Düsseldorfer Fahrradsternfahrt 2011

Das war sie also, die Fahrradsternfahrt 2011 nach, in und um Düsseldorf. Eigentlich wollte ich ja die Tour von Wuppertal aus mitfahren, aber auf Grund einer durchgezechten Nacht, entschied‘ ich mich doch dazu das Fahrrad auf‘s Auto zu packen und in Düsseldorf die ganze Strecke mitzufahren: Eine sehr deutsche Entscheidung. Um kurz nach 14 Uhr ging es dann auch an der Tonhalle los. In Oberkassel stieß die erster Gruppe zur Sternfahrt hinzu und es ging über die Theodor-Heuss-Brücke wieder auf die andere Rheinseite. Bei der Fahrt durch Düsseldorf stießen dann weitere Gruppen hinzu, die größte unter ihnen am Oberbilker Markt. Von dort aus ging der Weg der rund 2500 Radfahrer umfassende Kolonne über den Tausendfüßler (der ja sonst für den Radverkehr gesperrt ist) und durch den Rheintunnel bis zum Landtag. Im Gegensatz zu einer Critical Mass war bei dieser Veranstaltung alles durchgeplant: Die Strecke und die Ankunftsuhrzeiten an den verschiedenen Punkten in der Stadt waren festgelegt. Sonst wäre wahrscheinlich eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen. Die Fahrt war auf jeden Fall ein Erlebnis und war bis in‘s Detail gut geplant. Seltsam war allerdings der Schluss: Die Fahrt endete sehr unvermittelt am Landtag, aber irgendwas muss ja auch noch im für‘s nächste Jahr zu verbessern bleiben, zu verbessern ist auch wohl die Pressearbeit, da die Veranstaltung in den Medien leider wenig aufgenommen wurde.

Für die Veranstaltung muss dem ADFC ein großes Lob ausgesprochen werden: Die professionelle Durchführung und die große Mobilisierung haben die Fahrradsternfahrt zu einer eindrucksvollen Demonstration für eine bessere Infrastruktur für den nicht motorisierten Verkehr gemacht, die hoffentlich die Situation der Radfahrer nachhaltig verbessern kann.

Themenlinks
Video vom ADFC-Neuss (YouTube)

Lassen sie mich durch, ich bin eine kritische Masse

Critical Mass Essen – März 2011

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Seit geraumer Zeit wird im Rheinland und im Ruhrgebiet versucht ‚Critical Mass‘-Veranstaltungen durchzuführen. In Düsseldorf, Essen und Dortmund finden inzwischen regelmässig diese Fahrradtreffs statt, die auf die Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam machen sollen. Positiver Nebeneffekt: Man fährt gemütlich durch die Stadt und fühlt sich nicht als Getriebener des Autoverkehrs. Außerdem war es für mich als Wuppertaler auch mal ganz spannend durch Essen zu radeln und so mal die Stadt – zusammen mit Ortskundigen – zu entdecken. Allerdings sind lediglich 16 Radler der Einladung gefolgt … Schade, aber vielleicht wird’s das nächste Mal mehr. Und vor allem: Wann gibt es endlich eine Critical Mass in Wuppertal? Nötig wäre es auf jeden Fall mal.

Velocity Ruhr
Critical Mass Essen (Facebook)

Wie geht’s weiter mit dem Tunnel Engelnberg?


Der April kommt langsam auf uns zu, und ich frage mich wie es im Tunnel Engelnberg weitergeht. Wir erinnern uns: Im September 2010 wurde der Tunnel halbwegs festgestellt, doch dann auf Grund der Fledermausschonzeit von Oktober bis Anfang April verschlossen. Zwar wollte die WuppertalBewegung den Tunnel kurzfristig mit einer Beleuchtung versehen, doch die Stadt winkte, wie in der Westdeutschen Zeitung zu lesen war, ab: Der Höhenunterschied zwischen dem Geh- und Radweg sei eine „Stolperfalle“ und es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Steine von der Decke fallen würden. Seit dem wurde es medial ruhig um den 171 Meter langen Tunnel. Vor dem verschlossenen Tunnelportal hingegen ist es nicht so ruhig. Einige wenige hatten am Wochenende vor dem Tunnelverschluss die Möglichkeit ergriffen auf eigene Faust den Tunnel zu erkunden, seit dem sieht man täglich Menschen vor dem verschlossenen Tunnel stehen. Spannend doch, wie faszinierend so ein Tunnel auf die Wuppertaler wirkt … und in der Tat: Auf Bahntrassenradwegen sind Tunnel quasi das Salz in der Suppe. Viele Bahntrassenradwege können vielleicht mit einem oder zwei Tunneln aufwarten, die Nordbahntrasse besitzt im innerstädtischen Bereich alleine fünf dieser Bauwerke. Das zieht nicht nur Touristen an, sondern macht auch die tägliche Fahrt zur Arbeit zu einem Erlebnis zu etwas besonderem. Ich persönlich kann es eigentlich nicht erwarten (wieder) vom Rott bis zum Bahnhof Mirke zu fahren. Seien wir gespannt, wie es nach dem 1. April am Engelnberg weitergeht …