Schutzstreifen auf der Langerfelder Straße

IMG_1171Neues aus dem Wuppertaler Osten: Im Zuge der Fahrbahnerneuerung auf der Langerfelder Straße sollen auf der Fahrbahn Schutzstreifen für den Radverkehr angelegt werden. Die Schutzstreifen sollen durchgehend eine Breite von 1,5 Metern umfassen, die restliche Fahrbahn soll eine Breite von mindestens 3 Metern aufweisen. Die Streifen werden in den Bereichen der Bushaltestellen unterbrochen. Die Baumaßnahme umfasst den Bereich zwischen der Rauentaler Bergstraße und der Badische Straße und soll in der ersten Jahreshälfte 2013 umgesetzt werden. Den Durchführungsbeschluss und die Lagepläne sind hier auf der Seiten der Stadt zu finden.

ADFC Fahrradklimatest 2012: Wuppertal ist Schlusslicht

endeMünster vorne, Wuppertal hinten. So könnte man die Ergebnisse des ADFC Fahrradklimatest 2012 kurz zusammenfassen, der heute in Berlin präsentiert wurde. Bei der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützten Studie erreichte Wuppertal, mit einem Mittelwert von 4,55 (auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht), in der Kategorie Stadtgrößengruppe über 200.000 Einwohner den 38. von 38 Plätzen. Die gute Nachricht vorweg: In Wuppertal gibt es wenig Probleme mit Fahrraddiebstahl (2,9), die schlechte Nachricht: Es gibt Probleme bei allen anderen Fahrradthemen: Die Werte für die Themenkomplexe Stellenwert des Radverkehrs (4,9), Sicherheit beim Fahrradfahren (4,3), Komfort beim Radfahren (4,7) und Infrastruktur / Radverkehrsnetz (4,3) sprechen eine deutliche Sprache. Nun dürfen das Ergebnis wohl niemanden von den Wuppertaler Radfahrerinnen und Radfahrer überraschen, es bleibt aber zu hoffen, dass dieses verheerende Signal in der Stadtverwaltung ankommt. Die Ausführliche Analyse ist hier zu finden, außerdem gibt es einen Beitrag bei njuuz.de, bei dem der ADFC Wuppertal zu Wort kommt.

Vom Kampfradler zum Klugscheißer

freiIch kam mir ertappt vor: „Geradezu süß mutet es an, während der Fahrt noch einem hupenden Kraftfahrzeug etwas von ‚Nicht benutzungspflichtig!‘ hinterherzurufen …“ schreibt Malte von Radverkehrspolitik.de in einem sehr lesenswerten Artikel zur Änderung der StVO im Hinblick auf die Abschaffung Radwegbenutzungspflicht. Kürzlich habe ich mich dann rückblickend „süß“ verhalten. Auf der Hünefeldstraße rief ich einem drängelnden, hupenden und schlussendlich auch zu nah überholendem motorisierten Verkehrsteilnehmer diese Worte hinterher: „Nicht benutzungspflichtig!“. Unbeeindruckt davon – er wird es auch nicht gehört haben – fuhr er weiter, doch ein DHL-Lieferwagen und ein ausparkender PKW machte seinen Vorsprung mir gegenüber zunichte. Die Folge: An der Haspler Brücke standen wir an der Ampel nebeneinander. Der Autofahrer fuhr das Beifahrerfenster herunter und begann mich zu beschimpfen. Nur durch mich müsste er jetzt hier warten, ich hätte ihn behindert und außerdem müsste ich sowieso auf dem Radweg fahren: Die StVO gelte ja auch für Radfahrer. Als ich ihm darauf antwortete, dass der DHL-Laster und der ausparkende PKW „daran schuld sei“, dass er nun hier stehen würde, ich den Radweg schon seit 15 Jahren nicht benutzen müsste und ich ihn auch nicht behindert hätte, da ich nur den gesetzlich vorgeschriebenen Seitenabstand zu parkenden Autos eingehalten hätte, wurde er leicht patzig. Mit den Worten „Ach, ein Klugscheißer, ihr habt ja auch auf alles eine Antwort“ fuhr er das Beifahrerfenster wieder hoch. Für ihn war wohl die Diskussion beendet. Wir standen noch einen Moment an der Ampel, bis diese grün zeigte. Dann fuhren wir los. Kurz vor der Schwebebahnstation überholte er mich … mit zu geringen Seitenabstand … ich hab‘ ihm nichts hinterhergerufen.

Winterdienst auf Radwegen?

schneeDas Tal taut auf, Zeit einen Blick auf den Winterdienst der letzten Wochen zu werfen. Medial wurde in den letzten Tagen sehr viel positives vermeldet und tatsächlich: Die Straßen waren schnell und gut geräumt und auch zahlreiche Treppen der Stadt wurden schnell und zuverlässig geräumt. Was den Radverkehr im Tal angeht, so ergibt sich ein differenziertes Bild: Während einige Radschutzstreifen und Wege sehr gut geräumt wurden, gab es an einigen Stellen durchaus Nachholbedarf: So war der gegenläufigen Radweg auf der Luisenstraße von einer dicken Schnee und Eisschicht bedeckt und auch der Radweg auf der B7 zwischen Pestalozzistraße und Robert-Daum-Platz bestand vorwiegend aus Schnee und Eis. Besonders problematisch fand ich persönlich die Situation auf Radwegen die parallel zur Straße auf den Bürgersteigen geführt werden. Während ich auf der Hünefeldstraße in Richtung Elberfeld die Straße benutzen kann, bin ich auf dem Rückweg auf den Weg auf dem nicht geräumten Bürgersteig angewiesen. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Winterdienst? Seid ihr zufrieden oder seht ihr noch Verbesserungspotential im Bezug auf den Wuppertaler Radverkehr?

Scherben bringen Glück

Schlauch… das will uns zumindest der Volksmund weismachen. Was am Polterabend vielleicht stimmen mag, trifft sicherlich nicht auf die Tage und Wochen nach Silvester zu. Während auf den Straßen schon die meisten Spuren der Silvesternacht verschwunden sind, zeichnet sich auf Geh- und Radwegen leider ein anderes Bild ab: Gerade auf dem Talradweg zwischen Loh und Arbeitsamt der Agentur für Arbeit befinden sich noch zahlreiche Überreste der Feierlichkeiten, sprich: zerbrochene Flaschen, auf dem Radweg. Während von Osten nach Westen der Radweg auf dem Bürgersteig nicht benutzungspflichtig ist, muss in die Gegenrichtung auf der Hünefeldstraße der auf dem Gehweg befindende Radweg genutzt werden. Auf dem letzten Straßenabschnitt, kurz vor der Wupperbrücke, erwischte es mich dann heute Nacht um 1:20 Uhr. Eine Glasscherbe durchbohrte mein Vorderrad und sorgte für schnellen Druckabfall, der mich an der Kreuzung Am Brögel fast aus dem Sattel gerissen hätte. Für die nächsten Tage werde ich diesen Bereich auf jeden meiden. Was sind eure Erfahrungen mit den Silvesterhinterlassenschaften? Sind eure Wege voller Scherben und Pappmaschee oder habt ihr freie Fahrt?

Neuer Fuß- und Radweg am Arrenberg

IMG_0554Für mich überraschend vermeldete die Stadt Wuppertal heute die Errichtung eines neuen Fuß- und Radweg an der Wupper. Im Zuge des Baus des Autohauses ProCar am Robert-Daum-Platz entstand am Wupperufer ein drei Meter breiter Weg für Radfahrer und Fußgänger, außerdem soll der Weg von der Moritzstraße über das Gelände GEFA Bank bis zur Schwebebahnhaltestelle Robert-Daum-Platz fortgeführt werden. Der Weg wird komplett durch privates Engagement der beiden Unternehmen realisiert. In wie weit der Weg nun eine verkehrstechnische Bedeutung hat, muss sich erst zeigen. Die Verbindung vom Arrenberg zum Robert-Daum-Platz entlang des Wupperufers kann aber sehr reizvoll sein, vor allem während des Berufsverkehrs. Vor allem aber gefällt mir, dass man von Beginn an den Weg für Radfahrer mit konzipiert hat.

Tipp: ADFC-Newsletter

Informationen über die Nordbahntrasse, die Mitnahme von Tandems im ÖPNV oder das Programm des  4. Wuppertaler Fahrradtag am 9. September … das sind nur drei Themen des aktuellen Newsletters des ADFC-Kreisverband Wuppertal/Solingen. Rund zehnmal im Jahr kommt der Newsletter per eMail an Interessierte Radfahrer im Bergischen Land. Neben aktuellen Entwicklungen rund um die Fahrradinfrastruktur in Wuppertal und Solingen informiert der Newsletter ferner über die Aktivitäten des Kreisverbandes. Ein Abo des Newsletters ist also – wie ich finde – fast schon Pflicht. Die Anmeldung ist über dieses Kontaktformular möglich, ein Archiv, dass bis 2009 zurückreicht, ist hier zu finden.

Vohwinkel: Schutzstreifen auf dem Westring

Nachdem der Schutzstreifen auf dem Westring bereits seit einigen Wochen fertiggestellt ist, habe ich es erst in dieser Woche geschafft mir die neue Radverkehrsanlage im Westen Wuppertals anzuschauen. Der Schutzstreifen wirkt großzügig und suggeriert ausreichend Platz um als Radfahrer in sicheren Abstand zu den parkenden Autos zu fahren. Leider fassen die meisten Autofahrer die gestrichelte Linie als Spurenbegrenzung, wie z.B. auf einer Autobahn auf und überholen ohne den nötigen Sicherheitsabstand. Ein grundsätzliches Problem des berühmt/berüchtigten Schutzstreifens. Ich finde allerdings, dass ein Schutzstreifen einem Radweg auf dem Gehweg deutlich vorzuziehen ist. Zumindest ist man als Radfahrer für den restlichen Verkehr gut sichtbar. Die Chance von abbiegenden Autos hier übersehen zu werden ist eher gering. Trotzdem: Kein Fahrzeug hat mich bei meiner Befahrung mit ausreichendem Seitenabstand überholt.