Gefährliche Verkehrsführung am Hofkamp

Über manche Verkehrsführung rund um die Döppersberg-Sperrung kann man sich aufregen, schmunzeln oder ratlos den Kopf schütteln, allerdings was sich an der Ampel Gathe/Hofkamp abspielt, fällt in eine ganz andere Kategorie: Schluss mit Lustig, denn die vermeintliche Radverkehrsführung ist brandgefährlich!
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Was war passiert? Bisher gab es auf dem Hofkamp eine Lichtzeichenanlage für den Radverkehr. Die Fahrradampel signalisierte den Radverkehr auf dem nicht-benutzungspflichten Radweg. Doch im Zuge der Döppersberg-Sperrung wurde die Ampel umprogrammiert und die Verkehrsführung geändert. Das nachsehen hatten mal wieder Radfahrer und Fussgänger. Als Fussgänger konnte man vor ein paar Wochen noch die Straße in einem Zug überqueren, als Radfahrer hatte man eine eigene Ampel. Heute muss man als Fussgänger auf der Mittelinsel warten, die Ampel für den Radverkehr ist abgebaut, mit gefährlichen Folgen:
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Zwar ist der nicht-benutzungspflichte Radweg vor der Robertstraße mit einem Zeichen 237 (Radweg) mit dem Zusatzschild „Ende“ beschildert, doch damit wird lediglich die sowieso nicht vorhandene Benutzungspflicht aufgehoben. Zwischen diesem (sinnlosen) Schild und der Ampel befindet sich eine Einmündung. Hinter dieser müsste eigentlich ein Zeichen 239 (Gehweg) angebracht werden, damit wäre der Bordstein, auch der nicht-benutzungspflichtige Radweg, formal für Radfahrer tabu. Doch wer kennt schon diese Regelungen? Vor allem wenn auf dem Weg noch zwei (ungültige) Radwegeschilder aufgemalt sind?
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Die Folge: Täglich stehen Radfahrer an dieser Kreuzung und orientieren sich an der Fussgängerampel. Da die Radwegfurt aber nicht auf die Verkehrsinsel führt, sondern an dieser vorbei, denken viele Radfahrer sie könnten die gesamte Straße überqueren. Dem ist aber nicht so. Innerhalb von fünf Minuten konnte ich an dieser Stelle mehrere gefährliche Szenen beobachten, bei denen sowohl Rad- als auch Autofahrer nur durch eine beherzte Vollbremsung schlimmeres vermieden haben. Mein Tipp: Entweder schon ab dem Kreisverkehr Neuenteich die Fahrbahn nutzen, oder die Kreuzung komplett meiden. Alternativ kann man auch vom Neuenteich über die Kipdorf und dann über die Morianstraße oder die freigegebene Fussgängerzone in die City fahren.

11 Kommentare

  1. An der Kreuzung mit dem angezeigten „Ende“ des Radwegs müsste der Radweg mit VZ600 abgesperrt werden und eine Aufleitung (z.B. mit gelben Markierungen) vom vorherigen Radweg auf die Fahrbahn eingerichtet. Ein VZ239 kann das VZ600 unterstützen.

  2. Hätte, wenn, aber, müsste… Oh Mann, ist das wirklich so schwer? Liebe Radfahrer, hier müsst ihr bloß euer Hirn einschalten, vom Rad absteigen und es in Ruhe und Gelassenheit über die Fußgängerampel schieben. Ja, SCHIEBEN. Keine Angst, das schafft ihr! 😉

    1. Beitrag gelesen? StVO bekannt? Scheinbar nicht 😉 – Aber für Sie vielleicht nochmal kurz zusammengefasst: Um sicher über die Kreuzung zu kommen; Fahrbahn benutzen!

  3. Nun sind das bewusste Schild VZ239 ja aufgestellt und die Radwegmarkierungen auch (gut sichtbar) „deaktiviert“ worden. Insofern sind die Fotos Geschichte. Allein es wird nicht immer etwas nützen. Also: Fußgänger sei auf der Hut!

      1. …vielleicht, damit sich die Unverbesserlichen die Nase dran stossen. Aber ich sach ja: Es wird nix nützen.
        Jetzt ist gar am Ende des früheren Radweges eine monströse rot-weisse Barriere aufgestellt worden. Und trotzdem…

  4. Wie wäre es eigentlich die Ersatzstrecke mal auszuschildern, also statt Hofkamp-Neumarktstr.-Aue-B7 die neue Route Hofkamp-Kirchstr.-Mäuerchen-Aue-B7.

    Aber dazu hätte ich noch eine Frage: Wie soll man eigentlich aus der Fussgängerzone auf das Kipdorf(normale Strasse), könnte man da nicht mal die alte Fahrradampel dran montieren ? Ansonsten ist das nämlich ziemlich blöd da….

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