Sternfahrt Düsseldorf 2015

Am 13. Juni 2015 fand die diesjährige NRW-Sternfahrt des ADFCs statt. Für die erstmalig an einem Samstag stattfindende Fahrt, kamen über 2.000 Radfahrende in die Landeshauptstadt. Neben dem Spaß am gemeinsamen Fahren, war die Fahrt mit zahlreichen Forderungen verknüpft. Fahrradparkanlagen, freie und große Radwege, sowie der Bau von Radschnellwegen wurden von den Mitfahrenden gefordert. Nach der großen Düsseldorfer Sternfahrt steht nun die nächste Sternfahrt in’s Haus. Am Sonntag, den 21. Juni findet die Dortmunder Sternfahrt statt. Auch hier wird es wieder einen Zubringer aus Wuppertal geben. Treffpunkte sind um 8:30 Uhr am Mirker Bahnhof und um 9:00 Uhr am Bahnhof Wichlinghausen.

Fahrradsternfahrt Düsseldorf 2015

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Filmvorführung: Aftermass

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Portland
gilt als eine der fahrradfreundlichsten Städte Nordamerikas. Das war nicht immer so. In den 70er Jahren sollten ein Großteil der Innenstadt einer Stadtautobahn zum Opfer fallen. Gegen diese Baumaßnahme formierte sich ein breiter Widerstand. Heute bestimmen Radfahrende und gut ausgebauter ÖPNV das Stadtbild. Über 20.000 Radfahrende überqueren heute eine der zentralen Brücken der Stadt täglich. Seit 2007 können Studierende die auf einem Berg gelegene Universität mit einer Seilbahn erreichen.

Wie entstand dieses lebenswerte Portland? Welche Akteure zeigen sich für diese Entwicklung verantwortlich? Was können andere Städte von Portland lernen? Diesen Fragen geht der Film „Aftermass“ nach. Die 75-minütige Dokumentation von Joe Biel zeigt eine Stadt, in der Aktionen wie eine regelmässige Critical Mass, überflüssig geworden ist. 

2. Januar 2015, 21:30 Uhr (Nach der Critical Mass) 
Hutmacher, Utopiastadt 
Eintritt frei!
Utopiastadt/IG Fahrradstadt Wuppertal/Talradler.de

Das war der 5. Wuppertaler Fahrradtag

5. Wuppertaler Fahrradtag

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Am Sonntag fand zum fünfen Mal der Wuppertaler Fahrradtag statt. Die Veranstaltung, die letztest Jahr pausierte, wurde von der Wuppertaler Abteilung des ADFC organisiert und begann in diesem Jahr erstmals an der Schwebebahnhaltestelle Kluse, dem Ort an dem seit über 2 Jahren auch die Critical Mass zu ihren Touren aufbricht. Ebenfalls neu: Die gemeinsame Fahrraddemo führte nicht in Richtung Zoo, sondern zum Berliner Platz in Wuppertal-Oberbarmen. Pünktlich um 11 Uhr setzte sich das Feld von rund 300 Radfahrerinnen und Radfahrer in Bewegung. Waren im letzten Jahr über 1000 Teilnehmer mit von der Partie, machte dieses Jahr allerdings das Wuppertaler Wetter einen Strich durch die Rechnung. In Oberbarmen endete die gemeinsame Demo-Route mit einer Kundgebung, auf der nicht nur auf die Wichtigkeit von Radverkehr in Wuppertal hingewiesen, sondern auch konkret ein eigener Radverkehrsetat für die Stadt gefordert wurde. Außerdem wurde auf Initiativen wie der Wuppertaler Critical Mass hingewiesen. Nach der Kundgebung teilte sich das Feld auf verschiedene Strecken wie der Sportler-Tour, der Moutainbike-Tour oder der Faltrad-Tour auf. Der Großteil der Teilnehmer entschied sich allerdings für die „Hauptroute“ durch das Marscheider Bachtal. Zweifelsfrei eine der schönsten Routen in Wuppertals Osten. Von Remscheid-Lüttringhausen aus führte die Route dann zweimal steil bergab und wiederum zwei mal stark bergauf in Richtung Lichtscheid und weiter bis zum Schwimmbad Neuenhof. Hier konnte man zum Abschluss ins „warme Nass“ springen, außerdem wurden Fahrradkarten, Tachos und ein Pedelec verlost.

Insgesamt eine nette Veranstaltung, vor allem die Idee die Fahrt am Schwimmbad Neuenhof ausklingen zu lassen hat mir sehr gut gefallen. Schon bei der Abfahrt habe ich mich auf den Sprung ins Wasser gefreut. Allerdings hätte ich mir eine weniger anspruchsvolle Route mit wenigeren oder moderateren Anstiegen gewünscht, die alle Teilnehmer gut bewältigen können. So ist leider nur ein Bruchteil der Teilnehmer am Freibad Neuenhof angekommen. Ebenfalls negativ ist mir die Routenführung über Fusswege aufgestoßen. Gerade das Schieben (wobei die meisten Teilnehmer einfach weitergefahren sind) über Heckinghauser Zollbrücke hätte man locker vermeiden können (und müssen).

Das war die Dortmunder Sternfahrt

Sternfahrt Dortmund 2014

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Heute ging die zweite große Sternfahrt in Nordrhein-Westfalen über die Bühne. Ein Aktionsbündnis aus ADFC-Gruppen, dem Umweltamt der Stadt Dortmund, VeloCity-Ruhr sowie der VeloKitchen Dortmund hatten zu der Sternfahrt aufgerufen. Neben dem Fahrradspass, der eine solche Fahrt mit sich bringt, artikulierte die Sternfahrt auch konkrete Forderungen wie z.B. mehr Fahrradstraßen, Tempo30 im Wohngebieten und die Abschaffung der Radwegbenutzungspflicht. Rund 1400 Teilnehmer folgten, bei traumhaften Fahrradwetter, dem Aufruf aus Dortmund. Der Zubringer aus Wuppertaler startete um 9 Uhr an der Kluse.

7.500 Teilnehmer bei Fahrradsternfahrt

Der ältere Herr sitzt hinter dem Steuer seines BMWs und hupt. Schließlich öffnet er die Türe und ruft: „Wenn sie zehn Radfahrer platzmachen, kann ich da durch“. Von hinten antwortet jemand mit „finde den Fehler!“. Wir sind irgendwo zwischen Wuppertal und Düsseldorf. Wir, das sind zwischen 150 und 200 Radfahrerinnen und Radfahrer aus Wuppertal, Haan und Solingen. Der gute Mann muss nicht lange warten, denn während der Mann hilflos hinterm Steuer sitzt, setzt sich die Truppe vorne in Bewegung. Bis auf diesen kleinen Zwischenfall verläuft die Fahrt nach Düsseldorf sehr harmonisch. In Unterfeldhaus stoßen weitere RadfahrerInnen zu der Truppe, die von nun an unter Polizeischutz steht. Mit Blaulicht und unter dem Lärm der Polizeimotorräder geht es zunächst nach Düsseldorf-Gerresheim und dann weiter bis zum Oberbilker Markt. Dort gibt es eine kurze Pause und ein Wiedersehen mit Freunden aus den anderen Zubringergruppen.

ADFC Sternfahrt Düsseldorf 2014

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Nach einer knappen Viertelstunde zieht der Hauptzug der Sternfahrt, der gegen 13 Uhr an der Königsallee gestartet war, an uns vorbei. Wir schließen uns dem Hauptfeld an. Von der Oma mit dem Hollandrad zu Kleinkindern im Bullit ist während der Fahrt alles zu sehen. Vom Gelegenheits- bis zum Rennradfahrer sind heute alle auf den Beinen Rädern. Bei dem Wetter (knappe 20 Grad und blauer Himmel) kein Wunder! Die Stimmung ist gut, doch leider drängeln immer wieder Autofahrer in die Masse, da es die Polizei versäumt auch größere Einmündungen zum Südring zu sperren. Zum Glück gibt es immer wieder Menschen aus dem Feld, die diese Aufgabe übernehmen. Nach der Fahrt über den Überflieger im Düsseldorfer Hafen stehen wir rund eine Viertelstunde im Niemandsland zwischen dem QVC-Parkhaus und einem großen Brachfläche. „So muss sich wohl der Berufsverkehr anfühlen“, scherzt eine junge Frau auf einem roten Fixie-Fahrrad. Der große Mann, Mitte 50, der neben ihr steht, findet das scheinbar nicht so lustig. Es wird das Beste aus dieser Unterbrechung gemacht: Jacken werden ausgezogen, Bananen gegessen und Fotos geschossen. Der Ärger über die Zwangspause verfliegt allerdings nach wenigen Metern: Die Fahrt durch den zwei Kilometer langen Rheinufertunnel steht an. Normalerweise ist der 1993 eröffnete Tunnel für Radfahrer tabu, doch heute gehört er für ein paar Minuten den Radfahrerinnen und Radfahren, die die Fahrt sichtlich genießen. s2Es wird gejubelt, geklingelt und die Musikanlagen an ihre Grenzen gebracht. Im Tunnel steht auch eine Sambatruppe, die ebenfalls den Tunnel beschallt. Es entsteht ein Mash-Up aus Samba, Ska, Funk, Fahrradklingeln und Freudenschreien. Wir passieren die Rheinuferpromenade und die Kaiserstraße. Als nächstes steht die Fahrt durch den Kö-Bogen-Tunnel (der auch mit einem Zeichen 254 versehen wurde) auf dem Programm. Ich wundere mich, dass bei dem dreispurigen Tunnel kein Platz für einen Radweg eingeräumt wurde. So sieht also nachhaltige Verkehrsplanung in der Landeshauptstadt aus. Nach wenigen Metern erreichen wir die Königsallee. Auf der aufgestellten Bühne spielt eine Band. Hier endet, bei gutem Essen und netten Gesprächen mit Freunden aus ganz NRW, mein persönliches Sternfahrterlebnis. Und was für ein Erlebnis: 7.500 Teilnehmer sprechen eine deutliche Sprache! Nun ist die Politik am Zug, sich den Forderungen der Sternfahrt anzunehmen! Wie im letzten Jahr gilt mein Dank allen, die diese tolle Fahrt möglich gemacht haben. Die nächste Sternfahrt in NRW steht schon auf dem Programm. Am 15. Juni 2014 findet die nächste Sternfahrt nach Dortmund statt. Von Wuppertal fährt ein Zubringer von der Kluse in die Ruhrmetropole. Startzeit ist dort um 9:00 Uhr. Außerdem findet am selben Tag auch die Kölner Sternfahrt statt.

Auf zur Düsseldorfer Sternfahrt 2014

Am Sonntag findet zum zweiten Mal die NRW Fahrradsternfahrt statt. Ziel ist auch dieses Mal die Landeshauptstadt Düsseldorf. Wie im letzten Jahr, gibt es am 4. Mai 2014 wieder eine Zulaufroute aus Wuppertal. Anders in den Jahren zuvor (vor der NRW-Sternfahrt war es „nur“ die Düsseldorfer Sternfahrt), treffen sich die Radfahrerinnen und Radfahrer aus Wuppertal nicht am Hauptbahnhof, sondern auf der Nordbahntrasse am Bahnhof Mirke. Abfahrt ist dort schon um 11:40 Uhr. Die nächsten Stationen der Route sind Vohwinkel-Bahnhof (12:15 Uhr), Haan Markt (13:00 Uhr) und Unterfeldhaus (13:45 Uhr). Ab Unterfeldhaus begleitet die Polizei die Radfahrerinnen und Radfahrer, vorher wird als Verband gefahren. Die Geschwindigkeit ist, wie man an den geplanten Zeiten erkennen kann, moderat. Durch die Führung über die Nordbahntrasse gibt es im Stadtgebiet, bis auf die Umfahrung des Dorp-Tunnels, keine unnötigen Steigungen. Die Sternfahrt macht nicht nur eine Menge Spass, sondern stellt auch konkrete Forderungen an die Politik im Land und den Kommunen: So soll unter anderem einen Radverkehrsetat auf Landes- und Kommunalebene von jährlich 10 Euro pro Einwohner eingerichtet und bei Radwegen eine generelle Breite von zwei Metern eingefordert werden. Auch sollen die neuen Radschnellwege nicht an der Stadtgrenze enden, sondern bis in die Stadtzentren geführt werden. Alle Forderungen und Zulaufrouten sind auf der der offiziellen Webseite der Sternfahrt zu finden. Zeitgleich zur Sternfahrt findet am Mirker Bahnhof der Wuppertaler Mobilitätstag statt. Von 11 bis 17 Uhr dreht sich zwischen dem Ottenbrucher Bahnhof und dem Mirker Bahnhof alles um das Thema Mobilität. Weitere Infos gibt es auf den Seiten von Clownfish … und ja: Ärgerlich, dass beide Veranstaltungen am gleichen Tag stattfinden.

Update: Satz über den geforderten Etat geändert. Siehe Kommentare

Rauf auf’s Rad! Die Fahrradsternfahrt 2013


Nach der Critical Mass, ist vor der Fahrradsternfahrt: Zumindest einmal im Jahr. Dieses Jahr findet die Fahrradsternfahrt nach Düsseldorf bereits zum sechsten Mal statt und ist in diesem Jahr auf die offizielle Radsternfahrt in NRW. Neben dem Spass am Fahrradfahren, sollen auch politische Forderungen an die Entscheidungsträger im Land und in den Kommunen gerichtet werden. Die Forderungen gehen von Fahrradhäuschen für Anwohner bis hin zu einem flächendeckenden Tempo 30 innerorts. Weitere Informationen zur Sternfahrt gibt es auf der Aktionswebseite des ADFC. Der Wuppertaler Ast der Sternfahrt beginnt um 12:00 Uhr am Hauptbahnhof Wuppertal und führt über Vohwinkel (Bahnhof 12:30 Uhr) und Haan (Markt 13:15 Uhr).