Umweltspur auf der B7: Wenn man will, geht das …

Heute bin ich mehrfach bei Radio Wuppertal zu hören. Dort beschäftigt man sich heute mit dem Thema Fahrradfahren in Wuppertal. In den Nachrichten wird Frank Meyer, Verkehrsdezernent der Stadt Wuppertal, zu einer Umweltspur auf der B7 mit „Da ist kein Platz mehr für eine Umweltspur oder Radwege“zitiert. Das ist natürlich falsch: Auf der B7 ist natürlich mit vier Fahrspuren, zwei Parkstreifen, teilweise Sonderstreifen für Busse und regelmässige Abbiegespuren mehr als genug Platz. Es ist halt eine Frage das Wollens, als den Könnens. 

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B7-Freigabe zwischen Kasinostraße und Robert-Daum-Platz: Entscheidung nach der Sommerpause

Die Entscheidung der B7-Freigabe rückt wieder näher. Nun soll die Vorlage im Juni in der Bezirksvertretung Elberfeld und im September im Verkehrsausschuss behandelt werden. Das berichtet die WZ in ihrer heutige Ausgabe und hier auf ihrer Webseite. Die Vorlage sollte bereits im Frühjahr durch die politischen Gremien gehen, wurde dann aber – auf Grund von erneutem Abstimmungsbedarf – zurückgezogen. Worum es in der Vorlage geht, habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Bundesallee: Verwaltung schlägt Freigabe der Busspur vor

Wir erinnern uns: Im Frühjahr 2015 wurde auf der B7 ein Fahrbahnverbot für Radfahrende zwischen der Kasinostraße und dem Robert-Daum-Platz angeordnet. Als Grund wurden u.a. die hohen Unfallzahlen an der Kreuzung Bundesallee/Aue/Obergrünewalder Straße angegeben. Damals klagte der Radfahrer und Fahrradstadt Wuppertal-Mitglied Ulrich Schmidt gegen dieses Fahrbahnverbot für Radfahrende (ich berichtete darüber hier und hier) und unterlag vor Gericht. Nach der Wiedereröffnung der B7 sollte allerdings die Radverkehrsführung nochmals untersucht werden. Dies ist nun offenbar geschehen.

In der Vorlage vollzieht die Verwaltung eine 180°-Drehung und schlägt die Freigabe der Bussspur zwischen Kasinostraße und Robert-Daum-Platz vor. Auch die zur Zeit noch benutzungspflichten Radwege, die dem aktuellen Regelweg nicht entsprechen, werden als „sonstige Radwege“ ausgewiesen. Eine Nutzung ist möglich, aber nicht verpflichtend. Damit ist die B7 zwischen Brausenwerth und Robert-Daum-Platz wieder durchgängig und zügig befahrbar. In der Beschlussvorlage wird darüberhinaus auch die Radverkehrsverbindung zwischen dem Alten Markt und dem Döppersberg thematisiert. Die hier empfiehlt die Verwaltung „die Ergebnisse der Untersuchung im Rahmen des Radverkehrskonzeptes abzuwarten“. Man kann nur hoffen, dass sich der Verkehrsausschuss dieser Vorlage anschließen wird.

Vor der Entscheidung des Verkehrsausschusses werden die Bezirksvertretungen Barmen und Elberfeld zu diesem Thema angehört. Die gesamte Beschlussvorlage findet ihr hier.

B7: Mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht

Gestern fand die mündliche Verhandlung gegen das Fahrbahnverbot auf der B7 vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht statt. Gegen das Fahrbahnverbot hatte Radfahrer und IG Fahrradstadt Mitglied Ulrich Schmidt geklagt. Die mündliche Verhandlung gestern endete ergebnislos. Das Urteil wird dem Kläger und der Beklagten voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen zugestellt. Ich war, gemeinsam mit einigen weiteren Besuchern, vor Ort und habe nach der Verhandlung mit Ulrich Schmidt gesprochen.

Ulrich Schmidt nach der mündlichen Verhandlung

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Worum geht es genau? 
Auf der B7, in Fahrrichtung Westen ist zwischen Ohligsmühle und Sophienstraße, ist seit Mitte 2015 die Durchfahrt für Radfahrer verboten. Die Stadt Wuppertal begründet dieses Verbot mit einer örtlichen Gefahrenlage, die damals an dieser Stelle bestand. Dagegen hat Ulrich Schmidt geklagt. Außerdem richtete sich eine zweite Klage gegen die verwehrte Öffnung der Busspur.

Medienspiegel:
Radfahrer zieht gegen die Stadt vor Gericht (WZ Wuppertal)
B7 besser als Aue (WZ Wuppertal)
Radfahraktivisten gespannt auf Urteil (WZ Wuppertal)
B7 verboten! Radfahrer zieht vor Gericht (WDR Wuppertal)