Rader_Luisenstraße

Ob schön nebeneinander oder kreuz und quer: In der Luisenstraße sind Fahrradabstellanlagen knapp. Dabei ist diese Straße eine der ersten Fahrradstraßen in Deutschland. In den letzten Wochen hat die Stadt Wuppertal nun einige Fahrradbügel aufgestellt, doch in der Nähe der Ausgehmeile zwischen dem Beatz und Kekse und dem Café du Congo sucht man vergeblich einen Abstellplatz. Am Ende hat man die Wahl: Stelle ich mein Rad auf dem engen Gehweg oder in den Grünanlagen ab. Zu dieser Problematik sind bereits viele Anfragen und Aufforderungen seitens der Wuppertaler Radfahrer in Richtung Stadt erfolgt (auch von mir). Leider erfolglos. Einen neuen Anlauf startet nun die AG Luisenstraße. Die Arbeitsgruppe der rund um die Luisenstraße ansässigen Gastronomen möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Mit einem Glühweinverkauf, wollen sie zum einen die Finanzierung der Fahrradständer unterstützen und zum anderen zeigen, dass es einen Bedarf in der Luisenstraße gibt. Wie ich finde, eine tolle Idee.

Der Glühweinverkauf startet am Freitag, den 4. Dezember um 17:00 Uhr und wird bis weit nach der Critical Mass im Wandelgarten (gegenüber von Pedalero) stattfinden. Neben Glühwein wird auch Bier und Kakao ausgeschenkt. Eine gute Möglichkeit sich nach der Critical Mass aufzuwärmen bzw. für diejenigen, die es nicht zur Critical Mass schaffen, nette Leute zu treffen. Weitere Infos gibt es in diesem Facebook-Eintrag.

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Die Bauarbeiten in der Luisenstraße gehen weiter. Aktuell ist der Abschnitt zwischen Erholungsstraße und Kasinostraße in Fahrtrichtung West – also entgegengesetzt zur Einbahnstraße – für den Radverkehr gesperrt. Zu meiner Verwunderung, Überraschung und Freude wurde nun erstmals (wenn ich mich recht erinnere) eine Umleitung für den Radverkehr eingerichtet. Das war nicht immer so. Die Umleitung führt über die Erholungsstraße und über die Neumarktstraße in das Luisenviertel. Die eingerichtete Umleitung ist nicht nur durchgängig, sondern auch nachvollziehbar beschildert. Auch ortsfremde Radfahrende können der vorgeschlagenen Route gut folgen. Ortskundige Radfahrende können die Baustelle natürlich auch durch die Straße Am Heckweiher umfahren. Unterm Strich: Sehr gut, dass nun bei Baustelleneinrichtungen der Radverkehr mit einbezogen wird. Weiter so!

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Die Luisenstraße ist Wuppertals einzige Fahrradstraße. Bereits 1997 wurden die Verkehrsschilder 244.1 zwischen Sophienstraße und Auer Schulstraße angebracht. Die Straße ist somit eine grundsätzlich für den Radverkehr vorgesehene Straße.  An Abstellanlagen hat bis heute allerdings niemand gedacht. Die einzigen städtischen Fahrradabstellanlagen befinden sich auf einem Teilstück der Straße außerhalb des Fahrradstraßen-Bereichs. Auf der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Elberfeld wurde das Thema bereits im Tagesordnungspunkt Berichte und Mittelteilungen behandelt. Im Protokoll der Sitzung sah das dann so aus:

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In Deutschland gibt es zur Zeit über 140 Fahrradstraßen. Die Luisenstraße in Wuppertal ist eine davon, und sie war eine der ersten Fahrradstraßen, die in Deutschland eingerichtet wurden. Das Einrichten von Fahrradstraßen wurde Ende der 90er Jahre ermöglicht. Die Idee: Förderung und Bündelung des Radverkehrs. Außerdem sollten die Radfahrer von den starkbefahrenen Hauptstraßen auf vorhandene Nebenstraßen geholt werden. Laut einem Positionspapier des ADFC steigern Fahrradstraßen die Verkehrssicherheit, das Fahrrad wird „als ernst zu nehmendes Verkehrsmittel in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt“ und die Radfahrerinnen und Radfahrer fühlen sich von der Verkehrsplanung berücksichtigt. Auch für die Anwohner ist eine Fahrradstraße eine schöne Sache: Der Straßenlärm wird reduziert und die Geschwindigkeit in der Straße gesenkt. Für den anliegenden Handel und die Gastronomie bedeuten mehr Radfahrer auch mehr Kunden, denn im Vergleich zu Autofahrern halten Radfahrer deutlich eher an einem Geschäft oder Café an. weiterlesen