Bundesallee: Verwaltung schlägt Freigabe der Busspur vor

Wir erinnern uns: Im Frühjahr 2015 wurde auf der B7 ein Fahrbahnverbot für Radfahrende zwischen der Kasinostraße und dem Robert-Daum-Platz angeordnet. Als Grund wurden u.a. die hohen Unfallzahlen an der Kreuzung Bundesallee/Aue/Obergrünewalder Straße angegeben. Damals klagte der Radfahrer und Fahrradstadt Wuppertal-Mitglied Ulrich Schmidt gegen dieses Fahrbahnverbot für Radfahrende (ich berichtete darüber hier und hier) und unterlag vor Gericht. Nach der Wiedereröffnung der B7 sollte allerdings die Radverkehrsführung nochmals untersucht werden. Dies ist nun offenbar geschehen.

In der Vorlage vollzieht die Verwaltung eine 180°-Drehung und schlägt die Freigabe der Bussspur zwischen Kasinostraße und Robert-Daum-Platz vor. Auch die zur Zeit noch benutzungspflichten Radwege, die dem aktuellen Regelweg nicht entsprechen, werden als „sonstige Radwege“ ausgewiesen. Eine Nutzung ist möglich, aber nicht verpflichtend. Damit ist die B7 zwischen Brausenwerth und Robert-Daum-Platz wieder durchgängig und zügig befahrbar. In der Beschlussvorlage wird darüberhinaus auch die Radverkehrsverbindung zwischen dem Alten Markt und dem Döppersberg thematisiert. Die hier empfiehlt die Verwaltung „die Ergebnisse der Untersuchung im Rahmen des Radverkehrskonzeptes abzuwarten“. Man kann nur hoffen, dass sich der Verkehrsausschuss dieser Vorlage anschließen wird.

Vor der Entscheidung des Verkehrsausschusses werden die Bezirksvertretungen Barmen und Elberfeld zu diesem Thema angehört. Die gesamte Beschlussvorlage findet ihr hier.

Ein Gedanke zu „Bundesallee: Verwaltung schlägt Freigabe der Busspur vor“

  1. „Für den Ausbau der Busspuren hat die Stadt vom Land Fördermittel bekommen, um eine Beschleunigung des Nahverkehrs zu erlangen. Wenn die Busse durch Radfahrer behindert werden, könnte es sein, dass das Land eine Rückzahlung der Gelder fordert.“
    (Stand Dez 2016, Quelle: http://www.wz.de/1.2338832)

    „Der Ausbau der Busspur zwischen Kasinostraße und Robert-Daum-Platz wurde nicht gefördert, dementsprechend ist hier mit keiner Rückzahlung zu rechnen.“ (Stand Jan 2018, Beschlussvorlage)

    Aber schön, dass wir drüber gesprochen haben.

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