Da würde ich gerne durchfahren – Pt. I

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In der vergangenen Woche habe ich zwei weitere Einbahnstraßen zur Öffnung für den Radverkehr vorgeschlagen. Die eine ist der Oberdörnen zwischen Zur Schafbrücke und dem Steinweg, die andere der Hohenstein, der einige Meter oberhalb des Oberdörnen verläuft. Mit den Formularen der Wuppertaler Critical Mass ist das ganz einfach: Einfach die Adresse, die betreffende Straße und das Datum eintragen und abschicken. Warum ausgerechnet diese Straße? Ich nutze regelmässig den Talradweg – wobei ich lieber über das Steinwegviadukt fahren würde, aber das dauert ja leider noch – und gerade in Fahrtrichtung von Elberfeld nach Barmen, gibt es einige Problemstellen. Eine ist diese Kreuzung. Ich fahre eigentlich immer über die Brücke an der Wasserstraße und durch den Oberdörnen. Leider werden die letzten 140 Meter als Einbahnstraße in die Gegenrichtung geführt. Eine Durchfahrt für den Radverkehr ist hier leider nicht möglich. Als Alternative schlägt der Radroutenplaner einen Weg über das Radroutennetz NRW vor, die knapp einen halben Kilometer länger ist. Auch der Weg über die Rödiger Straße ist mehr als doppelt so lang und weißt einige unnötige Höhenmeter auf. Durch die Freigabe dieser Straße könnte die Fahrtdauer zwischen den Zentren von Elberfeld nach Barmen also deutlich reduziert werden. Problematisch könnte allerdings in der Hauptverkehrszeit das einfädeln in den Steinweg sein, allerdings bietet die Straßeneinmündung genug Aufstellfläche für Radfahrer. Die Freigabe des Hohenstein ermöglicht – durch die Ampel Rödiger Straße / Steinweg – eine gefahrlose Querung des Steinwegs in Richtung Carnaper Straße und würde die Fahrtzeit auch deutlich verkürzen. Ich habe die verschiedenen Straßen auch auf dieser Google-Map eingezeichnet.

9 Kommentare

  1. Solange über die Einbahnstraßenöffnungen noch so diskutiert wird, wie beispielsweise in der BV Cronenberg (Zitat aus dem Sitzungsprotokoll: Herr Bock (FDP) hält die gesamte Maßnahme für unsinnig und überflüssig. Evtl. kurze Umwege von nur wenigen hundert Metern seien auch Radfahrern zuzumuten) sehe ich es schwarz für dauerhafte Öffnungen vieler Einbahnstraßen am Stück… Die Realität der StVO ist leider noch nicht wirklich bei der Kommunalpolitik angelangt…

    Quelle: http://www.wuppertal.de/rathaus/onlinedienste/ris/to0040.php?__ksinr=10819

    1. Der ganze Tagesordnungspunkt ließt sich wie ein Zeugnis aus den 80er Jahren. Schade! Die drei Straßen, die jetzt von der BV abgelehnt wurden kenne ich gut. Die Straßen weisen die nötige Breite auf, außerdem befinden sich alle in Tempo-30-Zonen mit sehr geringen Verkehrsaufkommen. Busverkehr und LKW-Lieferverkehr ist in diesen Straßen auch nicht zu anzutreffen. Eine Freigabe dieser Straße muss eigentlich erfolgen.

    2. Unglaublich! Also selbst wenn von Seiten der Verwaltung und des Rathauses die Weichen Richtung „Fahrradstadt Wuppertal“ gestellt werden, kann das jederzeit von den Zwergengremien Bezirksvertretung blockiert werden? Und die Öffnung von Einbahnstraßen ist doch nur eine der billigsten Maßnahmen in einem langen Katalog von Fördermöglichkeiten, wenn also nicht mal dies ermöglicht wird, dann darf die Wuppertaler Fahrradkultur doch gar nichts von Seiten der Politik erwarten. Es wäre jetzt an der Zeit, dass von Seiten des Bürgermeisters/der Verwaltung, öffentlich ein starkes Bekenntnis zur Fahrradstadt Wuppertal gegeben wird, wie es als erste (und wichtigste) Maßnahme vom Forschungsprojekt des Wuppertal Institutes gefordert wurde.

  2. Was ich wichtig fände, wäre eine Öffnung der Fußgängerzone in Elberfeld für Radler, zumindest von 19-10 Uhr.. Wenn ich sehe, dass sich morgens um 9 da die Lieferwagen und LKWs knubbeln, ich aber mein Rad schieben muss, denke ich auch, ich bin im falschen Film…

      1. Ein Teil ist ja bereits durchgehend für Räder geöffnet (Klotzbahn/Willy-Brandt-Platz). Mit der Öffnung von Poststraße, Alte Freiheit etc. könnte man morgens auch schnell und sicher den Bahnhof erreichen.

  3. Guter Vorschlag. Bis dahin vielleicht folgende Ausweichstrecke: Da, wo Dein Foto entstanden ist, rechts die Schafbrücke runter, unten rechts in die Bleicherstraße bis Zweirad Dickten, am Mini-Kreisverkehr (Finanzamt Barmen) links in den Unterdörnen, geradeaus bis zum Fußgängerüberweg über den Steinweg (ehemaliges Kaufhof-Parkhaus rechts liegen lassen). Das letzte Stück Unterdörnen und die Verlängerung über den Fußgängerüberweg sind offiziell als Radstrecke markiert. Danach hört die Markierung zwar auf, aber dann ist man ja schon in der Zwinglistraße und kann dann von da aus weiter vor oder hinter dem Rathaus entlang.

    1. Ich fahre gelegentlich auch vorher „Zur Dörner Brücke“ rein und dann über das Beer-Sheva-Ufer (Für Radfahrer freigegeben.), und dann wie du beschrieben hast. Geht auch, aber durch den Oberdörnen wäre richtig schnell und man könnte die Linksabbiegerampel in die Paul-Humburg-Straße nutzen. Übrigens: In dem Paket für die Stadtverwaltung war auch eine Anfrage für eine Bürgersteigabsenkung in Höhe Beer-Sheva-Ufer, da der Bordstein dort ziemlich hoch ist.

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