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*Talradler Beiträge

Deutscher Fahrradpreis: Ich trete mit Video an

Die Überschrift verrät schon (fast) alles. Auch dieses Jahr trete ich mit einem Video beim Deutschen Fahrradpreis an. In dem gut eine Minuten langen Video zeigt die IG Fahrradstadt Wuppertal, dass selbst ein Umzug mit Lastenräder und einem Anhänger möglich ist. Das Video und Möglichkeit zur Abstimmung findet ihr hier. Ich freue mich über jede Stimme, also vorbeigesurft und abgestimmt!

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Barmen: Neue Radabstellanlage in Trassennähe

In Wuppertal-Barmen steht ab sofort eine neue Radabstellanlage in Trassennähe zur Verfügung. An der Kreuzung Carnaper Straße / Rödiger Straße sind Anfang der Woche fünf Fahrradbügel montiert worden.

Rückblende: Letztes Jahr wurde von der Bezirksvertretung Barmen die Sanierung des Kreuzungsbereichs beschlossen.

„Dort wo im Straßenraum umfangreiche Sperrflächen aufgetragen sind, sollen die angrenzenden Gehwege vergrößert und zusätzlich barrierefreie Querungsmöglichkeiten geschaffen werden.“

Die Sperrflächen, die regelmässig von Fahrzeugen zugeparkt wurden, wurden entfernt und durch großzügige Bürgersteige ersetzt, außerdem wurde die Kreuzung Barrierefrei gestaltet. In diesem Zusammenhang dachte ich mir, dass man in diesem Fall hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte: Durch die Installation von Fahrradbügeln könnte an dieser Stelle nicht nur das Angebot für Radfahrende signifikant verbessern, sondern auch durch die geschickte Positionierung dieser ein Beparken der Gehwege unterbinden. Also habe ich mich, direkt nach der Entscheidung der BV, an die Stadtverwaltung gewandt. Dort hat die Idee schnell anklang gefunden und wurde nun umgesetzt.

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Critical Mass Wuppertal: Mit 164 Radfahrenden in’s neue Jahr

Mit 164 Radfahrenden startete die Critical Mass Wuppertal in’s neue Jahr. Bei knapp 5°C und begleitet durch zwei kurze Schauer ging es zunächst von der Kluse nach Oberbarmen. Über die Schwarzbach und Wichlinghausen führte die Route dann wieder zurück nach Elberfeld.

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Das war 2017 – Ein Rückblick

Zwischen den Jahren wird es mal wieder Zeit zurückzuschauen. Was ist dieses Jahr in Wuppertal aus Talradler-Sicht passiert? Eine Auswahl über das, was hier im Blog in den letzten 12 Monaten Thema war, habe ich in diesem Beitrag zusammengestellt.

Wuppertal bekommt ein Radverkehrskonzept

Am 6. April 2017 erfolgte der offizielle Auftakt zum neuen Radverkehrskonzept der Stadt Wuppertal. Ich selber war schon früher im Jahr mit dem Projekt vertraut, da ich für die Fahrradstadt Wuppertal in der Arbeitsgruppe, die die Begleitung des Konzepts übernimmt, Mitglied bin. Über das Jahr verteilt traf sich diese Gruppe mehrfach um den aktuellen Sachstand zu diskutieren, die Veranstaltungen vorzubereiten und um Wünsche und Anregungen an das Konzept zu artikulieren. Was mich besonders gefreut hat: Das Interesse der Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Beide Bürgerveranstaltungen platzen, mit jeweils mehr als 120 Teilnehmern, aus allen Nähten. 2018 soll das neue Konzept für das 356 Kilometer umfassende Radnetz vorliegen.

5 Jahre Critical Mass Wuppertal

Vor einer halben Dekade fuhr die Wuppertaler Critical Mass zum ersten Mal durch die Stadt. Aus den 24 Mitfahrenden damals sind inzwischen fast 700 Radfahrende geworden. Im Mai fanden sich fast 500 Menschen an der Kluse ein um gemeinsam eine Runde durch die Stadt zu fahren. Die Route führte von der Kluse zum und über den neuen Döppersberg und dann wieder in Richtung Barmen. Der WDR war ebenfalls mit von der Partie und hat einen tollen Beitrag produziert.

Autofreier Tag 2017

In diesem Jahr fand zum zweiten Mal der Autofreie Tag in Wuppertal statt. Auch dieses Jahr entstand unter der Federführung der Fahrradstadt Wuppertal ein buntes Programm von morgens früh bis abends spät. Den Auftakt machten das Breakfast on the Bridge und Bahnhofsfrühstück. Vormittags fuhren einige Bike-Busse durch die Stadt. Ein erster Höhepunkt war die Demonstration der Schülerinnen und Schüler, die gemeinsam von der Kluse zur Gesamtschule Langerfeld fuhren. Abends drehte dann die Wuppertaler Critical Mass, die zu einer Sonderfahrt geladen hatte, ihre Runden.

Julian und Stefan fahren nach Kopenhagen

Um am ältesten Lastenradrennen der Welt teilzunehmen fahren Julian und Stefan nach Kopenhagen. Wir begleiten sie dabei und beginnen einfach einen Podcast. Simon von Pedalkultur und ich sprechen mit den beiden, die uns aus den Niederlanden, Belgien, Deutschland und letztlich Dänemark zugeschaltet. Nach der Tour beschließen wir einfach den Podcast fortzuführen. Alle Folgen findet ihr hier.

Neuer Döppersberg freigegeben

Um kurz nach drei wurde am 10. Juli der Wuppertaler Döppersberg für den Verkehr wieder freigegeben, nachdem die Critical Mass Wuppertal und die Busse der WSW bereits „inoffiziell“ den Knotenpunkt eröffnet hatten. Bürgermeister Andreas Mucke war mit dem Rad vor Ort, Frau Reichl vom Ressort Straßen und Verkehr fuhr auf der Ladefläche eines Lastenrads zum ersten Mal offiziell durch den neuen B7-Tunnel. Nach zwei Runden mit dem Rad, kam dann auch der motorisierte Verkehr zum Zuge, der diesen Knotenpunkt seitdem fest in der Hand hat. In einem Artikel lege ich die Möglichkeiten mit dem Rad über den Döppersberg zu kommen, unterm Strich gilt allerdings: Für den Radverkehr ist der neue Döppersberg nix. Zwar gibt es für den Radverkehr keine Benutzungspflicht, der einzige Radweg ist allerdings nur für eine Relation interessant und wird rege von Fussgängern genutzt. Die Kritik meinerseits ist nicht neu. Seit der Veröffentlichung der Verkehrsplanung habe ich immer wieder die damalige Planung und jetzige Umsetzung kritisiert. Umso schöner war zumindest die Geste bei der Eröffnung. Vor den Augen der versammelten Motoristen drehten wir mit dem Bürgermeister zwei Runden auf dem Rad und eröffneten so – bei leichtem Regen – den neuen Döppersberg. Ein Platz in der Stadt-Chronik ist uns damit sicher. Immerhin!

Die Trasse verbindet

2015 habe ich in der Reihe Die Trasse verbindet den Weg von der Nordbahntrasse zum einzigen städtischen Schwimmbad Mählersbeck vorgestelltdieses Jahr ist der Weg zur neuen IKEA-Filiale dran gewesen. Zusammen mit Julian habe ich zunächst eine Route durch den Wald gesucht und gefunden. Über Stock und Stein ging es auf direktem Wege vom Möbelhaus zur Trasse. Kann man machen, muss man aber nicht. Vor allem wenn PAX, IVAR und Co. heile Zuhause ankommen sollen. Insgesamt drei Routen, inklusive einer Talradler-Empfehlung, habe ich zusammengestellt. Außerdem haben wir das Video von unserer Abfahrt auf YouTube veröffentlicht.

Dreh deine Stadt Vol. 2

„Was habt ihr eigentlich am 7. Oktober besprochen?“ Diese Frage habe ich in den letzten Monaten öfters gehört. Zum Glück gibt es nun die Zusammenfassung von #DrehdeineStadt in Wuppertal: Julian und ich haben die Pressearbeit der Fahrradstadt Wuppertal einmal näher beleuchtet, es wurden zehn Punkte, die für eine gute radverkehrspolitische Kampagne notwendig sind, in einem weiteren Workshop herausgearbeitet. Besonders lustig: Das Speedating! Dieses brachte alle Teilnehmer*innen innerhalb von 10 Minuten mit jeweils drei vorher Unbekannten ins Gespräch. Die komplette Zusammenfassung mit Eindrücken zu allen Workshops findet ihr hier.

Umzug ohne Auto

Umzug ohne Auto – geht das eigentlich? Dieser Frage bin ich für das Videomagazin Engelszunge.tv nachgegangen. Dazu habe ich, mit der Kamera, den Umzug von Christoph und Kirsten begleitet. Nur mit Lastenrädern und einem gewaltigen Anhänger transportierten die Beiden auch sperrige Gegenstände, wie z.B. eine Waschmaschine, durch die City. Den kurzweiligen Film, der es inzwischen bis in die nrwision-Top 10 des Jahres geschafft hat, findet ihr hier.

International Cargo Bike Festival 2017

Während die eine Hälfte vom Team Fienchen bei Rund um Köln unterwegs war, war die andere Hälfte in Nijmegen auf dem International Cargo Bike Festival 2017 unterwegs. Das Besondere: Fast alles, was auf diesem Festival gezeigt wird kann man ausgiebig Probefahren. Zahlreiche Vorträge, Möglichkeiten zum Austausch und die lockere und offene Atmosphäre rundeten dieses charmante Festival ab. Diese Jahr lag der Focus ganz klar auf dem Lasten- und Warentransport in der Stadt. Für 2018 stehen auch beim ICBF große Veränderungen in’s Haus. Im nächsten Jahr zieht das Festival von Nijmegen nach Berlin.

Über 500 Besucher bei Schwarzbachtrassen-Begehung

Großer Andrang bei der Begehung der Schwarzbachtrasse. Die Bahntrasse, die früher den Bahnhof Wichlinghausen und den Güterbahnhof Langerfeld verbunden hatte, liegt seit der Einstellung des Zugverkehrs brach. Seit Jahren ist diese Verbindungsstrecke, die über ein hohes Viadukt und durch einen 290 Meter langen Tunnel führt, im Gespräch für eine erste Erweiterung der Nordbahntrasse. Mit dieser Verbindung würden schlagartig viele tausend Menschen Anschluss an die Wuppertaler Nordbahntrasse und damit Zugang zum emissionsfreien Alltags- und Freizeitverkehr erlangen. Ende letzten Jahres zeichnete sich bereits eine Lösung bezüglich des Ausbaues ab: Die WuppertalBewegung übernimmt die Regie bei der Umgestaltung der Trasse, die Kosten übernimmt zu 90% der Bund. Letzte Woche ist der Förderbescheid bei der WuppertalBewegung, die den Bau und den Betrieb für die nächsten Jahre übernimmt, eingetroffen. Der Baustart erfolgt noch in diesem Winter.

Urban-Bike-Map beim Bürgerbudget

Im Sommer 2017 hatte ich die von Markus und mir für die Fahrradstadt Wuppertal konzipierte Urban-Bike-Map für das Wuppertaler Bürgerbudget eingereicht. Nachdem ich das Projekt angemeldet hatte, bestand das Projekt den Anmeldecheck und kam, als fünft-bestes bewertete Projekt auf Anhieb in die Top 100. Diese Top 100 wurde dann am 7. Juni 2017, beim sich anschließenden Gemeinwohlcheck, auf eine Top 30 reduziert. Auch in dieser Finalen Top 30 waren wir vertreten. Nachdem ich dann noch eine grobe Kalkulation für den Kämmerer aufgestellt hatte wurde das Projekt zur Abstimmung freigegeben. In der Liste der finalen Gewinner waren wir leider nicht vertreten. Scheinbar hatte der lange Prozess und die vielen Abstimmungen einen gewissen Ermüdungsprozess hervorgerufen. Wie dem auch sei. Das Konzept für die Karte steht, wir arbeiten weiterhin an einer Finanzierung und Realisierung.

NRW-Sternfahrt in Düsseldorf

Dieses Jahr war ich mit Fienchen auf der ADFC-NRW-Sternfahrt in Düsseldorf. Eine Woche vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wollte der ADFC NRW nochmal ein großes Zeichen Richtung Landespolitik senden. Mit etwas mehr als 3.000 Radfahrenden war die Sternfahrt allerdings nicht so sehr besucht, wie Sternfahrten in den letzten Jahren. Von Wuppertal aus starteten rund 90 Radfahrende in Richtung Landeshauptstadt. Unterwegs stoppte der Zuläufer in Haan und Unterfeldhaus. In Düsseldorf angekommen, startete nach einer Kundgebung am Rheinufer, die große Abschlussrunde über zwei Rheinbrücken und durch den Rheinufertunnel. Die ganze Sache war, wie immer, ein großer Spass, wie ihr im Video hier sehen könnt. Der Termin für 2018 steht auch schon fest: Am 6. Mai 2018 fahren wir wieder durch Düsseldorf!

Zweites Wuppertaler Lastenrad-Rennen

Am 2. April ging, bei bestem Wetter, das zweite Wuppertaler Lastenrad-Rennen über die Bühne. Um 12 Uhr wurde der Parcours freigegeben und sofort fanden die ersten Testfahrten statt. Über 30 Interessierte nahmen am Zeitfahren teil. Die besten acht qualifizierten sich für das von David J. Becher moderiertere Finale. Auch Oberbürgermeister Andreas Mucke nahm an der Qualifikation teil, verpasste aber den Einzug in das Finale. Hätte es allerdings einen Preis für das am besten bepackte Rad gegeben, wäre ihm ein Platz auf dem Treppchen sicher gewesen. Im Finale hielt mein Fienchen-Mitbegründer Julian Busch die Fienchen-Ehre hoch: Er errang den dritten Platz, hinter Stefan aus Wuppertal auf Platz zwei. Der Pokal ging in diesem Jahr an Fabian aus Dortmund. Videos von der Runde des Oberbürgermeisters, Julian und mir gibt es im dazugehörigen Artikel.

 

Cleanchen ist da!

Seit Jahresbeginn ist Cleanchen das Trassenlastenrad auf der Wuppertaler Nordbahntrasse unterwegs. Der Anschaffung war eine ausführliche Testwoche mit Fienchen vorausgegangen, sowie die intensive Beratung durch die Fahrradstadt Wuppertal. Im Dezember 2016 hatten wir Fienchen schließlich für eine Woche an die Trassenmeisterei ausgeliehen … und von den Vorzügen eines Lastenrads überzeugt! Was mich noch mehr freut: Inzwischen sehe ich das Rad regelmässig auf der Nordbahntrasse seinen Dienst verrichten.

Oberdörnen – Verkehrsausschuss sagt: Nein!

Anfang Februar lag dem Verkehrsausschuss eine Vorlage für einen Verkehrsversuch am Oberdörnen zur Entscheidung vor. Vor vier Jahren hatte ich bei der Stadt diese Freigabe beantragt. Die Freigabe dieser wenigen Meter hätte eine durchgängige Verbindung von Elberfeld nach Barmen hergestellt, doch der Verkehrsausschuss wollte diesen Lückenschluss nicht. Dabei hatte ihm die Verwaltung die Entscheidung extra einfach gemacht: Ein Stopp-Schild hätte die Radfahrenden zum anhalten gezwungen ein Schleppkurvennachweis bestätigte, dass selbst ein Sattelschlepper in die Straße einbiegen könnte ohne die Schutzmarkierungen zu überfahren. Die Bezirksvertretung vor Ort sprach sich mit großer Mehrheit für den Verkehrsversuch aus, der im übrigen jederzeit abgebrochen hätte werden können. Das war den Vertretern des Verkehrsausschusses nicht genug. Lediglich zwei Mitglieder votierten für den Versuch. Für die anderen Mitgliedern war die Situation „zu gefährlich“. Einige Monate später berichtete ich von diesem Vorgang auf dem Umwelt- und Verkehrs-Kongress BUVKO von diesen Erfahrungen mit der Wuppertaler Politik. Der Vorsitzende des Ausschusses ergriff anschließend das Wort. Man hätte sich gegen die Freigabe ausgesprochen, da sich die Radfahrenden nicht an Verkehrsregeln halten würden und am Ende des Oberdörnen nicht nur nach rechts, sondern auch nach links abbiegen würden. „Wir kennen ja die Radfahrer“.

… und sonst?

Wir sind „Deutscher lokaler Nachhaltigkeitspreis“!, Elbschetalbahn eröffnetAdlerbrücke: Autos müssen draußen bleibenSchweiz: „Rechts abbiegen bei rot“ kommt auf Bundesebene3. Cargobikerace in Dortmund
und vieles mehr 😉

In diesem Sinne: Auf ein weiters tolles Fahrradjahr in Wuppertal!

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Nordbahntrasse: 3,6 Millionen Euro für neuen Trassenast

Der über die Schwarzbach und durch den Wichlinghauser Tunnel führende Trassenast der Wuppertaler Nordbahntrasse kann gebaut werden. Gestern überreichte der Bund dem Verein WuppertalBewegung den Förderbescheid über 3,6 Millionen Euro. Damit kann die 1,8 Kilometer lange Strecke in einen Rad- und Fussweg umgewandelt werden. Erste Arbeiten sollen diese Winter beginnen, im Frühjahr kann es dann richtig losgehen. Die Stecke bindet rund 50.000 Menschen im Wuppertaler Osten an die Trasse an. Somit bekommt nun auch Wuppertal-Langerfeld einen direkten Zugang zu gesunder und emissionsfreier Mobilität. Einen Eindruck vom Zustand der Strecke und ihrer Führung gibt das eingebettete Video oben und dieser Artikel vom März 2017.

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Happy Birthday, Nordbahntrasse!

Am 19. Demzember 2014 wurde die Nordbahntrasse offiziell eröffnet. Grund genug um heute einmal zurückzuschauen um das wichtigste Wuppertaler Radverkehrsprojekt zu würdigen. Obwohl die 23 Trassenkilometer erst Ende 2014 freigegeben wurden, waren einzelne Teilstücke auch schon vorher befahrbar. Immer wieder habe ich kurze Videos produziert, die den Baufortschritt dokumentierten. Hier eine kleine Auswahl meiner selbstproduzierten Trassenvideos.

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Talradler.de Podcast: #08 – The Talk of the Town

Nach längerer Abstinenz ist der Talradler/Pedalkultur-Podcast zurück. In dieser Folge sprechen wir über das Wuppertaler Radverkehrskonzept, das Lastenradrennen in Münster, den NRW-Lastenradrennencup, das WDR 5 Stadtgespräch aus Münster, Dreh deine Stadt V2 in Wuppertal und die Schokofahrt.

Showlinks:
Wuppertal bekommt ein Radverkehrskonzept
Cargobikecup #nrw
WDR5-Stadtgespräch 
Lastenradrennen MünsterWuppertalDortmund
Wie die Niederländer ihre Radwege bekommen haben. 
Dreh deine Stadt. 
Schokofahrt

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Wir sind „Deutscher lokaler Nachhaltigkeitspreis“!

Die Freude ist groß! Fienchen – das Wuppertaler Lastenrad ist, zusammen mit über 70 weiteren Lastenrad-Initiativen, in Göttingen mit dem „Deutscher lokaler Nachhaltigkeitspreis“ ausgezeichnet worden. Florian Egermann von der Kölner Initiative „Kasimir – Dein Lastenrad“ hat den Preis stellvertretend für das „Forum Freie Lastenräder“ auf dem Netzwerk-21-Kongress entgegengenommen.

Im „Forum Freie Lastenräder“ sind über 70 Lastenrad-Iniativen vernetzt und organisiert. Diese Initiativen verleihen zusammen 134 Lastenräder, davon 40 Lastenräder mit elektrischer Unterstützung, und haben insgesamt ca. 9.750 registrierte Nutzerinnen. Einmal im Jahr veranstaltet das „Forum Freie Lastenräder“ eine Konferenz zum Thema Freie Lastenräder: 2015 in Köln, 2016 in Wuppertal und 2017 in Essen.

Eine Übersicht über alle im „Forum Freie Lastenräder“ organisierten Initiativen findet ihr hier.

Bilder: Fotojournalist Joachim Busch

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356 Kilometer Radverkehrsnetz für Wuppertal

Gestern fand im Gymnasium Bayreuther Straße die zweite öffentliche Beteiligungsveranstaltung zur Aktualisierung des Radverkehrskonzept statt. Mit einer geschätzten Teilnehmerzahl von 170 Bürgerinnen und Bürger war die Aula des Gymnasiums bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Veranstaltung war in zwei Teile geteilt und wurde von Oberbürgermeister Andreas Mucke eröffnet.

Im ersten Teil fasste Dr. Ralf Kaulen, vom durch die Stadt beauftragten Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen, die bisherigen Entwicklungen zusammen. So umfasse das nun vorgelegte Radverkehrsnetz knapp 360 Kilometer Radnetz unterteilt in Trassen, Hauptrouten und Nebenrouten. Knapp die Hälfte des Netzes sei allerdings eine „Netzlücke“. Also noch nicht existent. Mitarbeiter des Büros haben dieses Netz bereits abgefahren, analysiert und bewertet. Ferner wurde eine Mängelliste dieses Netzes erstellt und der Stadt übergeben. Das gleiche Verfahren wurde auch für die Radabstellanlagen angewandt. Auch hier wurde der Bestand analysiert, bewertet und die Ergebnisse an die Stadt übergeben. Im Anschluss wurden (nochmals) die Führungsformen des Radverkehrs vorgestellt und bewertet. So sollen in Zukunft Führungen wie freigegebene Gehwege oder Zweirichtungsradwege nicht mehr gebaut werden. In den großen Netzlücken sollen Radverkehrsanlagen in Regelmaß angelegt werden, für den Bestand wurden die Mindestmaße der ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) zu Grunde gelegt. Zum Schluss des ersten Teils erläuterte Ralf Kaulen alle in Betracht kommenden Radverkehrsanlagen an Hand von Beispielen aus dem Stadtgebiet, was – vor allem bei den Negativbeispielen – für viel Erheiterung sorgte.

Im zweiten Teil der Veranstaltung teilten sich die Anwesenden in zwei Workshops auf. Im Workshop „Infrastruktur“ sollten die Teilnehmer ihre Wünsche für die neu zu schaffende Infrastruktur artikulieren. In kleinen Gruppen wurde vor den Stellwänden angeregt und teilweise kontrovers diskutiert. Durch das beauftrage Büro wurde während der dieser Diskussionen Anregungen gegeben und Wissenslücken der Teilnehmer geschlossen.

Der zweite Workshop „Kommunikation / Service“ diskutierte sehr engagiert über die Kommunkationsmöglichkeiten rund um den Radverkehr. Dies reichte von einem Mängelmelder, der Fehler und Probleme in der Infrastruktur aufnimmt, bis hin zu gezielten Informationen für Autofahrer, wie diese sich gegenüber den Radverkehr zu verhalten haben.

Am Ende der Veranstaltung wurden die Ergebnisse des Workshops zusammengefasst und ein kurzer Ausblick gegeben. Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in das Radverkehrskonzept ein und werden in der Arbeitsgruppe zum Radverkehrskonzept – in der ich für die IG Fahrradstadt Wuppertal Mitglied bin – diskutiert und ausgewertet. Insgesamt war die Veranstaltung eine runde Sache, die sowohl Informationsvermittlung als auch die Möglichkeit zur Beteiligung gab.

Pressespiegel:
Wir brauchen den Grundsatzbeschluss für das Radverkehrskonzept (WZ Wuppertal)
Fahrradstadt: Viele Ideen, wenig Geld (WZ Wuppertal)
Radplan Wuppertal (WDR Lokalzeit)

Netzpläne und weitere Informationen:
Stadt Wuppertal

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Heute: Sachstandsbericht zum RVK

Heute findet ab 19 Uhr im Gymnasium Bayreuther Straße die zweite öffentliche Veranstaltung zur Aktualisierung des Wuppertaler Radverkehrskonzept statt. Neben der Vorstellung der Zwischenergebnisse – an denen ich als Mitglied des Runden Tisch Radverkehrs mitgearbeitet habe – stehen auch Workshops zu den Themen Infrastruktur, Service und Kommunikation auf dem Programm. Eine Anmeldung ist nicht nötig, ich würde mich freuen, wenn möglichst viel Radfahrende mit vor der Partie wären.

Das Gymnasium Bayreuther Straße, ebenso wie der Veranstaltungsort von der letzten Veranstaltung, liegt direkt an der Nordbahntrasse und kann bequem über die Trassenzugänge an der Briller Straße,  Ottenbrucher Bahnhof und den Zugang über den Hof von „Zweirad Otto“ (sofern dieser noch geöffnet ist) erreicht werden.

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