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NBT: Verweilen unerwünscht

Aufmerksamen Trassennutzern wird des bereits aufgefallen sein: Von der Brücke Wünstenhoferstraße in Richtung Bahnhof Mirke wird ein auf der Nordseite der Trasse ein Zaun errichtet. Ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass das Gelände um den Mittelbahnsteig am Mirker Bahnhof der Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung steht. Gerade in diesem Sommer nutzen viele Wuppertaler – mir eingeschlossen – den Bahnsteig zum verweilen, lesen oder gar arbeiten (Freifunk Wuppertal sei Dank!). Nun könnte es so aussehen, als wären diese Zeiten zunächst vorbei. Dazu passt folgender Tweet aus der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen:

10 Kommentare

  1. Ingo Ingo

    Hi,

    wenn ich mich recht erinnere sollen sich einige Stellen, Randstreifen,… als Minibiotope entwickeln. Leider finde ich die Web-Seite nicht mehr wo die Planung der Nordbahntrasse aufgezeigt wurde von der ich diese Info habe. Eventuell ist dies für diesen Bereich ebenfalls vorgesehen? Leider lassen sich die meisten Menschen ja von Schildern und Bitten nicht davon abhalten überall rum zu trampeln wo sie hinkommen – ohne Rücksicht auf Verluste. Abgesehen davon dass Schilder ohnehin nur von Sprayen und Vandalen beschädigt, entwendet,… werden. Entsprechend muss eben eingezäunt werden. Zum Thema „hinsetzen“ werden dann ja eventuell irgendwann mal Bänke aufgestellt?! Ansonsten gib es z.B. bei McTrek, Globetrotter,… bezahlbare und einfach zu transportierende Campingsitzmöbel 😉 Wir doch wirklich froh sein, dass dieses Projekt überhaupt auf den Weg gebracht wurde und umgesetzt wird – also nicht moppen, sondern für Sitzmöbel sorgen.

    • christoph christoph

      Hallo Ingo, die Frage ist doch am Ende, was nützt ein Campingstuhl, wenn es keinen Platz zum Aufstellen gibt 😉 – Aber Spass bei Seite: Ich sehe die Entwicklung zwischen oder Wünstenhofer Straße und dem Mirker Bahnhof nicht so optimistisch. Hier können Grünflächen zum Verweilen geschaffen werden, allerdings sieht es zur Zeit so aus, als würde das Gelände anderweitig genutzt. Schade wäre doch, wenn die Trasse im innerstädtischen Bereich, unmittelbar von Zäunen umgeben wäre.

  2. Na die Bürger haben halt immer das Nachsehen. Dann wird gleich ein Zaun gespannt. Schade eigentlich. Aber da kann man wohl nichts dran machen.

  3. Ingo Ingo

    Ja, war gerade auch mal „vor Ort“ und es sieht tatsächlich sehr danach aus als würde dem dort ansässigen Gewerbe mehr Platz eingeräumt. Na ja, mit Gewerbefläche ist Wuppertal ja auch nicht gerade gesegnet, insofern – wenn es den Arbeitsplätze schafft / erhält. Ist halt immer ein abwägen von verschiedensten Interessen, Anforderungen… Habe mal versucht zu den Vorgängen was zu finden aber bisher habe ich im WWW nichts gefunden was Klarheit bringt. Da muss man wohl abwarten und schauen was das wird.

    • christoph christoph

      Das ist richtig und hinter dem Dorrenbergtunnel wird auch ein Rastplatz eingerichtet, allerdings ging es mir an dieser Stelle um den Bereich zwischen Mirker Bahnhof und dem Viadukt an der Uellendahler Straße, den ich gerne als öffentliche Grünfläche gesehen hätte.

  4. Michael Hablitzel Michael Hablitzel

    Grünfläche wäre schön gewesen, und ich finde schade dass die Sandsteine am Mirker Bahnhof weg sind. Andererseits ist der ganze Bereich sicher von der früheren Nutzung her problematisch und eine Altlast. Scheint als würden die Flächen an die Gewerbebetriebe verkauft oder verpachtet. Ist das auch der Grund für die Verlegung der Trasse östlich des Mirker Bahnhofs?

    • christoph christoph

      Sieht fast so aus. Kann auch sein, dass die Stadt die Gebäude östlich des Mirker Bahnhofes (sofern sie im Besitz dieser ist) noch verkaufen und mit der Verlegung die Attraktivität steigern will … wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem. Die Verschwenkung ist schon in den Plänen von 2009 verzeichnet, aber nie wirklich thematisiert worden. Mir ist es auch wirklich erst beim Bau aufgefallen.

  5. Ingo Ingo

    Ich habe die Seite (http://gis.ibbeck.de/ginfo/apps/planwerk/planwerk_nordbahntrasse.asp) wieder gefunden wo die Vorplanungen im Detail dargelegt werden. In diesem PDF (http://gis.ibbeck.de/ginfo/apps/planwerk/Downloadbereich/01%20Planwerk/02%20Vorplanung%20-%20Juni%202009/01%20Übersicht/ULP1.pdf) ist der Bereich der jetzt offenbar eingezäunt wird als „Biotopverbund – Besonders bedeutende Flächen“ gekennzeichnet (Die türkis schraffierte Fläche). Wie das mit der Planierung zusammenpasst? Bin kein GaLa-Experte, aber die Aussage „Aufenthalt unerwünscht!“ halte ich für zu kurz gegriffen. Mag sein, dass das so ist, aber IMHO muss man auch hinterfragen weshalb etwas gemacht wird, wie es gemacht wird. Und wenn hier ein innerstädtisches Biotop entwickelt werden soll, bin zumindest ich gerne bereit Verzicht zu üben. Es werden sich an der NBT auch noch andere Orte finden um sich aufzuhalten. Eventuell muss man eben ein paar Meter mehr zu Fuß oder dem Fahrrad zurücklegen. Nicht alles was die Stadt Wuppertal macht ist Driss 😉 Wobei hier mehr Information vor Ort sicher angemessen wäre.

    • christoph christoph

      Wie schon gesagt: Die Planungsdaten sind bekannt und haben schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Wir werden ja sehen was an der Stelle entsteht, ich würde nur nicht auf den Biotopverbund wetten 😉

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