Bürgerbudget: Urban-Bike-Map in Top 30

Im Frühjahr 2015 hatte die IG Fahrradstadt Wuppertal in der Utopiastadt drei Projekte vorgestellt: Den NBTX – Der TrassenExpress, den BikeCounter und die Urban-Bike-Map. Während zwei diese Projekte bereits in Umsetzung sind, kam die Urban-Bike-Map nicht über den Status eines Prototyps hinaus. Grund waren hier, neben den Druckkosten, auch die Kosten für das Design und die Recherche und Überprüfung der Routen. Über das Bürgerbudget hatte sich nun eine Chance zur Realisierung dieses tollen Projektes ergeben. Nachdem ich das Projekt für die Fahrradstadt Wuppertal angemeldet hatte, bestand das Projekt den Anmeldecheck und kam, als fünft-bestes bewertete Projekt auf Anhieb in die Top 100. Diese Top 100 wurde dann am 7. Juni 2017, beim sich anschließenden Gemeinwohlcheck, auf eine Top 30 reduziert. Die Auswahl entstand, im Rahmen einer Bürgerwerkstatt wie folgt:

In 21 Kleingruppen diskutierten Wuppertalerinnen und Wuppertalern vier Runden jeweils fünf Ideen. Die Zusammenstellung der fünf Ideen für jede Runde erfolgte nach dem Zufallsprinzip. Nach jeder Runde wurden die Ideen mit 1-5 Punkten bewertet. Die Idee mit dem höchsten Gemeinwohl für Wuppertal hat die Punktzahl 5 erhalten, die mit dem geringsten die Punktzahl 1. So wurde jede Idee vier Mal bewertet. Die maximale Punktzahl, die eine Idee daher im Laufe der Bürgerwerkstatt erhalten konnte, war 20. (Stadt Wuppertal)

Das Arbeiten in den Kleingruppen war überraschend produktiv. Die zufällig entstanden Gruppen diskutierten kontrovers und engagiert und kamen schließlich zu einem Konsens hinsichtlich der Punktevergabe. Während der vier Runden wurden die Punkte der jeweiligen Vorrunde bereits ausgewertet und in eine Tabelle übertragen, sodass bereits kurz nach Abschluss der Gruppenphase ein Endergebnis vorlag, in dem überraschend viele Projekte mit Fahrrad- und Fussgängerbezug enthalten waren:

  • Sambatrassen Anschluss (Platz 1)
  • Autofreier Laurentiusplatz (Platz 6)
  • Urban Bike Map Wuppertal (Platz 8)
  • Fahrradgaragen für den Ölberg (Platz 11)
  • Fahrradschuppen am Trassenaufgang Olgastraße (Platz 20)
  • Fahrradständer an den Trassenzugängen (Platz 24)
  • Autofreie Luisenstraße (Platz 26)
  • Fahrradverleih am Hbf (Platz 29)

Besonders freut mich natürlich das Abschneiden unseres Projektes. Mit dem achten Platz hat die Urban-Bike-Map eine sehr gute Bewertung erzielt. Nun gehen die Vorschläge zur detaillierten Prüfung der Kosten und Umsetzbarkeit in die städtische Kämmerei.

3 Kommentare

    1. Neben der Tatsache, dass an vielen Zugängen bereits Radbügel sind, frage ich mich das auch. Genauso wie ich mich frage, wie man mit 50.000 Euro die Sambatrasse verlängern will.

      1. An den Trassenzugänge sind fast überall Radbügel vorhanden. Teilweise sind diese natürlich sinnvoll und an manchen stellen zu wenig. An der Utopiastadt könnten es mehr sein. Bei den zu Gängen zu den Wohn gebieten sind diese teilweise dann auch durch die direkten Anwohner in Nutzung. Insgesamt ist allerdings dieser Antrag weniger sinnvoll da der zweite Arbeitsmarkt hier sowieso tätig ist. Insgesamt waren noch viel mehr Vorschläge vorhanden die sich rund ums Fahrrad beschäftigt haben. Eingige davon sind allerdings nicht mit dem Budget welches zur Verfügung steht umsetzbar beziehungsweise Pflichtaufgabe der Stadt Wuppertal. Ich hoffe allerdings das dieses die Verwaltung und Politik auch so merken das sie diese Themen angehen sollten und müssen.

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