Umweltspur auf der B7: Wenn man will, geht das …

Heute bin ich mehrfach bei Radio Wuppertal zu hören. Dort beschäftigt man sich heute mit dem Thema Fahrradfahren in Wuppertal. In den Nachrichten wird Frank Meyer, Verkehrsdezernent der Stadt Wuppertal, zu einer Umweltspur auf der B7 mit „Da ist kein Platz mehr für eine Umweltspur oder Radwege“zitiert. Das ist natürlich falsch: Auf der B7 ist natürlich mit vier Fahrspuren, zwei Parkstreifen, teilweise Sonderstreifen für Busse und regelmässige Abbiegespuren mehr als genug Platz. Es ist halt eine Frage das Wollens, als den Könnens. 

Visualisierung: IG Fahrradstadt


Ein durchgängiger Talachsenradweg würde die Verkehrskapazität der B7 nicht beeinflussen, Erfahrungen mit der Westkotter Strasse und der zwischen Haspel und Schauspielhaus eingerichtete Umweltspur bestätigen dies. Diese wichtige Radverbindung hat nicht nur das Potential den akuten Abgas- und Lärmbelastungen entgegenzuwirken, sie wird darüberhinaus nachweislich zur Belebung des Einzelhandels entlang der Talachse führen.

Positionspapier von Fahrradstadt Wuppertal e.V. 
Seitenabstand Fehlanzeige: Am Hardtufer wird der nötige Seitenabstand eigentlich nie eingehalten. 

Der Plan den Radverkehr über Nebenstraßen führen zu wollen, ist für den Quell- und Zielverkehr auf der B7 natürlich keine Lösung: Viele Radfahrende haben beginnen oder beenden ihre alltäglichen Fahrten an der B7. Mit Zielen wie dem z.B. Campus Haspel, Wickhüler City, diversen Supermärkten oder dem Polizeipräsidium. 

Durch die Steigungen, hohe Geschwindigkeiten und viel Durchgangsverkehr sind Nebenstraßen wie die Wittensteinstraße oder Hünefeldstraße für den Radverkehr unattraktiv. Das zeigen die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft, die wir in den letzten Jahren bei zahlreichen Veranstaltungen gesammelt haben. Auch bei den öffentlichen Veranstaltungen der Stadt zum Thema Radverkehrskonzept wurde der Wunsch nach Radverkehrsanlagen auf der B7 immer wieder geäußert.

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