Gute Nachrichten aus dem Ost-Teil der Stadt: Seit gestern ist der Brücken-Ersatzneubau an der Max-Planck-Straße freigegeben. Im August wurde die alte Brücke gesperrt und abgerissen, der Verkehr wurde über eine Ersatzbrücke umgeleitet. Nun steht zwischen dem Viadukt an der Wichlinghauser Straße und dem „Kreisverkehr“ am Carl Duisberg Gymnasium wieder die gesamte Trassenbreite von 6 Metern (2 Meter für den Fussverkehr und vier Meter für den Radverkehr) zur Verfügung.

Großer Andrang bei der Begehung der Schwarzbachtrasse. Die Bahntrasse, die früher den Bahnhof Wichlinghausen und den Güterbahnhof Langerfeld verbunden hatte, liegt seit der Einstellung des Zugverkehrs brach. Seit Jahren ist diese Verbindungsstrecke, die über ein hohes Viadukt und durch einen 290 Meter langen Tunnel führt, im Gespräch für eine erste Erweiterung der Nordbahntrasse. Mit dieser Verbindung würden schlagartig viele tausend Menschen Anschluss an die Wuppertaler Nordbahntrasse und damit Zugang zum emissionsfreien Alltags- und Freizeitverkehr erlangen. Ende letzten Jahres zeichnete sich bereits eine Lösung bezüglich des Ausbaues ab: Die WuppertalBewegung übernimmt die Regie bei der Umgestaltung der Trasse, die Kosten übernimmt zu 90% der Bund. Noch im März sollen die Planung und Kostenberechnung dem Fördergeber überreicht werden. Wenn der Förderbescheid vorliegt, rechnet die WuppertalBewegung mit einer Bauzeit von sechs Monaten.

Am vergangenen Samstag konnten die Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger schonmal einen ersten Blick auf die Stecke werfen. Bei leichtem bis mäßigen Regen folgten knapp 500 Trassenfans der Einladung. Vom Bahnhof Wichlinghausen aus, ging es bis nach Langerfeld und wieder zurück. Die bisher zugewucherte und zugemüllte Trasse war im Vorfeld bereits freigeräumt bzw. freigeschnitten worden. Tolle Bilder von der Begehung gibt es auf der Seite der Nordbahntrasse und auch die WZ berichtet von dem samstäglichen Ausflug.

Die knapp 2 Kilometer lange Strecke wird, nach dem erfolgten Umbau, nicht nur Wohnquartiere an die Nordbahntrasse anschließen, sondern auch den Langerfelder Markt und den S-Bahnhof Wuppertal-Langerfeld. Beide Ziele sind innerhalb einer Tempo-30-Zone zu erreichen. Den genauen Streckenverlauf habe ich in dieser Karte und die Anbindung nach Langerfeld dargestellt.

 

Auf der Wuppertaler Nordbahntrasse wird am Wichlinghauser Viadukt die Baustellenbeschilderung nachgebessert. Nachdem gestern die Fahrt über das Viadukt, durch die Beschilderung mit Zeichen „254“ zwischenzeitlich verboten wurde, ist nun das legale Befahren wieder möglich. Bei einem Ortstermin mit Verkehrsmister Groschek und Oberbürgermeister habe ich bereits auf die problematische Verkehrsführung hingewiesen. Bereits gestern wies die Stadt auf ihrer Webseite darauf hin, dass während der Bauphase das Befahren des Wichlinghauser Viadukt erlaubt sei. Nur über die Behelfsbrücke müsste das Rad ca. 50 Meter geschoben werden. Bis die Behelfsbrücke fertig installiert ist, wird noch etwas Zeit vergehen. Bis dahin werde ich schauen, ob es nicht noch eine bessere Lösung für die Brücke realisierbar ist (Mir schwebt eine Beschilderung „Fussweg + Radfahrer frei“ vor).

Ich werde immer wieder gefragt, ob die Nordbahntrasse hinter dem Bahnhof Wichlinghausen weitergeht oder ob dort Schluss sei. Die Antwort ist natürlich: Nein! Es geht weiter, nur leider ist dieses nicht so offensichtlich. Auch die Umleitung um die fehlende Brücke Bracken findet nicht jeder. Aus diesem Grund bin ich beide Umleitungen nochmal mit der Kamera abgefahren und habe den Weg durch das Bergische Plateau und die Brücken-Umleitung gefilmt.
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Am Freitag, den 19. August wird endlich die Wuppertaler Nordbahntrasse eröffnet. Bis auf die Brücke in Bracken, wird die gesamte Strecke zwischen dem Bahnhof Schee und dem Gewerbegebiet Vohrang benutzbar sein. Um dieses ausgiebig zu feiern, sind zahlreiche Aktivitäten auf der neu eröffneten Nordbahntrasse geplant:

Trassen-Express
Für alle diejenigen, die mit dem Rad zur Trasseneröffung fahren wollen, hat die IG Fahrradstadt Wuppertal einen Trassen-Express ins Leben gerufen. Die Idee: Mit möglichst vielen Menschen gemeinsam zur Trasseneröffnung fahren. Um 12:45 startet der Express am Bahnhof Vohwinkel, um 13:08 Uhr erreicht er den Bahnhof Ottenbruch. Es folgen Bahnhof Mirke (13:18 Uhr), Bahnhof Loh (13:29 Uhr) und der Bahnhof Heubruch (13:38 Uhr). Die Ankunft in Wichlinghausen ist für 13:45 geplant. Die Geschwindigkeit soll bei ca. 12 km/h liegen. Auch eine Laufgruppe hat sich angemeldet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen sich an den verschiedenen Bahnhöfen anzuschließen. Alle Stationen und Zeiten gibt es auch auf der Seite der IG Fahrradstadt Wuppertal. (Facebook-Event)

Bahnhof Wichlinghausen
12:00 Uhr – Ökumenischer Gottesdienst auf dem Bahnsteig des Wichlinghauser Bahnhofs
13:00 Uhr – Baumpflanzaktion mit Moscheegemeinden auf dem Gelände der Wichernkapelle.
14:00 Uhr – Offizielle Einweihung der Nordbahntrasse
Im Anschluss veranstaltet die WuppertalBewegung eine gemeinsame Fahrradtour entlang der Trasse. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der WuppertalBewegung und der Stadt Wuppertal. (Facebook-Event)

Eröffnungsparty am Mirker Bahnhof 
Nach der offiziellen Eröffnung geht es ab 15:30 Uhr  in der Utopiastadt im Mirker Bahnhof weiter. Das Team des Hutmachers schenkt auf dem Bahnsteig kostenlos Tee aus, außerdem können weitere Getränke dort gekauft werden. Auf dem Bahnsteig ist ein Lagerfeuer geplant. Ab 18:00 Uhr soll die durchgängig befahrbare Trasse in der Hebebühne (unterhalb des Mirker Bahnhofs) gefeiert werden. Neben Musik werden dort auch meine Videos auf einer Leinwand gezeigt. (Facebook-Event)

Weitere Aktivitäten
Eine Gruppe aus Dortmund reist mit dem Zug zum Trassen-Express an. Treffpunkt am Dortmunder HBF ist um 10:45 Uhr. Die Rückfahrt nach Dortmund (durch den Scheetunnel) ab Wichlinghausen ist für 14:30 Uhr geplant. Weitere Informationen gibt’s bei Facebook.

Was vergessen? – Weitere Termine einfach an termine(at)talradler.de melden.

 

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… und weiter geht’s auf dem Wichlinghauser Bauabschnitt der Nordbahntrasse. Nach dem Viadukt über die Wichlinghauser Straße, ist nun das Viadukt über die Bartholomäusstraße an der Reihe. Wie von der Stadt zu hören ist, wurde der Auftrag, für die Arbeiten an dem 186 Meter langen Bauwerk, kürzlich vergeben. Die Arbeiten umfassen die Erneuerung des Geländers und die Abdichtung des Viaduktes. Außerdem soll das Bauwerk mit rund 1.000 Tonnen Beton verfüllt werden. Mit dem Baubeginn rückt die durchgängige Befahrbarkeit der gesamten Trasse zum Jahresende wieder ein Stück näher.

 


Da staunte ich nicht schlecht. In Wichlinghausen nimmt der Trassenausbau immer weiter Formen an: Zwischen der Rathenaustr. und dem Viadukt Wichlinghauser Straße entsteht zur Zeit das Pflasterband und der inzwischen abgedichtete Viadukt steht aktuell sperrangelweit offen und bietet ungewohnte Blicke auf den Stadtteil im Osten Wuppertals.  An der Kreuzung zwischen der Breslauer Straße, der Nordbahntrasse und dem Zugang zum Schulzentrum wird aktuell ein Kreisverkehr gebaut.

Wohl länger als zwei Wochen gesperrt – Der Tunnel Dorrenberg

„Der Bau der Trasse wird sich im östlichen Abschnitt von der Westkotter Straße bis nach Wichlinghausen bis mindestens Mitte 2014 verzögern.“ Das ist nur eine, der neuen Hiobsbotschaften von der Nordbahntrasse, die heute am Wochenende der ADFC Wuppertal/Solingen veröffentlicht hat. Außerdem ist die Wiedereröffnung des Tunnel Dorrenberg auf unbestimmte Zeit verschoben, da die angestrebte Lösung Bedenken bezüglich des Umweltschutzes hervorrief. Die ganze Meldung gibt auf der Webseite des ADFC.