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Bereits wenige Tage nach der offiziellen Eröffnung ist klar: Die Wuppertaler Nordbahntrasse ist eine Erfolgsgeschichte. Schon über die Weihnachtsfeiertage waren tausende Wuppertalerinnen und Wuppertaler zwischen dem Scheetunnel und dem Trassenende im Westen der Stadt unterwegs. Erfreulich, dass sich auch über Feiertage, die Trennung zwischen Rad- und Fussverkehr im innerstädtischen Bereich so gut vollzog – bis auf einige Ausnahmen abgesehen. Mit dem ersten Schnee stand nun die Bewährungsprobe für den Winterdienst ins Haus. Die gute Nachricht: Bereits am Samstagmittag war die Trasse geräumt. Die schlechte Nachricht: Mit 1,8 Metern Räumbreite fiel der geräumte Weg sehr eng aus. Zu eng für die vielen Menschen, die am Sonntag die Trasse stürmten. Fussgänger, Menschen mit Kinderwagen, Radfahrende … bis auf wenige Ausnahmen wollten alle die geräumte Spur nutzen. Ich habe mich bereits gestern per Mail an die ESW (Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal) gewendet, um diese aufmerksam zu machen, vielleicht schreiben ja noch weitere Betroffene ein paar Zeilen …

schneeDas Tal taut auf, Zeit einen Blick auf den Winterdienst der letzten Wochen zu werfen. Medial wurde in den letzten Tagen sehr viel positives vermeldet und tatsächlich: Die Straßen waren schnell und gut geräumt und auch zahlreiche Treppen der Stadt wurden schnell und zuverlässig geräumt. Was den Radverkehr im Tal angeht, so ergibt sich ein differenziertes Bild: Während einige Radschutzstreifen und Wege sehr gut geräumt wurden, gab es an einigen Stellen durchaus Nachholbedarf: So war der gegenläufigen Radweg auf der Luisenstraße von einer dicken Schnee und Eisschicht bedeckt und auch der Radweg auf der B7 zwischen Pestalozzistraße und Robert-Daum-Platz bestand vorwiegend aus Schnee und Eis. Besonders problematisch fand ich persönlich die Situation auf Radwegen die parallel zur Straße auf den Bürgersteigen geführt werden. Während ich auf der Hünefeldstraße in Richtung Elberfeld die Straße benutzen kann, bin ich auf dem Rückweg auf den Weg auf dem nicht geräumten Bürgersteig angewiesen. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Winterdienst? Seid ihr zufrieden oder seht ihr noch Verbesserungspotential im Bezug auf den Wuppertaler Radverkehr?


An dieser Stelle eine kleine Rückmeldung zu der Veranstaltung gestern: Eigentlich wollte ich heute Abend bei der offiziellen Eröffnung der LED-Beleuchtung auf der Nordbahntrasse etwas mehr fotografiert/gefilmt haben, aber ich bin nicht dazu gekommen, da ich zu spät am Bahnhof ankam. Deshalb an dieser Stelle nur ein kurzer Filmschnipsel. Zur Einweihung haben sich zahlreiche Radfahrer am Mirker Bahnhof eingefunden. Ich hab‘ nicht gezählt, aber es werden schon um die 20 gewesen sein. Von dem Einweihungsakt habe ich nicht viel mitbekommen, was (wahrscheinlich) auch nicht schlimm war. Die anwesenden Radfahrer fuhren dann noch in bester Critical Mass-Manier zwei Mal an der WDR-Kamera vorbei. Das Resultat kann man sich hier anschauen (Lokalzeit vom 21. Januar 2013 um Sendungsteil „Kompakt“).

Update: Inzwischen gibt es auch einen Beitrag in der Westdeutschen Zeitung. Der ADFC Wuppertal weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass bisher nur der „innerstädtische Bereich“ der Trasse mit der neuen Beleuchtung versehen werden soll. Da die Beleuchtung um 300.000 Euro billiger geworden ist, bringt der Verband nun eine Weiterführung der Beleuchtung bis zum Trassenende in Vohwinkel in’s Gespräch.

trasseAm Montag, den 21. Januar 2013 wird um 17:30 Uhr am Mirker Bahnhof die neue LED-Beleuchtung offiziell eingeweiht. Der Wuppertaler ADFC versucht zu diesem Termin auch zahlreiche Winterradfahrer zu mobilisieren: Zum einen um zu zeigen, dass wir auch im Winter fahren und zum anderen um das Thema Winterdienst auf der Trasse anzusprechen. Ich finde die Idee sehr gut und schließe mich dem Appell an!