Radwegsanierung zwischen Wuppertal und Neviges

Seit dem 7. März saniert Straßen.NRW den parallel zur L427 (Nevigeser Straße) verlaufenden Rad-/Gehweg zwischen Wuppertal-Katernberg und Velbert-Neviges:

Beginnend zwischen den Einmündungen Am Eigenbach und Oberdüsseler Weg wird die Straße für die Arbeiten abschnittsweise halbseitig gesperrt. Baustellenampeln regeln den Verkehr im Baustellenbereich. Voraussichtlich Ende März wird der sechste und letzte Abschnitt zwischen der Einmündung Schanzenweg und der Kreuzung Nevigeser Straße/Asbrucher Straße erneuert.

Umweltspur auf der B7: Wenn man will, geht das …

Heute bin ich mehrfach bei Radio Wuppertal zu hören. Dort beschäftigt man sich heute mit dem Thema Fahrradfahren in Wuppertal. In den Nachrichten wird Frank Meyer, Verkehrsdezernent der Stadt Wuppertal, zu einer Umweltspur auf der B7 mit „Da ist kein Platz mehr für eine Umweltspur oder Radwege“zitiert. Das ist natürlich so nicht ganz richtig: Auf der B7 ist natürlich mit vier Fahrspuren, zwei Parkstreifen, teilweise Sonderstreifen für Busse und regelmässige Abbiegespuren mehr als genug Platz. Es ist halt eine Frage das Wollens, als den Könnens. 

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Mehr Sicherheit für Radfahrende in der Luisenstraße

Die Luisenstraße ist seit knapp 21 Jahren eine Fahrradstraße. Nun soll diese an die aktuell gültigen Regelwerke angepasst werden. Unangenehme Situationen mit Kraftfahrenden sollen damit der Vergangenheit angehören. Dazu wird das bisher tolerierte Schrägparken hinter der Sophienkirche unterbunden, sowie im weiteren Straßenverlauf die Mindestfahrbahnbreite gewährleistet. Dazu werden Flächen, auf denen man auf Grund der Restfahrbahnbreite noch nie parken durfte, mit Parkverbotshinweisen ausgestattet. Ein Bürger der Stadt hatte die Maßnahmen im NRW-Petitionsausschuss angeregt. Alle Maßnahmen findet ihr in diesem PDF.

Update: Auch die WZ berichtet über das Thema. Den Artikel findet ihr hier.

Neue Radverbindung zwischen Velbert-Nierenhof und Essen-Kupferdreh

Radverbindung Velbert-Nierenhof – Essen-Kupferdreh

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Letzen Freitag wurde die Radverbindung von Velbert-Nierenhof nach Essen-Kupferdreh eröffnet. Nach über fünf Jahren Planungs- und Bauzeit habe ich fast schon gar nicht mehr damit gerechnet. Umso größer war die Freude, als der offizielle Eröffnungstermin endlich feststand. Ich war natürlich vor Ort und habe mir die Stecke mit als erster angeschaut. Eine Karte der Route vom Bahnhof Nierenhof bis zur Straße „Deilbachtal“ findet ihr hier.

Im Gespräch: Radschnellweg Wuppertal – Düsseldorf

Zwischen Wuppertal und Düsseldorf soll ein Radschnellweg entstehen. Zu diesem Zweck treffen sich die Oberbürgermeister der Städte Wuppertal und Düsseldorf, sowie der Landrat des Kreis Mettmann. Für mich persönlich liegt die Richtung, die dieser Radschnellweg folgen soll auf der Hand: Es ist die Strecke, die ich seit 2013 immer wieder als Critical Mass Düsseldorf Zuläufer empfehle. Die Karte der Route findet ihr hier. Von der Nordbahntrasse geht es zunächst in Richtung Solingen. An der „Polnischen Mütze“ in Haan führt die Route in Richtung Gruiten, dann an der A46 entlang in Richtung Kellertor. Durch den Wald geht es weiter in Richtung Unterbacher See und durch den Schlosspark Eller in den Innenstadtbereich der Landeshauptstadt. Dass die Route sich gut für diese Verbindung eignet zeigt übriges die Tatsache, dass der ADFC Wuppertal / Solingen – unabhängig von unseren Überlegungen – auf die selbe Route gekommen ist. Durch einen Ausbau zum Radschnellweg kann die Streckenführung natürlich noch verbessert werden. Ob dieser allerdings kommt, steht derzeit noch in den Sternen. Von daher würde es nahe liegen die – jetzt schon vorhandene – Route als komfortable Velo-Route zu ertüchtigen. 

Radfahrer fährt Kind an

… das wird heute und morgen Thema in den Wuppertaler Medien sein. Doch was ist passiert?

Wuppertal (ots) – Gestern Nachmittag (13.02.2017), gegen 17.30 Uhr, stieß in Wuppertal ein 40-jähriger Radfahrer auf dem Gehweg der Morianstraße mit einem 3-jährigen Jungen zusammen. Der Radfahrer fuhr zuvor auf dem zukünftigen Radweg an der Bundesallee und wechselte an der Kreuzung zur Morianstraße auf den Gehweg. Dort kollidierte er mit dem Kind. Beide stürzten und erlitten leichte Verletzungen, der Junge wurde von Rettungskräften versorgt und kam zur Beobachtung in ein Krankenhaus.

Soweit die Pressemitteilung der Polizei. Und: Bevor wir in die Materie einsteigen zwei Dinge vorweg:

  1. Ich hoffe, den Unfallbeteiligten geht es gut! und
  2. Der Gehweg ist tabu! Nur wenn dieser durch ein Zusatzschild freigegeben ist, dürft ihr dort, in Schrittgeschwindigkeit und ohne Fussgänger zu gefährden, fahren! 

Die Bezeichnung „zukünftigen Radweg“ ist natürlich irreführend. In Deutschland ist alles, was wie ein Radweg aussieht auch ein Radweg. Allerdings nur ein „sonstiger Radweg“ also ein Radweg ohne Benutzungspflicht. Sowas ist eigentlich in Wuppertal die Regel: Hünefeldstraße und Berliner Straße sind vielleicht die prominentesten Beispiele für Radwege, auf denen Radfahrende die Wahl haben: Fahrbahn oder Radweg.


Der Unfall zeigt allerdings das Problem, dass wir in Zukunft im Bereich Brausenwerth haben werden: Die (unzeitgemäße) neue Infrastruktur endet im irgendwo Nirvana. Geradeaus führt ein Zwei-Richtungs-Radweg unter der Fussgängerbrücke Geschäftsbrücke her und auf der Morianstraße ist keine Radinfrastruktur vorgesehen. Dabei ist die Verbindung von der Nordbahntrasse über die Gathe und Morianstraße zum neuen Döppersberg, eine der in Zukunft meistgenutzten Routen in Elberfeld. Die Stadt selbst fördert diese Verbindung ja zusätzlich, durch die Errichtung eines Radhauses am neuen Döppersberg. Sie generiert Nachfrage an der Kreuzung Brausenwerth, ohne für eine vernünftige Anbindung auf der Nord-Süd-Achse zu sorgen. Das bedeutet: Der Anteil der Gehwegradler im Bereich Morianstraße und Gathe wird mit der Inbetriebnahme des Radhauses massiv ansteigen. Es ist unabdingbar, dass auf der Morianstraße eine gute und sichere Radinfrastruktur entsteht, damit sich Autofahrer, Radfahrer und Fussgänger nicht gegenseitig in die Quere kommen. Grundsätzlich hätte das alles bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Damals hatte man aber andere Pläne für den Radverkehr: So bat im März 2004 der Vorsitzende des Wuppertaler Verkehrsausschusses die Planer,  den Knotenpunkt Döppersberg nicht durch Radfahrende „zusätzlich zu belasten“. – Diesem Wunsch ist man größtmöglich nachgekommen … mit allen Konsequenzen.

Abschließend: Bevor Missverständnisse auftauchen: Der Radfahrer hätte nicht dort fahren dürfen, er ist für sein Verhalten selbst verantwortlich. Mit diesem Beitrag möchte ich das Geschehene nicht entschuldigen oder relativen, sondern für eine sichere Radinfrastruktur auf der Achse Döppersberg – Nordbahntrasse werben. „Radfahrer fährt Kind auf Gehweg an“ ist keine Schlagzeile, an die ich mich in Wuppertal gewöhnen möchte.

Kein Verkehrsversuch am Öberdörnen

Der Verkehrsausschuss hat heute den Verkehrsversuch am Oberdörnen abgelehnt. Mit 2 Ja-, 7 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen stellten sich die Abgeordneten gegen den Versuch und damit gegen eine durchgängige Radverbindung von Elberfeld nach Barmen, abseits der B7. Der Verkehrsversuch war von der Verwaltung umfassend vorbereitet worden. Ein Schleppkurven-Nachweis wurde erbracht. Selbst abbiegende LKW würden den geplanten Schutzraum für Radfahrende nicht überfahren. Ein Stopp-Schild hätte jeden Radfahrenden zum Anhalten gezwungen. Durch den Charakter eines Verkehrsversuchs wäre die Maßnahme auf ein Jahr begrenzt und hätte jederzeit abgebrochen werden können. Im Vorfeld der heutigen Entscheidung wurde auch die zuständige BV konsultiert. Die gewählten Vertreter vor Ort hatten keine Bedenken den Versuch durchzuführen und haben sich für die Umsetzung ausgesprochen. Das (überflüssige) Stopp-Schild, der Schleppkurven-Nachweis, die Möglichkeit jederzeit den Versuch abzubrechen … all das war den Mitgliedern des Verkehrsausschusses nicht genug! Lediglich zwei Mitglieder stimmten für den Versuch.

VRR: Goodbye, Klappsitze!

Bereits zum Jahresbeginn hatte ich mir die Ergebnisse des VRR Onlinedialogs zum Thema „ÖPNV und Radverkehr“ angeschaut und aufgearbeitet: Obwohl das Thema nicht explizit abgefragt wurde, benannten die Teilnehmenden den Komplex „Fahrradmitnahme in Bus und Bahn“ als großes Problem. Der VRR hat nun scheinbar die Konsequenzen daraus gezogen und will bei Neuanschaffungen auf die Klappsitze im Fahrradabteil verzichten. Dieses gilt bereits für die Ausschreibungen des laufenden Jahres und betrifft die Neufahrzeuge für den Einsatz auf den Linien S 2, S 3, S 9, S 28, RB 3, RB 40 und RB 41. „Die Fahrzeuge werden so konzipiert, dass Rollstuhlstellplätze von Fahrradstellplätzen getrennt sind. Zudem verfügt der Fahrradbereich zukünftig über gepolsterte Stehhilfen mit einem kurzen Rückenpolster und nicht – wie in den heutigen Fahrzeugen – über Klappsitze. Damit entspricht der VRR Anregungen aus dem letzten Online-Dialog zur Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV. “ heißt es in einem Statement des Verkehrsverbunds. Ich freue mich über diese Entwicklung. Bei der Fahrradmitnahme im Zug habe ich bereits öfters Differenzen mit Klappsitz-Fans gehabt.

Neuer Schutzstreifen auf Schützenstraße markiert

Auf der Schützenstraße steht zwischen Winchenbachstraße und Carnaper Straße nun ein neuer Schutzstreifen zur Verfügung.

Vor einigen Tagen ist auf der Schützenstraße ein neuer Schutzstreifen markiert worden. Im Zuge der Straßensanierung hatte sich die Stadtverwaltung dazu entschieden, auf dieser wichtigen Verkehrsachse in Barmen, Radverkehrsanlagen anzulegen. Ursprünglich wurden dort beidseitig Schutzstreifen im Mindestmaß geplant. Neben der Tatsache, dass grundsätzlich das Anlegen Schutzstreifen im Mindestmaß und ohne Trennstreifen zum ruhenden Verkehr keine gute Idee ist I), gibt es in der Schützenstraße noch einen weiteren Grund, warum die ursprüngliche Planung suboptimal war: Die Straße weist eine deutliche Steigung bzw. deutliches Gefälle auf. Der Schutzstreifen gäbe dem bergwärts fahren Radfahrenden viel zu wenig Platz. Durch die Pendelbewegung beim Fahren und die zu erwartenden geringen Überholabstände II) würde dieser Schutzstreifen eher in die Kategorie Gefährdungsstreifen fallen. Das selbe würde für die Gegenrichtung gelten: Radfahrende würden hier durch die Türzone des ruhenden Verkehrs geführt, die höhere Geschwindigkeit durch das Gefälle würde die Gefahr in diesem Bereich deutlich verstärken.

Im Zuge des politischen Prozesses wurde, unter Beteiligung des Runden Tisch Radverkehr, eine bessere Lösung für den Bereich gefunden: Radfahrende können nun über einen 2 Meter breiten Schutzstreifen bergwärts von der Winchenbachstraße bis zur Carnaper Straße fahren.III) Bergab stehen allerdings keine gesonderten Radverkehrsanlagen zur Verfügung. Hier kann man, mit dem nötigen Seitenabstand zum ruhendem Verkehr, im Mischverkehr mitfahren. Was nicht angepackt wurde, ist die Ampelanlage an der Kreuzung Carnaper Straße / Schützenstraße. Hier gibt es weiterhin nur zwei Rechtsabbiegerspuren. Wer also weiter zum Rott oder Loh fahren möchte, muss zahlreiche Ampeln und viel Kraftverkehr in Kauf nehmen.

Unterm Strich finde ich die gefundene Lösung eine deutliche Verbesserung zum Zustand vorher, wobei es sich natürlich um einen Kompromiss handelt. Zur Zeit wird zwischen Klingelholl und Winchenbachstraße noch gebaut, ob sich die neue Verkehrsführung im Alltag bewährt, zeigt sich von daher erst nach Abschluss der Bauarbeiten.

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Fußnoten:    [ + ]

I. z.B.: Kein ausreichender Abstand zu parkenden Autos, „Spurdenken“ bei Kraftfahrern usw. – Alle negativen Aspekte von Schutzstreifen lassen sich am Hardtufer und an der Dahler Straße sehr gut beobachten.
II. Obwohl Radfahrenden bei Steigungen nur mit 1,5 – 2,0 Meter Seitenabstand überholt werden dürfen, kann man die realen Seitenabstände eher im Zentimeterbereich messen.
III. Zwischen Winchenbachstraße und Klingelholl wird es übrigens keine Radinfrastuktur geben: „Ein Verzicht auf den Parkraum kommt dort wegen des hohen Parkdrucks nicht in Betracht.“