Links am Montag

Irgendwann hatte ich den Vorsatz gefasst, diese Rubrik regelmässiger zu verfolgen. Wie man sieht: Es hat nicht geklappt. In der letzten Woche sind allerdings mal wieder einige Links bei mir aufgelaufen. Deshalb hier die Links am Montag.

  • Wer in Helsinki vom Flughafen in die Stadt will, muss keine Fahrpläne checken, keine Tarifzonen beachten, keine Taxis suchen und keine Tickets kaufen. Es reicht, das Ziel in eine App einzugeben. Die Sendung Wissenschaft im Brennpunkt vom Deutschlandfunk hält ein hörenswertes, knapp 30 minütiges Feature von Piotr Heller unter dem Titel „Wie wir demnächst von A nach B kommen“ zum anhören bereit. 
  • In Wuppertal-Elberfeld werden wieder ein paar Einbahnstraßen freigegeben. Die WZ Wuppertal berichtet.
  • Über 1.000 Radfahrende nehmen in Wuppertal beim ersten Stadtradeln teil. Ich bin damit ganz zufrieden und sage das in der WZ Wuppertal auch.
  • Der Status als Fahrradnation war in den Niederlanden nicht immer gegeben. Auch dort war es ein weiter und steiniger Weg. Ein interessantes Interview mit Chris Bruntlett von Modacity (in englisch)
  • So sieht man London selten: In den letzten Jahren ist ein Netz von Radschnellwegen entstanden. Streetfilms hat ein sehenswertes Video dazu präsentiert. 
  • In Paris soll der Autofreie Tag verstetigt werden. Zukunft Mobilität twittert Details. 

3 Gedanken zu „Links am Montag“

  1. Mich interessiert Stadtradeln so gar nicht. Für mich gibt es keinen Grund, da teilzunehmen. Daher würde mich interessieren, warum du da teilnimmst? Du fährst doch eh schon Rad.

    1. Für uns (Fahrradstadt Wuppertal) ist es eine Möglichkeit den (Alltags)Radverkehr in Wuppertal sichtbar zu machen und zu promoten. Ich selber sehe meine Rolle dort auch eher als „Botschafter“ zum Thema Fahrradfahren und Multiplikator. Außerdem sehen wir den Zeitraum auch als idealen Zeitpunkt an, Aktionen durchzuführen und Fahrradthemen in die Öffentlichkeit zu bekommen.

      1. Stimmt, das bietet sich an und wenn man es schafft, Programm auf die Beine zu stellen, warum nicht die (geringe) öffentliche Aufmerksamkeit für sich nutzen. Und dann ist es wirklich naheliegend, dann da auch teilzunehmen.

        Ich wollte glaub ich gar nicht Botschafter sein, weil es zu ambivalent ist. So voller Überzeugung kann ich es keinem empfehlen sich bei den tatsächlichen Gegebenheit deutscher Städte und Dörfer umzusteigen. Aus der Perspektive des Individuums ist der SUV rationaler, als es manchen lieb ist. Durch geschickte Werbung steht so ein überdimensioniertes Auto für Stärke und Kraft und damit auch für Sicherheit, was ja erst einmal keine negativen Eigenschaften sind. Kann ich jemand was empfehlen, wenn ich ständig die Mängel des Produktes sehe und kommuniziere?

        Ich find’s auf jeden Fall gut, wenn Menschen in mühevoller Kleinarbeit vermitteln, dass man in Wuppertal eben doch besser Rad fahren kann, als es viele vermuten und das durchaus auch gerade deswegen, weil die Stadt nicht viel vorgeblich für den Radverkehr getan hatte. Manche Steilstrecke kann man nicht wegdiskutieren. Das ist klar. Wenn man von Barmen am Freibad vorbei Richtung Lichtscheid (oder wie das da oben heißt), kommt am Ende eine steile Strecke, wo schieben vielleicht sinnvoll ist – aber der Rest ist ein ruhiger Weg durch den Wald ohne viel Verkehr (oder hatte ich nur Glück?). Aber bergab wäre jede Form von Radweg fragwürdig, wenn er nicht eine ehemalige Kfz-Spur ist ohne Falschparker. Da bin ich froh, dass ich mich so mitten auf der Fahrspur runter rollen lassen kann mit Abstand zu Bordstein und parkenden Kfz. Zumindest auf den nördlichen Höhen gibt es auch viele ziemlich flache Straßen, die man gut fahren kann. Auf den südlichen Höhen war ich zu selten. Da kenne ich vor allem die Strecke zur Uni hoch, die schon eine Herausforderung ist, aber mit ein bisschen Übung in den Bereich des Schaffen gerät, wenn man die Strecke hat, die zum eigenen Fahrstil passt.

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