Nichts Neues auf der Talachse

Es ist das Nadelöhr zwischen Barmen und Elberfeld. Am Landgericht ist – durch die Baustelle an der gleichnamigen Schwebebahnhaltestelle – bereits seit September 2010 der Radweg von Elberfeld in Richtung Barmen unterbrochen; was die Fahrt in den Ostteil der Stadt immer wieder zu einem Glücksspiel macht. Zwar ist es möglich die Wupperbrücke zum Hartmannufer zu befahren, allerdings entpuppte sich das Ufer ebenfalls als Sackgasse, da auch dieser Weg durch die Bauarbeiten an der Station gesperrt war. Ich bin dann oft „querfeldein“ nach dem Vorschlag des ADFC bis zur Haspeler Straße gefahren, aber ärgere mich jedes Mal über diese Baustelle.

Langsam lichtet sich die Baustelle und auch im unmittelbar an die Station angrenzenden Flächen wird schon seit einiger Zeit die Fahrbahn wieder hergestellt. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Stück Radweg bald wieder nutzbar ist, aber hier im Tal dauert ja alles etwas länger und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Klar, bei dem Bau der Schwebebahnhaltestelle sind viele Probleme aufgetreten und meine Kritik richtet sich nicht gegen die lange Bauzeit, sondern gegen die fehlende Einrichtung einer legalen Ausweichroute für Radfahrer. Bei einer Bauzeit von 16 Monaten wäre dieses eigentlich zu erwarten gewesen.

Talradler.de bei WDR 5

Noch im letzten Jahr war ich zu Gast in der WDR 5-Sendung Scala, in der Rubrik „Geschmackssachen“ sprach ich über Fahrradblogs, Cycle Chic und Critical Mass. Zu hören ist die Sendung hier, der Beitrag ist ab Minute 39 zu hören. Ferner wünsche ich natürlich allen Lesern dieses Blogs ein frohes 2012, mit der Hoffnung auf ein paar Kilometer Nordbahntrasse.

Fundstücke: Sommer 2011

Der bergische Sommer war dieses Jahr nicht so berühmt, wie dieses Video aus dem Juli 2011 beweist. Während der Abfahrt von Heiligenhaus nach Flandersbach werde ich (und eine weitere Gruppe Radfahrer) von einem Gewitter überrascht. Nach der Abfahrt wurde der Niederschlag noch stärker, also stellte ich mich unter einer Brücke am Rande der Kalkwerke unter. Nach ein paar Minuten kam ein Junge auf einen Fahrrad vorbei und frage mich, ob ich kein Auto haben würde. Ich sagte ihm, das ich ein Auto hätte (Naja … ich kann zumindest ein Auto mitbenutzen), daraufhin fragte er mich warum ich mit dem Fahrrad fahren würde, wenn ich doch ein Auto hätte. Ich war irritiert. Ich versuchte ihm dann klar zu machen, dass Fahrradfahren gesund sei und Spass machen würde. Freilich war meine Argumentationsgrundlage bei den aktuellen Wetterbedingungen eher mau.

Diese kleine Anekdote zeigt vielleicht eines der Probleme mit denen wir es bei der Mobilitätswende zu tun haben: Das Auto wird immer noch als Fortbewegungsmittel Nummer Eins verstanden und propagiert. Das Fahrrad hingegen ist noch immer eher ein Sportgerät oder ein Freizeitverkehrsmittel.

Fahrradfreundliche Nordstadt

[portfolio_slideshow showtitles=true]

Wie berichtet wurden bereits vor einigen Wochen Mirker- und Eckernförder-Straße für den Radverkehr in die Gegenrichtung geöffnet. Gestern habe ich mir erstmals selbst ein Bild von der Umgestaltung machen können: Durch die Öffnung der Mirker Straße ist möglich von der Wiesenstraße aus kommend in moderater Steigung auf die Nordbahntrasse zu gelangen. In Richtung Uellendahler Straße ist es nun möglich durch die Eckernförder Straße zu fahren. An der Kreuzung besteht dann die Möglichkeit in alle Richtungen abzubiegen (nicht etwa nur in Richtung B7). Die neue Beschilderung ist sehr eindeutig. Es gibt Hinweisschilder auf beiden Straßenseiten und Fahrrichtungen. Zwischen dem Mirker Bahnhof und der Einmündung der Neuen Friedrichstraße ist nun ein Radstreifen in die Gegenrichtung eingerichtet worden. Insgesamt macht die neue Anlage einen vorbildlichen Eindruck, weiter so!

Kleine Rheinrunde II


Wenn’s mal nicht so hügelig seien soll, dann bin ich gerne im Rheinland unterwegs. Als Alternative zur meiner im Sommer oft gefahrenen Route über Ürdingen, fahre ich in der letzten Zeit gerne über Neuss. Vom Südpark geht’s los durch Blik, am Rhein entlang bis zur Theodor-Heuss-Brücke, dann über die Hansaallee wieder an den Rhein, durch Neuss (mit optionalen Pizza-Stopp) über die Fleher Brücke wieder zurück nach Düsseldorf. Ich finde die Strecke abwechslungsreich, es geht durch die Stadt (logisch), Wälder (wenn auch kurz) und am Rhein entlang (Oh, Wunder!). Von der „Hauptstrecke“ aus, kann man immer wieder leicht variieren, was die Strecke (für mich hoffentlich) auf Dauer attraktiv hält.

GPSies - Düsseldorf - Neuss - Düsseldorf