Von Rädern (7) – Fahrradparkplätze, Zebrastreifenlotsen und Polizeieskorte

Die Stadt Düsseldorf plant neue Infrastruktur-Projekte. Eines davon war es, Parkplätze in Fahrradstellplätze umzuwandeln. Nach Kritik der Bürger zieht der Bürgermeister diese Pläne zurück. Simon Chrobak und Christoph Grothe berichten auch über ein Positivbeispiel: In Münster konnte eine innovative Idee für neue Fahrradstellplätze überzeugen. Die sogenannte „Critical Mass“-Bewegung ist ebenfalls im Podcast Thema: Simon Chrobak und Christoph Grothe sehen Polizei-Präsenz bei dieser Fahrradfahrerversammlung eher kritisch.

Shownotes:
News

Düsseldorfs Oberbürgermeister knickt ein
– Lotsen halten FußgängerInnen an Zebrastreifen auf
Radstellplätze im Parkhaus Bremer Platz – Erfolg der IG Fahrradstadt Münster
Petition zum Rheinischen Esel
Zusatzzeichen im NRW-Radwegenetz
Polizei bei CM Wuppertal, war aber trotzdem schön
Feedback zur letzten Sendung
– historische Infos zur Straßenbahn in Münster
O-Bus in Wuppertal
Finanzamt will sich von CDU in Sachen Umwelthilfe nichts sagen lassen
Erfahrungsbericht LaSuze auf itstartedwithafight

Grüner Pfeil: Pilotprojekt in neun Städten

© Bundesanstalt für Straßenwesen

Seit Jahren schreibe ich mir im Blog (hier, hier und hier) zu diesem Thema die Finger wund. In Frankreich und der Schweiz inzwischen Alltag, nun kommt der Abbiegepfeil für Fahrradfahrer als Verkehrsversuch in neun Städten Deutschlands, davon drei in NRW, an. An ausgewählten Knotenpunkten sollen entsprechende Schilder angebracht und deren Nutzung wissenschaftlich ausgewertet werden. Die ersten Beschilderungen sollen noch diesen Monat hängen, 2020 wird sich, auf Grund der gewonnenen Erkenntnisse, entscheiden ob die Regelung in die StVO und der zugehörigen Allgemeinen Verwaltungsvorschrift (VwV-StVO) übernommen wird.

Wuppertal in AGFS NRW aufgenommen

Wuppertal ist nun in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW aufgenommen worden. Ein Expertengremium machte sich heute vormittag ein Bild von der Wuppertaler Rad- und Fussinfrastuktur und ließ sich von Vertretern der Stadt die Projekte der kommenden Jahre erläutern. Ich selber war, auf Einladung der Stadt, mit Fienchen bei der Befahrung dabei und konnte im Rahmen der Befahrung der Kommission das Projekt vorstellen. Hier die Pressemitteilung der Stadt Wuppertal im Wortlaut:

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur „fußgänger- und fahrradfreundlichen Stadt“ stand für Wuppertal am Montag, 17. Dezember, an. Eine Kommission machte sich vor Ort ein Bild von der Situation in Wuppertal. Nach dem positiven Votum noch am gleichen Tag geht die Empfehlung der Kommission jetzt an das dafür zuständige Verkehrsministerium. Dann kann Wuppertal Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrrad-freundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) werden. Der Rat der Stadt hatte im März dieses Jahres beschlossen, dass sich die Stadt um die Aufnahme in der AGFS bewerben soll. Vorteil für die Stadt, die sich bis 2025 zur Fahrradstadt entwickeln möchte: Durch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft bekommt sie Zugang zu exklusiven Fördermöglichkeiten und kann vom Erfahrungsaustausch mit den anderen fuß- und fahrradfreundlichen Kommunen profitieren.

Die Kommission, die die Wuppertaler Bewerbung bei einer Exkursion vor Ort prüft, bestand aus Politikern des Verkehrsausschusses des Landes, aus Verkehrsplanern der Ar-beitsgruppen-Mitglieder, aus Vertretern von Organisationen und Institutionen wie dem ADFC, aus Beamten des Verkehrsministeriums sowie aus Vertretern von Wuppertaler Organisationen und Mitarbeitern der Verwaltung. Die „Bereisung“ durch die Kommission startete am Zoo und führte über das Luisenviertel und den Döppersberg zur Nordbahntrasse und zum Abschluss ins Rathaus in Barmen. Dabei wurden die Orte mal zu Fuß, mal mit dem Fahrrad erkundet.

Nach der erfolgreichen Bewerbung geht der Stadt im Laufe der nächsten Monate die Bestätigung der Aufnahme und ein Zertifikat zu. Das Verkehrsministerium wird dann zeitnah das Zertifikat „Fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt“ an die Stadt Wuppertal verleihen.„Unser Ziel ist die  „Fahrradstadt 2025“. Es ist eines unserer wichtigen Ziele im Rahmen unseres Projektes ‚Wuppertal 2025‘ . Zukunftsfähige, nachhaltige Mobilität ist neben einem besseren Angebot des ÖPNV nur durch einen deutlichen  Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und eine Stärkung des Fußgängerinnen- und Fußgängerverkehrs möglich“, so Oberbürgermeister Andreas Mucke. Der für Verkehr, Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt zuständige Dezernent Frank Meyer: „Unsere Bewerbung macht deutlich, dass wir dem Verkehrsmitteln Fuß und Rad eine wichtige Rolle zur Förderung zeitgemäßer Nahmobilität zuweisen. Wir wollen die Lärm- und Luftbelastung durch andere Verkehrsmittel reduzieren und dadurch auch die Lebensqualität in der Stad erhöhen.“

Happy Birthday, Nordbahntrasse!

Am 19.12.2018 feiert die Wuppertaler Nordbahntrasse ihren vierten Geburtstag. Obwohl einige Teilstücke der Trasse schon deutlich früher fertiggestellt waren, wurde die durchgängige Befahrbarkeit erst an jenem verregnetem Dezembertag hergestellt. Wir, als Fahrradstadt Wuppertal, haben damals die Eröffnung mit einem über 100 Teilnehmer starken Fahrradkorso zum offiziellen Festakt und einer Eröffungsfeier in der Hebebühne gebührend mit eröffnet.

Eröffnung der Nordbahntrasse – NordbahnExpress

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Seitdem feiern wir jedes Jahr den 19.12. als Geburtstag der Nordbahntrasse, so auch dieses Jahr. Los geht es um 20:00 Uhr in der Hebebühne. Das Facebook-Event dazu findet ihr hier.

Critical Mass Wuppertal – Dezember 2018


Mit 78 Radfahrenden und 0 Wohnumfeldverschmutzungen fuhr die Wuppertaler Critical Mass ihre letzte Fahrt in diesem Jahr. Von der Kluse aus ging es bei starkem Regen über die B7 bis nach Oberbarmen, dann zurück zum Alten Markt. Über den Unterdörnen und den Loh ging es wieder nach Elberfeld, wo eine Runde durch das Luisenviertel die Fahrt komplettierte. Die erstmals in größerer Zahl mitfahrende Polizei sicherte die Critical Mass vorne und hinten gegen aggressive Autofahrer ab, aber hielt sich aber ansonsten dezent im Hintergrund. 

Von Rädern (6): Nase an Nase

„Autos mit Dieselmotor werden es in Zukunft in vielen Städten schwer haben. Simon Chrobak und Christoph Grothe haben sich damit genauer befasst und sich alternative Verkehrsmittel wie die Schwebebahn in Wuppertal angeschaut. Außerdem sprechen die Podcaster über Fahrverbote und Umweltspuren in den Städten von Deutschland. Sie überlegen auch, wie man Fahrradfahren attraktiver machen kann und listen die Vorteile auf, die das Radeln mit sich bringt.“

Shownotes

News

Feedback zur letzten Sendung

Thema

Endspurt für den Klimatest!

Noch bis Freitag, den 30. November, könnt ihr eure Stadt beim ADFC Klimatest bewerten. Beim letzten Test im Jahr 2016 haben mehr als 120.000 Bürger mitgemacht und die Situation in 539 Städten und Gemeinden beurteilt. Dieses Mal sollen es mindestens genauso viele werden. Mitmachen kann und soll jeder, gerne auch für mehrere Städte. In diesem Zusammenhang wichtig: In Remscheid fehlen aktuell noch 19 fehlenden Bewertungen um in die Wertung zu kommen. Das ist sehr ärgerlich! Also: Wer in Remscheid mit dem Rad unterwegs ist, ist dringend aufgefordert am ADFC-Klimatest teilzunehmen! Wie Wuppertal beim letzten Klimatest abgeschnitten hat, könnt ihr hier nachlesen. 

Bild: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (Bundesverband) e. V. 


Von Rädern #05 – Wir müssen nur wollen!

Frisch in der Mediathek von nrwision: Eine neue Folge unseres Podcasts Von Rädern. 

Bleibt Münster die Fahrradstadt Deutschlands? Wenn es nach den „Von Rädern“-Podcastern geht, sollte es besser nicht dabei bleiben. Simon Chrobak und Christoph Grothe sprechen über den anstehenden Fahrrad-Klimatest, der über die Auszeichnung „Fahrradstadt“ entscheidet. Sie erklären, was es damit auf sich hat – und das ein schlechtes Ergebnis auch sehr nützlich sein kann. Die Fahrrad-Fans reden auch über den neuen Solarradweg in Erftstadt: der erste Radweg in Deutschland, auf dem Fahrräder nicht über Asphalt sondern über Solarzellen fahren. Simon Chrobak und Christoph Grothe fragen sich, warum man die aus den Niederlanden bekannte „Grüne Welle“ für Fahrradfahrer nicht auch in Deutschland einführen kann.

News
Hauptsache es stört nicht den Verkehr
Radhaus am Wuppertaler Hauptbahnhof
Solar-Radweg Erftstadt bei Köln

Themen
Fahrradklima-Test
Warum Münster nicht mehr Fahrradhauptstadt sein sollte – der Klimatest 2018
Christoph ist nach Venlo gefahren