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Fahrradampel am Hofkamp wieder in Betrieb

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Seit gestern Nachmittag ist die Fahrradampel am Hofkamp wieder in Betrieb. Wir erinnern uns: Bis August 2014 gab es auf dem Hofkamp eine Lichtzeichenanlage für den Radverkehr. Die Fahrradampel signalisierte den Radverkehr auf dem nicht-benutzungspflichten Radweg. Doch im Zuge der Döppersberg-Sperrung wurde die Ampel umprogrammiert und die Verkehrsführung geändert. Es folgten zahlreiche Beschwerden und viele Versuche eine angemessene Beschilderung aufzustellen, die finale Variante der Beschilderung ging bundesweit durch die sozialen Medien:

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Die Maßnahme schaffte es auch als Negativbeispiel in meinen Jahresrückblick. Nun ist die Ampel wieder in Betrieb, das Fusswegschild weg und die Radwegefurt wieder hergestellt. Ist nun alles gut? Solange keine illegale Benutzungspflicht dort angeordnet und der „sonstige Radweg“ mit größtmöglicher Vorsicht genutzt wird, dann vielleicht. Obwohl der Weg durch die Beifahrer-Türzone der parkenden Autos führt und an der engsten Stelle nur wenige Zentimeter breit ist, ist der Weg bei den Wuppertaler Radfahrenden durchaus beliebt. Das Radverkehrsaufkommen ist dort, seit der Demontage der Ampel, merklich zurückgegangen. Ich selber würde aber jedem  weiterhin empfehlen, am Hofkamp auf der Straße zu fahren und erst unmittelbar vor der Ampel auf den Radweg zu wechseln.

7 Kommentare

  1. Norbert Norbert

    Das Schild war vorbildlich – schade, dass es abmontiert wurde. Es hat unmissverständlich gezeigt, dass nicht alle roten Pflastersteine Radwege sind.

    Gibt es eine Erklärung, warum Wuppertal sich auf einmal traut, Neues auszuprobieren, wie diese offensive Aufhebung eines Radweges oder die Umleitungsmarkierung auf dem Straßenboden an der fehlenden Brücke der Nordbahntrasse?

      • Norbert Norbert

        Und auch die Seniorenradfahrerlobbyisten vom ADFC wollen lieber weiterhin an den Rand gedrängt werden, anstatt darauf hinzuweisen, dass, wer richtigerweise A sagt, auch B sagen muss.

        http://www.njuuz.de/beitrag27125.html

        Warum will man lieber den schlechten vorherigen Stand wieder herstellen anstelle z. B. eine Radfahrstreifen realisiert zu bekommen? Außerdem hat man das Problem der Überleitung nicht, wenn man legal und sicher vom Kreisverkehr am Neuenteich auf der Fahrbahn fährt.

        • christoph christoph

          Das Problem ist halt, dass viele Menschen diesen Weg benutzen wollen. Sinnvoller, sicherer und komfortabler wäre an dieser Stelle in der Tat ein Radfahrstreifen auf der Fahrbahn.

        • Norbert Norbert

          Rechtlich ist das völlig egal, ob Leute sich unnötig gefährden wollen.Wer immer nur der antrainierten Gewohnheit nachgibt, wird nie etwas ändern.

    • christoph christoph

      Die Aufhebung resultierte aus der entfernten Ampel. Grundsätzlich hat die Stadt aber schon vor längerer realisiert, dass ein Großteil der Radwege nicht den Bestimmungen entsprechen und somit keine Benutzungspflicht angeordnet werden darf. In diesem Jahr sollen auch die Busspuren gemäß der VWV-StVO für den Radverkehr freigegeben werden.

      • Norbert Norbert

        Wenn man es genau nimmt, muss auch der nicht benutzungspflichtige Radweg allen Vorschriften von benutzungspflichtigen Radwegen entsprechen. Wenn ein Radweg nicht die Maßen hat, die er haben sollte, ist das Abmoniteren des Schildes keine Lösung. Der Radweg müsste dann komplett aufgehoben werden – egal was die Freizeitradler so sagen. Recht funktioniert halt anders als Der Stammtisch. 🙂

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