Diesen Freitag fährt wieder die Critical Mass durch Wuppertal. Los geht es – wie immer – um 19 Uhr an der Schwebebahnhaltestelle Kluse. Wer nicht alleine zur Kluse fahren möchte, ist der CM-Express dringend ans Herz gelegt. Los geht es z.B. in Wichlinghausen um 18:25 Uhr oder in Vohwinkel um 18:20 Uhr. Alle Treffpunkte für diese besondere Fahrgemeinschaft sind hier zu finden. Falls ihr während der Fahrt zur Gruppe dazustoßen wollt, ist euch dieser Artikel empfohlen.
Archiv von “2016”
Umweltspur auf der B7?
In der letzten Woche kam das Thema Talachsen-Radweg wieder auf die politische Agenda. Das Thema ist nicht neu: Bereits in den 90er-Jahren gab es erste Entwürfe für einen durchgängigen Radweg von Vohwinkel nach Barmen (und zurück). Seitdem wurden immer wieder Teilstücke freigegeben. Problematisch ist, meiner Meinung nach, vor allem das Teilstück zwischen Elberfeld und Barmen. Bisher wurde der Radverkehr, abseits der B7, kompliziert und mit unnötigen Steigungen, über Nebenstraßen geführt.
Nun gibt es einen neuen Vorstoß seitens der Grünen und der CDU. Die Idee: Radverkehr und Busverkehr werden über eine gemeinsame Spur geführt. Das Konzept ist nicht neu: Bereits seit 1990 gibt es diese Spuren in Münster und auch in Berlin gehören diese Spuren inzwischen zum Stadtbild.
Die neue Umweltspur könnte eine wichtige lokale Verteilfunktion für die Nordbahntrassenzugänge Loh (Buchenstraße) und Barmen (August-Mittelsten-Scheid-Straße) übernehmen und den lokalen Radverkehr zwischen Elberfeld, Unterbarmen, Barmen und Oberbarmen abwickeln. Außerdem sorgt die Spur für eine Beschleunigung des Busverkehrs. Deshalb unterstützen wir von der IG Fahrradstadt Wuppertal diesen Vorstoß ausdrücklich!
Rechtlich gesehen müssen Busspuren, soweit es keine anderweitigen Radverkehrsanlagen gibt, für den Radverkehr freigeben werden. In Wuppertal herrscht diesbezüglich allerdings Nachholbedarf. Bisher sind nur die Busspuren auf dem Wall, der B7 (zwischen Landgericht und Kluse) und auf der Uellendahler Straße freigeben worden. Die Bundesallee, die Gathe sowie die Busspuren in der Südstadt stehen noch aus.
Hier unsere Stellungnahme im Wortlaut:
Kasinostraße: Goodbye Benutzungspflicht
Vor zwei Jahren war sie kurz verschwunden, dann war sie wieder da: Die Benutzungspflicht zwischen dem Parkhaus hinter der Bushaltestelle Kasinostraße und der Straße Aue. Seit Jahren entsprach der dort angelegte Radweg nicht mehr den Bestimmungen für Radverkehrsanlagen, doch die Stadt hielt trotz zahlreicher Gespräche und Beschwerden daran fest. Neben der nicht-ausreichenden Breite des Radwegs sorgte die Führung des Wegs an der Kreuzung Kasionstraße / Mäuerchen an der Fussgängerampel für brenzliche Situationen, da dort häufig wartenden Fussgänger auf dem Radweg warteten. Deshalb war Radwegführung mehrfach Thema beim Runden Tisch Radverkehr und zahlreicher E-Mail-Wechsel, die mir in Kopie vorliegen. Nun die Kehrtwende: Ab sofort darf auf der Kasionstraße die Fahrbahn genutzt werden, der Gehweg bleibt den Fussgängern vorbehalten.
Links am Montag (15)
… und da heißt es immer: „In Elberfeld finde ich nie einen Parkplatz“. Hier sind die aktuellen Links am Montag:
- Sobald es länger geregnet hat, ist die
Sprocki-TrasseGlückauf-Trasse für den Alltagsverkehr nahezu untauglich. Eigentlich schade, denn über die Trasse ist Sprockhövel eigentlich gut an Wuppertal und Hattingen angebunden. Eine Initiative hat nun den Vorschlag die Sprocki-Trasse zu asphaltieren wieder in den Raum gestellt. Gegenwind zu diesem Vorschlag kommt ausgerechnet vom Stadtsportverband. - Kann man mit drei Leitkegel eine Straßenkreuzung sicherer machen? Die Kollegen vom Gothamist haben es ausprobiert.
- Die Wuppertaler Critical Mass ist die zweitaktivste CM Deutschlands (nach Teilnehmer pro Einwohner)
NBT: Zugang Eintrachtstraße endlich freigeben!
Der Bauzaun ist weg, die Geländer sind montiert und – das allerwichtigste – der Zugang ist endlich freigegeben!
Fienchen: Start im April
[vimeo 156073063]
Letzte Woche waren wir mit Fienchen auf der Nordbahntrasse unterwegs, um Bildmaterial für das Box-Design und für die anstehende Pressearbeit anzufertigen. Aktuell klären wir noch die letzten Details für den Verleih und sind optimistisch, dass der Verleih Anfang April an den Start gehen kann.
„Zur Schafbrücke“ freigegeben
Seit geraumer Zeit ist die Straße „Zur Schafbrücke“ im Wuppertaler Osten zwischen der Bleicherstraße und dem Oberdörnen für den Radverkehr freigegeben. Gestern ist mir aufgefallen, dass auch der Teil zwischen der Bleicherstraße und dem Unterdörnen freigeben ist. Damit verkürzt sich der (legale) Weg auf dem Talachsen-Radweg um 200 Meter … immerhin. Ich würde weiterhin eine Freigabe des Oberdörnen in Richtung Steinweg, oder alternativ den Hohenstein in Richtung Steinweg befürworten und habe dieses auch im August 2013 beantragt. Antwort der Stadt damals: Beide Straßen können, auf Grund von „erhöhten Unfallzahlen“, nicht freigegeben werden. Um welche Straßen es geht, habe ich dieser Karte zusammengefasst: Weiterlesen
Critical Mass Wuppertal – Februar 2016
Gestern fanden sich an der Kluse 137 Radfahrende zur Critical Mass Wuppertal ein. Die Fahrt ging erst nach Oberbarmen und weiter nach Heckinghausen. Zum ersten Mal in der #cmwpt-Geschichte fuhren wir dann durch die Gewerbeschulstraße und die Siegesstraße wieder zurück auf die Talachse. Insgesamt: Wieder eine schöne Tour! Hier die Route: Weiterlesen
Bewegung in Sachen Grünpfeil für Radfahrer

© Amt für Mobilität, Bau- und Verkehrsdepartement, Basel | http://www.bvd.bs.ch
Über die Möglichkeit als Radfahrer bei rot legal nach rechts abzubiegen, hatte ich hier schon öfter berichtet. Im US-Staat Idaho ist seit den 1980er-Jahren das Überfahren von Rotlicht für Radfahrer erlaubt. In Frankreich, Belgien und den Niederlanden sind Verkehrszeichen, die das legale Abbiegen nach rechts bei Rotlicht erlauben, inzwischen etabliert und auch im deutschsprachigen Raum gibt es inzwischen erste Erfahrungen mit dieser Art des Abbiegen. In Basel wurden seit 2013 erste Erfahrungen an vier Pilotstandorten gesammelt. Im Spätsommer 2015 wurde der Versuch auf zwölf Ampeln ausgedehnt. Laut einer ersten Zwischenstudie sind die Erfahrungen positiv zu bewerten. So führte die neue Regelung zu weniger Konflikten mit Kraftfahrzeugen, die befürchteten Konflikte mit Fussgängern blieben aus und die Leistungsfähigkeit der Kreuzung wurde gesteigert.
Inzwischen wird auch in Deutschland in immer mehr Kommunen die Einführung eines Grünpfeils für Radfahrer gefordert, unter anderem in Dortmund, Essen und Köln. Eine Übersicht ist bei itstartedwithafight.de zu finden.Das Schild müsste durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eingeführt werden und dort sieht man aktuell keinen Handlungsbedarf. So bleibt den Kommunen nur die Möglichkeit im Deutschen Städtetag auf die Einführung eines solchen Zeichens zu pochen oder sich aufwändige (und teure) Tricks einfallen zu lassen: In Ulm gibt es z.B. an einer Ampel ein Dauergrünlicht für Radfahrende.
Links am Montag (14)

Mit einem Blick von der Brücke Wichlinghauser Straße starten wir in die neue Woche. Hier sind die Links am Montag:
- Die Stadt Wien hat eine Studie zum Thema „Sharrows“ veröffentlicht. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich „(d)as Modell der in einem größeren Abstand vom Fahrbahnrand oder parkenden Autos angebrachten Fahrrad-Piktogramme (…) bewährt“ hat. Ich persönlich bin da etwas skeptischer. Details gibt es bei itstartedwithafight.de.
- „Die Stadt planen“ ist der Titel einer vierteiligen Reihe vom Deutschlandfunk. In Teil 3 kommt Jan Gehl zu Wort. Sehr hörenswert, genauso wie Teil 1 und Teil 2. Teil 4 wird am nächsten Sonntag ausgestrahlt und online gestellt und bietet einen umfassenden Einführung zum Thema Stadtplanung.
- Durch den Schneesturm war New York City letztes Wochenende eine autofreie Stadt. Bei Twitter, Instagram und Facebook konnte man mitverfolgen, wie sich die New Yorker ihren Stadtraum wieder neu entdeckten. Eine Zusammenstellung von Tweets gibt es hier.