Zwei Verkehrszeichen für besseren Radverkehr

Es heißt ja immer, dass wir in Deutschland zu viele Verkehrszeichen hätten und gefühlt jeder Verkehrsminister seit 1992 hatte es sich zur Aufgabe gemacht diesen „Schilderwald abzuholzen“. Allerdings: Zwei Verkehrszeichen fehlen hier in Deutschland noch. Zeit einmal über die Ländergrenzen zu schauen. Hier also zwei Verkehrsschilder die wir importieren könnten:

In Frankreich zeigt dieses Schild den zum überholen notwendigen Seitenabstand an. Es kommt in Regel auf Landstraßen zum Einsatz. Bei uns fehlt so ein Schild, obwohl es hier wirklich nötig wäre. Inner- und Außerorts.

In den USA und Kanada sind sogenannte Sharrows  in den Radhochburgen inzwischen an der Tagesordnung. Diese Bodenmarkierung zeigt den Bereich an, in dem sich Radfahrer bewegen sollten. Der Effekt: Alle Verkehrsteilnehmer wissen wo sie den Radverkehr antreffen können. Also auch dem Autofahrer, der sich mit der aktuellen Gesetzes und Rechtslage nicht vertraut gemacht hat, wird klar angezeigt wo er auf der Straße mit Radfahrern rechnen muss. Und auch der ungeübte Radfahrer bekommt durch die Markierung angezeigt wo’s lang geht. Nicht 5cm neben dem Bordstein oder an parkenden Autos vorbei, sondern mit „ausreichend“ Abstand zu Fußgängern und dem ruhenden Verkehr.

Was haltet ihr von der Idee? Könnten durch diese Schilder/Bodenmarkierungen Unfälle verhindert werden oder wären es „nur noch“ zwei Zeichen mehr im Schilderwald?

13 Kommentare

  1. Nicht nur notwendig sondern auch sinnvoll. Und wen sich die Autofahrer daran halten würden ( wie ich das in Frankreich erlebt habe) dann auch Verbesserung der Verkehrssicherheit.

  2. Die Sharrows sind doch was, was man super einfach mal nachts auf die Straße malen könnte, um eine Diskussion anzuzetteln. Und evtl. werden sie ja sogar von der Stadt stehen gelassen.

    1. Da kann man nur dringendst von abraten! Die Bodenmarkierungen dort sind Teil des Verkehrszeichensystems hier kennen es nur eingeweihte. Selbst wenn man sich im Recht fühlt und glaubt, den korrekten Abstand eingehalten zu haben, sind die hiesigen Autofahrer darauf in keiner Weise eingestellt. Sollte es an einer solchen Stelle zu einem Unfall kommen, wird garantiert auch der Straßenkünstler mit zur Verantwortung gezogen … abgesehen davon, dass wohl niemand damit leben kann, an einem, eventuell tödlichen Unfall, mit beteiligt zu sein.

  3. In Düsseldorf-Flingern habe ich auch schon mal ähnliche Markierungen auf dem Boden gesehen, allerdings weiter rechts. Eine gute Art darauf aufmerksam zu machen, dass Radfahrer auf der Straße anzutreffen sind, auch wenn aus Platzgründen kein eigener Fahrradstreifen angelegt werden kann.

  4. Das erste Bild sollte man an das Design der deutschen Schilder anpassen, ausdrucken, einlaminieren und sich an den Rücken heften. Ich befürchte aber, dass sich trotzdem einige davon gestört fühlen und anfangen zu nerven. Hach ja, manchmal möchte man sich einfach mal ne rostige Mistgabel quer übern Gepäckträger laden und die Dosentreiber ins Messer…. äh in die Gabel fahren lassen. ^^

    Aber wir sind ja nicht so.

    MfG Gregor

  5. Wenn ich meine Meinung zu dem 1,5-m-Schild sagen würde, heißt es wieder: „der hat von Ka Rotte aus Facebook abgeschrieben!“ 😉
    OK. hab’ ich auch, und da ich nicht Gutti bin gebe ich das zu. Ich bin auch der Meinung, dass ein Verkehrsschild für ein Verhalten, dass IMMER und ÜBERALL gelten sollte, nicht das richtige ist.

    An den Sharrows gefällt mir am besten der Platz daneben bis zur Fahrbahnbegrenzung. Sowas hätte ich hier auch gerne. Sollten wir aber vorher mit Jessi und Herrn Schmidt besprechen. ;-(

    1. Kann man so sehen, aber es ist ja nicht so, als ob sich die meisten Verkehrsteilnehmer dran halten. Wenn ich mir die Diskussion in der Lokalzeitung anschaue, glaube ich sogar, dass einige Zeitgenossen sogar absichtlich keinen Sicherheitsabstand einhalten wollen. Ich würde es auf jeden Fall begrüssen, wenn solche Schilder z.B. auf der Hünefeldstraße an den einzuhaltenden Sicherheitsabstand erinnern würden.

      1. OK, bei mir wäre es der als NRW-Radroute ausgeschilderte Mühlenweg, bei dem ich mir so ein Schild wünschen würde. Hier werde ich regelmäßig mit 30 cm Abstand überholt, obwohl ich dort schon fast mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit unterwegs bin. Klar, bei größerem Abstand muss man da schon mit der linken PKW-Seite über den Bürgersteig fahren – oder dahinter bleiben, was natürlich niemand macht.
        Ich fahre mittlerweile lieber wieder über die 2-spurige B7 Richtung Elberfeld.

        Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Wenn am Mühlenweg und an der Hünefeldstraße so ein Schild steht, weiß ich genau, was ich mir von einem Mr. Eilig auf der B7 und anderswo anhören muss:“ … wieso, hier steht doch kein Schild!“

        Aber irgendwas muss gemacht werden, da sind wir uns einig.
        Die Hoffnung, dass die Polizei da irgendwie tätig wird, habe ich nach 2 ergebnislosen Anzeigen aufgegeben.

  6. Oh ja, das ist eine gute Idee. Rad Fahren kann schon ziemlich gefährlich sein. Diese Verkehrsschilder und Bodenmarkierungen würden dem Langsamverkehr sehr helfen. In Wien habe ich schon ab und zu ein solches Verkehrsschild gesehen.

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