VRR: Goodbye, Klappsitze!

Bereits zum Jahresbeginn hatte ich mir die Ergebnisse des VRR Onlinedialogs zum Thema „ÖPNV und Radverkehr“ angeschaut und aufgearbeitet: Obwohl das Thema nicht explizit abgefragt wurde, benannten die Teilnehmenden den Komplex „Fahrradmitnahme in Bus und Bahn“ als großes Problem. Der VRR hat nun scheinbar die Konsequenzen daraus gezogen und will bei Neuanschaffungen auf die Klappsitze im Fahrradabteil verzichten. Dieses gilt bereits für die Ausschreibungen des laufenden Jahres und betrifft die Neufahrzeuge für den Einsatz auf den Linien S 2, S 3, S 9, S 28, RB 3, RB 40 und RB 41. „Die Fahrzeuge werden so konzipiert, dass Rollstuhlstellplätze von Fahrradstellplätzen getrennt sind. Zudem verfügt der Fahrradbereich zukünftig über gepolsterte Stehhilfen mit einem kurzen Rückenpolster und nicht – wie in den heutigen Fahrzeugen – über Klappsitze. Damit entspricht der VRR Anregungen aus dem letzten Online-Dialog zur Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV. “ heißt es in einem Statement des Verkehrsverbunds. Ich freue mich über diese Entwicklung. Bei der Fahrradmitnahme im Zug habe ich bereits öfters Differenzen mit Klappsitz-Fans gehabt.

12 Kommentare

  1. Moinsen,

    ich hab auch jeden morgen das ein oder andere Kämpfchen mit Klappsitzfans aber ich seh nicht ein das ich deswegen bei meiner täglichen Pendelfahrt zwischen Düsseldorf und Essen (und zurück) nun stehen soll. Und Rad abschließen und woanders hinsetzen ist für mich auch keine Option. Ich lass mein Rad nur so weit stehen wie ich gucken kann, ich schlepp es sogar 6 Etagen in die Wohnung und 5 Etagen ins Büro.

    Ich finds einfach ungerecht die Sitze zu entfernen nur weil ein paar Hirnbefreite es nicht raffen wofür das Multifunktionsabteil ist 🙁

  2. Leider werden auch Radfahrer schnell zu Klappsitzfans sobald ihr Rad steht und nehmen dann anderen den Platz weg. Daher richtige Entscheidung.

    1. Am besten klappt das noch im Fahhradabteil, wenn nur Radpendler unterwegs sind, die sich schon vor dem Einsteigen abstimmen, wer als erstes wieder raus muss etc. und die wissen, dass es nur zusammen klappt.

    2. Da kann ich jetzt nur von mir reden. Sobald es nötig wird, Mutter mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühle, mach ich gerne und selbstverständlich Platz. Ich seh aber nicht ein den Leuten Platz zu machen die weder Gepäck, Kinderwagen, Rollstuhl dabei haben. Die bekommen dann von mir schon mal die passende Ansage.

  3. Ich sehe das auch mit gemischten Gefühlen. Das es jetzt bessere Rollistellplätze gibt ist gut, auch wenn es Flexibilität nimmt. Der komplette Verzicht auf Klappsitze finde ich aber auch nicht die richtige Lösung für langlaufende Linien. 10 Minuten in der S-Bahn kann man gut stehen, aber 1 oder 2 Stunde im RE. Insbesondere ist die Frage, ob es Befestigungsmöglichkeiten gibt wie z. B. in den älteren Dostos mit den Gurten.

    1. Bei längeren Fahrten habe ich mir bisher auch immer einen „richtigen“ Sitzplatz gesucht. Gerade bei RE-Verbindungen geht das ganz gut. Auch bei volleren REs findet man nach zwei Stationen einen Platz vom dem man aus sein Rad im Blick hat. Von daher kann ich da deine Zurückhaltung nicht ganz verstehen. Wobei ich dir in Sachen Befestigungsmöglichkeiten voll zustimme. Ich denke schon, dass es Gurte zum Sichern gibt. Es sollten allerdings auch noch Schlaufen, an denen ein Schloss befestigt werden kann, angebracht werden.

      1. Auch bei volleren REs findet man nach zwei Stationen einen Platz vom dem man aus sein Rad im Blick hat.

        Nicht in den Dostos im Steuerwagen.

        Es sollten allerdings auch noch Schlaufen, an denen ein Schloss befestigt werden kann, angebracht werden.

        Eine Schlaufe, die ein Profidieb einfach durchschneidet?

        1. Nicht in den Dostos im Steuerwagen.

          Selbst dort kannst du von den Plätzen hinter dem WC das Mehrzweckabteil einsehen, wenn auch nicht ideal. Die neuen S-Bahnen werden aber keine Doppelstock-Wagen, außerdem wir die Toilette eher im Bereich des Rollstuhlfahrer, Kinderwagen-Abteils zu finden sein, (wenn überhaupt). In den RE7 und RE13 und den S-Bahnen hast du heute schon „freie Sicht“ auf dein Fahrrad.

          Eine Schlaufe, die ein Profidieb einfach durchschneidet?

          Mensch Norbert, du weißt doch was ich meine. Diese Laschen, Schlaufen, Bögen … keine Ahnung wie die heißen, die du auf einigen Verbindungen oben an der Lehne der Klappsitze hast. Da das Schloss durch und fertig. Wenn der „Profidieb“ mit der Flex anrückt wird das schon jemand mitbekommen. 😉

        2. Also mir ist das von dort zu weit weg und uneinsichtig und aktuell werden diese Plätze ja auch zum Fahrradabteil. Dann lieber an den Stangen anschließen, Taschen nehmen und nach oben gehen.

          Bei Triebwagen ist das in der Regel einfacher, aber die Strecken, die ich am häufigsten fahre, sind welche mit den Dostos.

          Bei Schlaufen habe ich wirklich nicht an diese Metallteile gedacht. Schlaufen sind weich und biegsam für mich. Aber wie die heißen, weiß ich auch nicht. 🙁 In meiner blühenden Phantasie dachte ich, dass du da spezielle Wünsche hast … 🙂

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