Fahrradzählaktion in Wuppertal

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Im Rahmen der Ausstellung der IG Fahrradstadt Wuppertal wurde erstmals der BikeCounter vorgestellt. Die von Markus Ohligschläger gestalteten Formulare sollen helfen, den Radverkehr in Wuppertal statistisch zu erfassen.
Die Idee:
Da die bisherigen Daten rund um den Wuppertaler Radverkehr – gelinde gesagt – etwas dürftig sind, will die IG Fahrradstadt Wuppertal nun selber die Daten erheben. Dafür wurde ein Formular mit zehn Positionen im Wuppertaler Stadtgebiet entwickelt, auf denen konkrete Daten erhoben werden sollen. Alle Zählpunkte liegen an der Nordbahntrasse oder dem Talachsen-Radweg. Je mehr Daten erfasst werden, desto besser. Die Daten werden zentral gesammelt und ausgewertet. Außerdem sollen die Daten, in Zusammenarbeit mit der Wuppertaler OpenData-Initiative, der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Damit die Zahlen wirklich aussagekräftig sind, werden natürlich viele Daten gebraucht, also würde ich mich freuen, wenn möglichst viele Leserinnen und Leser bei der Aktion mitmachen würden.

Und so geht’s:
1. Formular ausdrucken.
2. Location auswählen. (Auf dem Formular sind zehn Locations vorgeschlagen, es kann aber überall in Wuppertal gezählt werden)
3. Vorbeifahrende Radfahrer zählen. (Ideale Zählzeit: zwischen 20-30 Minuten).
4. Wetterdaten und Zählzeit eintragen
5. Formular einreichen. Zählformulare können im Mirker Bahnhof abgegeben oder per E-Mail eingereicht werden.

Das Ziel: 
Durch regelmässige Zählungen und die Erfassung von Witterungsbedingungen sollen qualifizierte Aussagen über die Entwicklung des Radverkehrs in Wuppertal ermöglicht werden. Auch Fragen wie: „Wie wirken sich Baustellen und/oder Straßensperrung und Verbesserung der Infrastruktur aus?“ soll die Erhebung beantworten. Das Projekt soll über das ganze Jahr laufen.

6 Kommentare

    1. Natürlich ist diese Lösung nicht optimal, aber deutlich besser als die aktuell vorliegenden Daten: Keine. Die Zählungen orientieren sich an der aktuellen Praxis Fußgängerströme zu messen und hochzurechnen. Grundsätzlich sollten auf den beiden angesprochenen Routen aber Zählstellen installiert werden. Nur so bekommen wir halbwegs korrekte Zahlen. Bis dahin sehe ich aber die Zählung mit Formularen als ein probates Mittel.

      1. Aber was will man mit den Zahlen machen? Man kann sie mit nichts vergleichen, weil sie anders erhoben sind als alle anderen Daten. Ein paar Freiwillige schaffen wohl kaum eine Erhebung nach den Empfehlungen für Verkehrserhebungen (EVE) der FGSV. Wenn z. B. vorwiegend an sonnigen Sonntagnachmittagen gezählt wird – wo freiwillige Zähler eher Zeit haben als Dienstag Vormittag unabhängig vom Wetter – kann man die Zahlen schön in die Höhe treiben … Naja, vielleicht führt soetwas auch erst dazu, dass offiziell gezählt wird, weil die Stadt keine Lust hat, immer mit diesen Zahlen konfronitert zu werden.

        1. Was ja schonmal ein Gewinn wäre. Davon ab: Abgesehen von dem Aufruf hier (und auf der Fahrradstadt Wuppertal) sich an der Zählaktion zu beteiligen, gibt es auch einen sich im Aufbau befindenden Kreis an „Standortpaten“ die zumindest einmal im Monat (April, Mai, Juni, September, Oktober) an Normalwerktagen (Dienstag/Donnerstag) jeweils einmal morgens und einmal nachmittags eine Stichprobe nehmen.

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