Friedrichstraße im April in beide Richtungen befahrbar

Nach den Osterferien kann der mittlere Abschnitt der Radachse Elberfelder Innenstadt – Nordbahntrasse endlich genutzt werden. Radfahrende können dann von der Karlstraße über die Friedrichstraße, den Neumarkt und den Wall viele Ziele in der Elberfelder Innenstadt erreichen. Vom südlichen Ende des Walls ist es möglich in Richtung Hauptbahnhof und Südstadt weiterzufahren. Besonders wichtig wird diese Verbindung im Sommer 2022, wenn die Kanalarbeiten in der Friedrichstraße abgeschlossen sind. Dann wird die Friedrichstraße zur Fahrradstraße und verbindet die Nordbahntrasse mit der Elberfelder Innenstadt.

Unterwegs am Niederrhein

Emmerich - Kleve - Nijmegen - Arnheim
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In Coronazeiten komme ich zumindest dazu die Videos, die bei mir auf Halde liegen fertig zu schneiden. Ende letzten Jahres war ich am Niederrhein unterwegs. Auf der Route lagen unter anderem der Bahntrassenradweg von Kleve nach Nijmegen und der Radschnellweg von Nijmegen nach Arnheim.

Busspuren auf der Gathe werden freigegeben

Die Busspuren auf der Gathe werden endlich freigeben. Gestern gab der Verkehrsausschuss der Stadt Wuppertal grünes Licht für die Freigabe. Seit Jahren habe ich für die Legalisierung dieser seit Jahren gelebten Praxis eingesetzt. In meinem Rückblick für 2014 schrieb ich bereits:

Eigentlich ist es ganz einfach: In der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung heißt es zum Verkehrszeichen 245 (Bussonderfahrstreifen) unter Punkt II, Absatz 4: „müsste der Radverkehr zwischen Linienbus- und dem Individualverkehr ohne Radfahrstreifen fahren, ist von der Anordnung des Zeichens abzusehen.“ Eine Busspur darf also nur eingerichtet werden, wenn der Radverkehr zugelassen wird, oder über eine eigene Infrastruktur verfügt. Auf der Gathe ist dieses leider nicht der Fall. Wer über z.B. die Gathe auf die Nordbahntrasse will, muss zwischen dem Bussverkehr und dem Individualverkehr fahren und dort aufpassen, der er/sie nicht unter die Räder kommt. Für alle Beteiligte ist die aktuelle Lösung die denkbar schlechteste.

Umso mehr freue ich mich, dass die Öffnung der Busspur nun vom Verkehrsausschuss beschlossen wurde. Mein Dank gilt allen, die sich für die Freigabe eingesetzt, sowie den Mandatsträgern im Ausschuss, die für die Freigabe gestimmt haben.

 

Wall: Bald für Radfahrende in beide Richtungen befahrbar?

Wo vor kurzem noch Busse in beide Richtungen fahren konnten, soll dies nun bald Radfahrenden erlaubt werden. Die Rede ist natürlich vom Wall in Elberfeld. Der Wall, ehemals eine Wuppertaler Prachtstraße, ist für den Radverkehr in Wuppertal von zentraler Bedeutung. Mit der Umgestaltung der Friedrichstraße in eine Fahrradstraße entsteht über den Neumarkt eine Achse bis zur Südstraße bzw. bis zum Hauptbahnhof (über den nicht-benutzungspflichtigen Zwei-Richtungs-Radweg am Döppersberg).  Mit dieser Argumentation ist die IG Fahrradstadt vor einiger Zeit an die Verwaltung und den Oberbürgermeister herangetreten. Und nicht nur wir: Seit dem Beschluss die Friedrichstraße in eine Fahrradstraße umzuwandeln lag diese Lösung auf der Hand, dass neben uns auch zahlreiche Bürger, Vereine und Mandatsträger die Freigabe auf die Agenda gebracht haben.

Was ist genau geplant? 
Im Zuge einer Raumneuaufteilung sollen die normalen Parkplätze  in der Straße entfallen, stattdessen soll es Ladezonen, Taxistellplätze und Parkplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen geben. Auf der Westseite der Straße soll ein Radstreifen markiert werden. Anschlüsse an den Willy-Brandt-Platz und die Neumarktstraße im Norden, sowie an die Südstraße im Süden sind ebenso geplant.  Die Vorlage dazu findet ihr hier.

Insgesamt eine gute Lösung, die erstmals mittelfristig eine durchgehende Radverbindung von der Nordbahntrasse zum Hauptbahnhof herstellt und die Innenstadt erschließt.  Warum das Fragezeichen in der Überschrift? Die Bezirksvertretung muss dem Vorschlag noch zustimmen. Heute um 19 Uhr tagt die zuständige BV Elberfeld im Verwaltungsgebäude Neumarkt (Raum 202), die Sitzung ist öffentlich.

Neuer Schutzstreifen auf Schützenstraße markiert

Auf der Schützenstraße steht zwischen Winchenbachstraße und Carnaper Straße nun ein neuer Schutzstreifen zur Verfügung.

Vor einigen Tagen ist auf der Schützenstraße ein neuer Schutzstreifen markiert worden. Im Zuge der Straßensanierung hatte sich die Stadtverwaltung dazu entschieden, auf dieser wichtigen Verkehrsachse in Barmen, Radverkehrsanlagen anzulegen. Ursprünglich wurden dort beidseitig Schutzstreifen im Mindestmaß geplant. Neben der Tatsache, dass grundsätzlich das Anlegen Schutzstreifen im Mindestmaß und ohne Trennstreifen zum ruhenden Verkehr keine gute Idee ist ((z.B.: Kein ausreichender Abstand zu parkenden Autos, „Spurdenken“ bei Kraftfahrern usw. – Alle negativen Aspekte von Schutzstreifen lassen sich am Hardtufer und an der Dahler Straße sehr gut beobachten.)), gibt es in der Schützenstraße noch einen weiteren Grund, warum die ursprüngliche Planung suboptimal war: Die Straße weist eine deutliche Steigung bzw. deutliches Gefälle auf. Der Schutzstreifen gäbe dem bergwärts fahren Radfahrenden viel zu wenig Platz. Durch die Pendelbewegung beim Fahren und die zu erwartenden geringen Überholabstände ((Obwohl Radfahrenden bei Steigungen nur mit 1,5 – 2,0 Meter Seitenabstand überholt werden dürfen, kann man die realen Seitenabstände eher im Zentimeterbereich messen.)) würde dieser Schutzstreifen eher in die Kategorie Gefährdungsstreifen fallen. Das selbe würde für die Gegenrichtung gelten: Radfahrende würden hier durch die Türzone des ruhenden Verkehrs geführt, die höhere Geschwindigkeit durch das Gefälle würde die Gefahr in diesem Bereich deutlich verstärken.

Im Zuge des politischen Prozesses wurde, unter Beteiligung des Runden Tisch Radverkehr, eine bessere Lösung für den Bereich gefunden: Radfahrende können nun über einen 2 Meter breiten Schutzstreifen bergwärts von der Winchenbachstraße bis zur Carnaper Straße fahren.((Zwischen Winchenbachstraße und Klingelholl wird es übrigens keine Radinfrastuktur geben: „Ein Verzicht auf den Parkraum kommt dort wegen des hohen Parkdrucks nicht in Betracht.“)) Bergab stehen allerdings keine gesonderten Radverkehrsanlagen zur Verfügung. Hier kann man, mit dem nötigen Seitenabstand zum ruhendem Verkehr, im Mischverkehr mitfahren. Was nicht angepackt wurde, ist die Ampelanlage an der Kreuzung Carnaper Straße / Schützenstraße. Hier gibt es weiterhin nur zwei Rechtsabbiegerspuren. Wer also weiter zum Rott oder Loh fahren möchte, muss zahlreiche Ampeln und viel Kraftverkehr in Kauf nehmen.

Unterm Strich finde ich die gefundene Lösung eine deutliche Verbesserung zum Zustand vorher, wobei es sich natürlich um einen Kompromiss handelt. Zur Zeit wird zwischen Klingelholl und Winchenbachstraße noch gebaut, ob sich die neue Verkehrsführung im Alltag bewährt, zeigt sich von daher erst nach Abschluss der Bauarbeiten.

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Wuppertal macht den Wegecheck!

Noch bis Anfang der Sommerferien läuft das Projekt Wegecheck, bei dem Schäden und ganz allgemein gefährliche Stellen für Radfahrer und Fussgänger im Stadtgebiet gemeldet werden sollen. Die IG Fahrradstadt Wuppertal, der ich angehöre, ist einer der Unterstützer des Projekts. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Initiativen und Institutionen hoffen wir auf hohe Beteiligung. Schirmherr der Studie ist Oberbürgermeister Andreas Mucke. Durchgeführt wird die Studie vom Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation bueffee GbR.

Wir haben leider die meisten verunglückten Kinder als Fußgänger aller Städte in Deutschland“, weiß Jens Leven, dessen Ingenieurbüro die Studie „Wegecheck in Wuppertal“ koordiniert. „Aus dem Alltagswissen der Bevölkerung versprechen wir uns wertvolle Hinweise über Problemstellen im Straßenverkehr. Von Schülern bis zu Senioren“, ergänzt Polizeioberrat Stefan Kronenberg von der Wuppertaler Polizei. Immerhin wurden in Wuppertal im vergangenen Jahr 205 Fußgänger in Unfälle verwickelt und zum Teil schwer verletzt. Auch alle vier auf Wuppertaler Straßen tödlich Verunglückten waren zu Fuß unterwegs. Aus der Nachsorge bei Unfallopfern ist bekannt, dass jeder schwerwiegende Verkehrsunfall nicht nur für die unmittelbar Betroffenen Leid und Schmerz nach sich zieht.

Ich begrüße die Initiative ausdrücklich, weil die Studie ja die Grundlagen für Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation und insbesondere zur Reduzierung von Unfällen mit Fußgängern schaffen soll“, freut sich Oberbürgermeister Andreas Mucke, der deshalb auch gerne die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat „Wir brauchen viele konkrete Auskünfte der Wuppertaler von Jung bis Alt für einen repräsentativen Überblick“, wünscht sich Christoph Grothe von der IG Fahrradstadt Wuppertal.

(Presseerklärung vom 18. April 2016)

Der Wegecheck ist unter wegecheck.de zu finden.

Baustart an der Eintrachtstraße

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„Nanu, was hat denn ein demolierter Kinderspielplatz mit der Nordbahntrasse zu tun?“ – Einiges! Der Spielplatz an der Eintrachtstraße liegt nämlich oberhalb der Nordbahntrasse, kurz vor dem Westportal des Tunnel Fatloh. Bereits im Dezember 2013 wurde die Umbaumaßnahme am Spielplatz beschlossen, nun sind die Bauarbeiten angelaufen. Neben neuen Spielgeräten und einer besseren Aufteilung der Spielfläche, wird auch ein Zugang zur Nordbahntrasse geschaffen. Mit diesem Zugang erhält ein Quartier, das zwar nah an der Trasse liegt, aber keinen unmittelbaren Zugang hat – der entstehende Zugang liegt zwischen dem Zugang Münzstraße und dem Zugang Askanierstraße – einen verkehrsarmen Weg auf die Trasse. Realisiert wird das ganze über eine Treppe mit einer Schiebehilfe für Fahrräder. Der gesamte Zugang soll ebenfalls beleuchtet werden.

Rund um den Hovenring

Rund um den Hovenring

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In den Niederlanden gibt es nicht nur ein durchgängiges Radwegenetz. Durch Bauwerke wie den Hovenring wird der Rad- und Fussverkehr auch spektakulär inszeniert. In diesem kurzen Streifzug durch Eindhoven sehen wir aber nicht nur den schwebenden Kreisverkehr, sondern auch Umleitungen, Ampeln mit Counter bis zum nächsten Grünsignal und insgesamt großzügige Radinfrastruktur.

Das war 2014 – Der talradler.de-Jahresrückblick

Ein spannendes Fahrradjahr liegt hinter uns. Am letzten Tag des Jahres wird es Zeit, auf die Tops und Flops 2014 zurückzuschauen. Hier meine persönliche Top 5:

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