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Wege zur Fahrradstadt: Legal über Rot.

Seit geraumer Zeit läuft in Paris ein Feldversuch. In einem Stadtteil können Radfahrende an bestimmten Ampeln legal über Rotlicht fahren. Das Rotlicht wird, an den Ampeln mit Zusatzschild, zu einem „Vorfahrt achten“-Schild. Die Erfahrungen sind gut. So gut, dass das Schild nun flächendeckend eingeführt wird. Die Idee ist nicht neu: Bereits 1982 wurde im US-Bundesstaat Idaho der sogenannte „Idaho-Stop“ eingeführt. Dort gilt ein Stopp-Schild für Radfahrende als „Vorfahrt achten“-Schild. Eine rote Ampel wird für Radfahrende zum Stopp-Schild. Probleme mit der Verkehrsregel gibt es dort nicht. Eine tolle Sache, wie ich finde. In Wuppertal fallen mir direkt zahlreiche Kreuzungen ein, an denen ich mir eine solche Regelung vorstellen könnte.

4 Kommentare

  1. Norbert Norbert

    Meines Wissens nach, gibt es das ganz regulär inzwischen. Habe ich z. B. in Moulhouse auch schon gesehen.

    • christoph christoph

      Ja und Nein. Das Zeichen ist in ganz Frankreich eingeführt worden, die Kommunen können aber selber entscheiden ob sie es nutzen wollen. In Paris hatte man sich zunächst für einen Test entschieden, der nun positiv beendet wurde. Einige Kommunen nutzen das Zeichen bereits regulär, andere gar nicht. Ich fand es wichtig darauf hinzuweisen, dass nun auch eine 2-Millionen-Stadt wie Paris dieses Zeichnen nutzt. Ein Hemmnis der Adaption des „Idaho-Stop“ war ja, dass Idaho dünn besiedelt (Wobei das für die Metro-Area der Hauptstadt nun auch nicht gilt) ist und man dieses Verfahren nicht auf dicht besiedelte Städte übertragen kann.

      • Norbert Norbert

        Danke für die Erläuterungen.

  2. In Brüssel/Belgien dürfen die Kommunen ebenfalls diese Schilder nutzen. Tun sie auch. An manchen Stellen ist es aber unklar (für Radler wie für „den Rest“) ob die gewünschte Verbesserung tatsächlich erreicht werden kann. Immerhin, es wird etwas versucht und man hat Einsicht, dass der Platz nicht unendlich verfielfacht werden kann.

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