Boden im Tunnel Dorp mit einer Sandschicht ab. Das berichtet der ADFC Wuppertal auf seiner Facebook-Seite. Durch die Sandschicht soll der Tunnel besser zu befahren sein.
– Am Mittwoch dem 04.09.2013 geht es in der Bezirksvertretung Elberfeld um die Öffnung von Einbahnstrassen auf dem Ölberg. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Verwaltungsgebäude Elberfeld (Raum 202) und ist öffentlich.
– Am Freitag findet Septemberfahrt der Wuppertaler Critical Mass statt. Los geht’s wie immer um 19 Uhr am der Schwebebahnhaltestelle Kluse. Weitere Infos hier oder bei Facebook.
– Jede Menge Fahrradthemen stehen auch auf der Tagesordnung des Verkehrsausschuss. Neben der Vorstellung des Abschlussberichts des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie zum Thema Fahrradstadt Wuppertal, steht auch die Öffnung von Fussgängerzonen auf dem Programm. Die Sitzung findet am 11. September um 16:00 Uhr im Ratsaal in Barmen statt. Auch diese Sitzung ist öffentlich.

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In der vergangenen Woche habe ich zwei weitere Einbahnstraßen zur Öffnung für den Radverkehr vorgeschlagen. Die eine ist der Oberdörnen zwischen Zur Schafbrücke und dem Steinweg, die andere der Hohenstein, der einige Meter oberhalb des Oberdörnen verläuft. Mit den Formularen der Wuppertaler Critical Mass ist das ganz einfach: Einfach die Adresse, die betreffende Straße und das Datum eintragen und abschicken. Warum ausgerechnet diese Straße? Ich nutze regelmässig den Talradweg – wobei ich lieber über das Steinwegviadukt fahren würde, aber das dauert ja leider noch – und gerade in Fahrtrichtung von Elberfeld nach Barmen, gibt es einige Problemstellen. Eine ist diese Kreuzung. Ich fahre eigentlich immer über die Brücke an der Wasserstraße und durch den Oberdörnen. Leider werden die letzten 140 Meter als Einbahnstraße in die Gegenrichtung geführt. Eine Durchfahrt für den Radverkehr ist hier leider nicht möglich. Als Alternative schlägt der Radroutenplaner einen Weg über das Radroutennetz NRW vor, die knapp einen halben Kilometer länger ist. Auch der Weg über die Rödiger Straße ist mehr als doppelt so lang und weißt einige unnötige Höhenmeter auf. Durch die Freigabe dieser Straße könnte die Fahrtdauer zwischen den Zentren von Elberfeld nach Barmen also deutlich reduziert werden. Problematisch könnte allerdings in der Hauptverkehrszeit das einfädeln in den Steinweg sein, allerdings bietet die Straßeneinmündung genug Aufstellfläche für Radfahrer. Die Freigabe des Hohenstein ermöglicht – durch die Ampel Rödiger Straße / Steinweg – eine gefahrlose Querung des Steinwegs in Richtung Carnaper Straße und würde die Fahrtzeit auch deutlich verkürzen. Ich habe die verschiedenen Straßen auch auf dieser Google-Map eingezeichnet.

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In Arles gehört die für Radfahrer freigegebene Einbahnstraße seit Jahren zum Stadtbild, und auch in Wuppertal soll die Zahl der freigegeben Einbahnstraßen deutlich erhöht werden. Auf einem Workshop des Wuppertal Instituts habe ich angeregt, Einbahnstraßen „nach Aktenlage“ öffnen zu lassen. Sprich: Statt auf die Anregung der Bürger zu warten, sollte die Stadtverwaltung, dort wo es nach Aktenlage möglich ist, die Einbahnstraßen proaktiv öffnen. Scheinbar ist der Vorschlag von der Verwaltung aufgenommen worden. Dem Verkehrsausschuss hat die Stadtverwaltung nun eine Liste von 44 Straßen vorgelegt, die für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben werden können. Weitere Straßen sollen folgen.Continue reading