Über 120 Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben

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Es gibt über 400 Einbahnstraßen in Wuppertal, in über 120 davon müssen Autofahrer mit entgegenkommenden Radfahrern rechnen. In Barmen und Beyenburg wurden nun weitere Straßen freigegeben. 

In Barmen dürfen nun auch die Einbahnstraßen BeckmannshofKleine FlurstraßeEmil-Rittershaus-Straße und auch Teile der Rudolf-Herzog-Straße von Radfahrern in die Gegenrichtung befahren werden. Die Entscheidung hierfür wurde bereits im September in der Bezirksvertretung Barmen gefällt und die passende Beschilderung wurde vor wenigen Tagen angebracht. Die neuen Freigaben machen u.A. das Wuppertaler Rathaus aus Richtung Wichlinghausen / Oberbarmen besser erreichbar.

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In Beyenburg wurde nun, durch eine Bürgeranregung, die Straße Am Kriegermal für den Radverkehr freigegeben. Eine tolle Sache, vor allem wenn man zur Fahrt nach Beyenburg nicht über die L527, sondern ab Kemna über den „romantischen Radwanderweg“ (ja, der heißt wirklich so) fahren möchte. Dieser Weg führt direkt an die Kreuzung Kurvenstraße/Am Kriegermal. Bisher musste man entweder wieder runter auf Wupperniveau und verschenkte damit gefahren Höhenmeter, oder man musste durch die Straße Am Kriegermal schieben. Die Schilder sind bereits montiert, eine Markierung in einem engeren Straßenbereich wird in den nächsten Tagen aufgetragen. Somit ist es ab sofort möglich ganz legal durch diese Straße zu fahren, auch wenn sich die Kraftfahrer in diesem Bereich sich scheinbar noch an die Regelung gewöhnen müssen. Bei einer Befahrung gestern wurde ich von einigen Kraftfahren verbal bedroht und absichtlich abgedrängt. Eine Erfahrung, die ich leider, wenn auch in abnehmenden Maße, immer wieder in freigegeben Einbahnstraßen machen muss.

4 Kommentare

    1. Sitze ich zur Zeit dran, eine Übersicht über die 44 Einbahnstraßen, die die Verwaltung den Bezirksvertretungen im letzten Jahr vorgeschlagen hat, gibt es hier.

  1. Ich halte das auf jeden Fall für eine sehr gute Entwicklung. Dies animiert viele auch in Wuppertal öfter mal das Auto stehen zu lassen und das Fahrrad zu nehmen. ich fahre selbst auch viel Fahrrad und ärgere mich dabei auch oft über rücksichtslose Autofahrer. Ich fahre aber auch viel mit dem Auto und muss dabei auch immer öfter genauso rücksichtslose Fahrradfahrer beobachten. Viele halten sich nicht an geltende Verkehrsregeln (fahren z.B. entgegen der Fahrtrichtung in nicht-freigegebenen Einbahnstraßen oder ignorieren angelegte Radwege, deren Benutzung obligatorisch, nicht optional ist!) Ich finde auch Fahrradfahrer könnten die StVO beachten. Ich glaube viele denken „Ach ich fahr einfach mal, wenn mich ein Autofahrer anfährt ist der eh schuld“ und das ist ja meistens leider nichtmal falsch, da Autofahrer meistens die Schuld bekommen obwohl sie ja auch nichts für die Unachtsamkeit der Fahrradfahrer können. Gegenseitige Rücksichtnahme ist nicht so schwer!

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