Woanders ist auch nicht besser (I)

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Auch wenn wir festgestellt haben: In Wuppertal ist das mit dem Radfahren nicht immer so einfach, aber auch in anderen Städten gibt es starke Defizite bei der Radinfrastruktur.
Zum Beispiel hier in Monheim. Dieses Stück auf der Opladener Straße ist Teil des Rheinradwegs und ein gutes Beispiel wie Fahrradinfrastruktur nicht gestalten sollte. Der kombinierte Rad- und Fussweg ist für beide Richtungen benutzungspflichtig. In Höhe von Hausnummer 143 sieht man sich mit dieser Situation konfrontiert: Der Weg weist an dieser Stelle nicht einmal einen Meter auf. Die Anordnung der Benutzungspflicht ist hier mehr als unverständlich:  Es ist vielmehr eine angeordnete Gefährdung für Radfahrer und Fussgänger.

4 Kommentare

  1. Dass es an solchen Engstellen besser ist, direkt auf der Straße zu fahren, werden – und wollen – manche Verwaltungen nie begreifen.

    Aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 23.05.2013:
    „Eine 58-jährige Radfahrerin ist in Köln-Porz tödlich verunglückt. Aus bisher ungeklärter Ursache geriet sie auf dem Radweg ins Straucheln und stürzte auf die Straße. Ein vorbeifahrender Pkw konnte nicht mehr ausweichen.“

    Das Ausweichen mit dem Fahrrad auf die Straße kann an der gezeigten Stelle kostenpflichtig sein, gesünder für alle Beteiligten ist es allemal.
    Ist das Anordnen einer Gefährdung eigentlich nicht strafbewehrt?

  2. Das finde ich in diesem Fall den Knackpunkt. Durch die Anordnung der Nutzungspflicht auf dem Bürgersteig gefährdet die Stadtverwaltung die Gesundheit ihrer Bürger, nur damit sie nicht auf der Straße fahren. Das Warnschild „Engstelle für Zweiradfahrer“ zeigt ja auch, dass sie der Gefahr bewusst sind.

  3. Ich hab da was gefunden:

    § 123 VerwStGB

    (1) Die Anordnung von Gefährdungen durch die
    Verwaltung ist verboten.
    (2) Die Zuwiderhandlung wird mit Büroschlafentzug und
    in schweren Fällen mit Pflichtnachdenken bestraft.
    (3) In besonders schweren Fällen kann das
    Pflichtnachdenken in der Dienstzeit angeordnet werden.

    Klingt ziemlich drastisch, könnte das ein Fake sein? 😉

  4. Die zuständige Behörde anschreiben und den Sachverhalt schildern, dann müssen die die Benutzungspflicht aufheben. Tun dies nicht, dann darf man sie anzeigen. Fertig!
    Das könnte am besten jemand machen, der dort in der nähe wohnt und sich dort auskennt.

    MfG Gregor

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